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Volunteer World vernetzt Hilfsprojekte weltweit miteinander

Volunteer World

Im Ausland sozial arbeiten – doch wie findet man das passende Hilfsprojekt? Vor genau dieser Frage stand Felix Rädel. Wie sich Jahre danach aus der eigenständigen Organisation des Freiwilligendienst von damals die zentrale Plattform für Freiwilligenarbeit Volunteer World entwickelte, berichtet Co-Gründer Pascal Christiaens:

Herr Christiaens, kurz und knapp: Erklären Sie Ihre Geschäftsidee?

Volunteer World ist eine unabhängige Vergleichsplattform, die Volontäre und Hilfsprojekte weltweit miteinander vernetzt. Basierend auf neuesten Webtechnologien können Volontäre Freiwilligenprogramme nach ihren individuellen Vorstellungen (z.B. Zielort, Budget, Zeitraum) vergleichen und sich für ihr passendes Freiwilligenprogramm unmittelbar beim Hilfsprojekt bewerben.

Was genau war der Auslöser für den Start eines eigenen Business?

„Warum hohe Gebühren für eine Agentur zahlen?“ Diese einfache Frage stellte sich Felix Rädel vor sieben Jahren und legte damit den Grundstein für Volunteer World. 2006 entschied sich Felix seinen ersten Freiwilligendienst im Ausland in Namibia eigenständig zu organisieren.

Wider Erwarten gestaltete sich die direkte Kontaktaufnahme mit einem sozialen Hilfsprojekt schwieriger als gedacht. Aufgrund der schier unüberschaubaren Flut an Informationen kam ihm der Gedanke, dass es einen einfacheren Weg geben müsse, seinen Freiwilligendienst im Ausland selbst zu organisieren.

Nach seiner Rückkehr aus Namibia startete er den Blog „Team Social Work“, um über seine Erfahrungen als Volontär zu berichten. Neun Jahre, unzählige Gespräche mit Volontären und vielen Erfahrungen später entschieden sich Felix und ich den Blog auf eine professionellere Ebene zu heben.

Inspiriert durch „Team Social Work“ wurde mit dem Launch von Volunteer World, die Vision einer zentralen Plattform für Freiwilligenarbeit schlussendlich Realität.


Was macht Ihr Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten für Freiwillige einen Freiwilligendienst zu organisieren: eine kostspielige Buchung über eine Reiseagentur oder die eigenständige, zeitraubende Suche im Internet nach dem passenden Projekt.

In den meisten Fällen wird für Reiseagenturen mehr gezahlt, da diese Serviceleistungen berechnen, die nicht immer gebraucht oder in Anspruch genommen werden. Fest steht, bei beiden Möglichkeiten besteht ein hohes Enttäuschungspotenzial.

Volunteer World stellt einen dritten Weg dar, wie motivierte und qualifizierte Volontäre einfach und sicher an ihr Ziel gelangen können.

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe bzw. wer sind Ihre Wunschkunden?

Jeder in dieser Welt der seine Qualifikation, Fähigkeiten und Motivation in ein soziales Projekt investieren möchte, sind wir der erste Anlaufpunkt.

Wir merken, dass vor allem bei Schulabgängern und Studenten ein großer Wunsch nach einem sinnvollen Auslandsaufenthalt besteht. Wir möchten einen unkomplizierten und preiswerten Weg ebenen, diesem Wunsch nachzugehen.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Aus dem Blog „Team Social Work“ wurde 2011 ein Pilotprojekt gegründet, welches den Grundstein für Volunteer World legte. Im letzten Jahr wurden die ersten Gespräche mit Investoren geführt. Wir sind stolz, Investoren gefunden zu haben, die wir von unserem sozialen Engagement sowie dem tragfähigen und vor allem nachhaltigen Konzept überzeugen konnten.

Volunteer World hat in der ersten Finanzierungsrunde ca. 250.000 Euro Startkapital einsammeln können. Weitere langfristige Finanzierungen durch die Investorengruppe wurden bereits zum jetzigen Zeitpunkt zugesagt.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchen Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Erst bei einer erfolgreichen Vermittlung fällt eine Provision für das soziale Hilfsprojekt an. Diese werden auf Grundlage der Programmgebühren kalkuliert. Ist ein Freiwilligendienst kostenlos, fallen keine Vermittlungsgebühren an. Das ist unser sozialer Service.

Es gibt keinerlei Fixkosten bei Volunteer World – weder für die Volontäre noch für die sozialen Projekte!

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Im September 2015 berichtete der WDR in einem Beitrag über Freiwilligenarbeit im Ausland. In Folge dessen sind viele Emails, Anmeldungen und Nachfragen eingegangen. Auch in den Social Media Kanälen haben wir einen Zuwachs bemerkt.

Im Rahmen des Social Media Marketings haben sich Twitter Ads als eine gute Werbemöglichkeit herausgestellt. Wir waren selbst über die Reichweite überrascht, die wir durch diese neue Social Media Präsenz erreichen konnten.

Welche Vision verfolgen Sie und welche Schlagzeile würden Sie gern mal über Ihr Unternehmen lesen?

Volunteer World hat es sich zum Ziel gesetzt, Preis- und Leistungstransparenz auf dem Markt für internationale Freiwilligenprogramme zu schaffen. Die zentrale Plattform gewährleistet mehr Volontären einen einfacheren Zugang und erleichtert somit den einstig langwierigen Such- und Bewerbungsprozess.

„Wie Volunteer World die Welt der internationalen Freiwilligenarbeit revolutionierte“

Auf welche 3 Tools/Komponenten können Sie bei der täglichen Arbeit nicht verzichten und warum?

Hipchat, Jira & Kaffeemaschine

Gerade bei einem international aufgestellten Team ist Kommunikation wichtig. Hipchat, ein internes Kommunikationsprogramm, das uns zeitnah, effizient und auf große Distanzen hinweg zu kommunizieren ermöglicht.

Jira, eine webbasierte Projekt-Management Tool, bündelt die Zusammenarbeit unserer Departments und ermöglicht eine strukturierte Übersicht sämtlicher Aufgaben. So können Synergien gehoben und Redundanzen vermieden werden.

Zu guter Letzt unsere Kaffeemaschine – Mitarbeiter des Monats! Immer energiegeladen und startklar.

Volunteer World Gründer

Volunteer World Gründer Felix Rädel, Christian Wenzel, Pascal Christiaens (v.l.n.r.)

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg misst sich an zufriedenen Volontären, motivierten Mitarbeitern und einer Work-Life Balance, die ausreichend Zeit für Freunde und Familie lässt.

Welchen Fehler würden Sie aus ihrer Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Als junger Gründer darf man sein Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wichtig ist vor allem Prozesse klar zu strukturieren und Verantwortung an gute Mitarbeiter abzugeben.

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin bzw. ein Unternehmer mindestens einmal gestellt haben?

Macht es mir Spaß zu arbeiten, wenn andere bereits Feierabend haben?

Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Reiselustig • fokussiert • Morgenmuffel

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