Vor- und Nachteile: Die Website vom Profi oder selbst erstellt

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Ein Gastbeitrag von Webnode.

Das Hobby zum Beruf machen ist der Traum von vielen. Man hat eine bahnbrechende Idee und ist bereits dabei das Endprodukt in Gedanken zu visualisieren. Die eigene Firma ist so gut wie im Geschäft. Doch im Zeitalter des Internets ist das schon lange nicht mehr genug. Die eigene Website als Visitenkarte wird heutzutage vorausgesetzt, damit sich Kunden über das Produkt informieren können und die Kontaktdaten erhalten. Doch wie soll man das angehen? Vom professionellen Webdesigner oder doch selber erstellen durch einen Homepage-Baukasten?

Die Vorteile eines Homepage-Baukasten:

  • Der Kostenaufwand bleibt gering. Je nachdem, wie die eigenen Bedürfnisse ausschauen, fallen gar keine Kosten an, wie bei unserem System von Webnode.
  • Auch ohne IT- und Programmierkenntnisse kann durch ein einfaches Drag & Drop System (das Ziehen von Inhalten an einen Ort im Dokument) wie bei Webnode eine Website erstellt werden.
  • Man wächst mit der Seite, wie bei der Erstehung der eigenen Firma. Außerdem bleibt bspw. der Schreibstil Ihr eigener.
  • Alles befindet sich in einem Konto: Erstellung der Seite, Statistiken, Hosting, Domainregistrierung. Man behält den Überblick.
  • Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Man wartet nicht auf Dritte und ist sein eigener Chef. Ideen zur Gestaltung des Projektes können selber ausgetestet werden.
  • Durch verschiedene Website Builder kann man sich seine eigene persönliche Vorlage für die Website entwerfen lassen, sofern einem die vorgegebenen Vorlagen des eigenen Anbieters nicht zusagen.

Stellen wir dem Ganzen die Vorteile eines professionellen Webdesigners gegenüber:

  • Man erhält ein professionelles und individuelles Design auf seine Wünsche hin zugeschnitten.
  • Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen, da man nach einem Briefing und der klaren Definition zur Gestaltung der Website die Hände größtenteils aus dem Spiel nimmt.
  • Die Inhalte der Seite sind nach den aktuellsten SEO-Regeln (Optimierung der Seite für Suchmaschinen) hin strukturiert und optimiert.
  • Je nach Vereinbarung wird durch den Webdesigner eine so genannte Contentpflege nach der Fertigstellung der Seite betrieben. Sprich, die Seite wird in regelmäßigen Abständen professionell überarbeitet und oder die Gestaltung aller Texte wird gänzlich übernommen.
  • Terminvereinbarung für die Abgabe / Übergabe der fertigen Website.

Beide Systeme weisen jedoch auch Nachteile auf, die sich leider nur selten umgehen lassen.

Nachteile, wenn man die eigene Website selbst erstellt:

  • Die vorgegebenen Templates durch Homepage-Baukasten Systeme können nur mit Kenntnissen über HTML-Coding individuell abgeändert werden. Ansonsten bedarf es Kreativität, wie Sie die Vorlage durch Bilder und die Anordnung umgestalten können. Ein Beispiel finden Sie hier.
  • Wissen über SEO und die optimale Gestaltung der Seite muss man sich während des Prozesses zur Erstellung der Website selber aneignen.
  • Ohne einen gewissen Zeitaufwand und regelmäßige Recherchen über neue Trends und Richtlinien für die optimale Website (Dinge ändern sich sehr schnell), kann die Seite schnell als verwaist und veraltet, nicht nur von Suchmaschinen, angesehen werden.

Bei der Website vom professionellen Webdesigner:

  • Die Kosten sind verhältnismäßig hoch. Falls es nicht vorab vereinbart wurde, muss bspw. für jeden Entwurf der Seite extra bezahlt werden.
  • Wenn Sie eine Seite durch einen Webdesigner erstellen lassen, müssen klare Absprachen getroffen werden. Oftmals scheitert es daran die richtigen Worte zu finden, um seine Ideen für die Online-Präsentation der eigenen Firma zu verwirklichen.
  • Man muss dem Webdesigner vertrauen, dass er einem nach der Erstellung alle Zugangsdaten und Daten über die Seite überreicht. Vielleicht geht er auf Weltreise und Sie können plötzlich nicht mehr an Ihre Seite ran.
  • Man kann nicht selber ausprobieren und sich wie bei der Organisation und Verwirklichung der eigenen Firma einbringen.

Fazit: Am Ende bleibt die Entscheidung jedem selbst überlassen. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, wobei oftmals der finanzielle Faktor eine große Rolle spielt.

Über die Autorin:

Hi. Ich bin Valeria Theiss, Marketing Assistant im Raum D-A-CH für die Firma Webnode, einem online Baukasten-System für Websites. Wie ich bin? Kreativ, sportlich, ehrgeizig, neugierig! Meine Arbeit findest Du auf Facebook oder dem Webnode Blog.

8 Kommentare zu "Vor- und Nachteile: Die Website vom Profi oder selbst erstellt"

  1. die Frage wo sich stellt, warum man nicht beides kombinieren kann.
    Nämlich ein Designer/Homepage-Spezialist, der auf Basis eines entsprechenden „Baukasten-Systems“ die Erstellung und je nach Auftrag (Wartung, Optimierung SEO, Aktualisierung) übernimmt.

    Denn selbst wenn man bei Templake evtl. ein Templat erwirbt, sind Umsetzung und individuelle Anpassung notwendig, die evtl. nicht jeder kann bzw. entsprechend halt nicht so gut, wie jemand wo regelmäßig mit in o.g. Webnode arbeitet.

  2. Eine Frage die hier sozusagen gar nicht beantwortet wird bei diesem Vergleich lautet:

    Wie hoch sind die Kosten im Vergleich zum Nutzen ?

    Und hier hinken jetzt einige Aussagen doch sehr:

    – der Zeitaufwand hält sich in Grenzen – wer professionelles Onlinemarketing betreibt muss sich immer über die Inhalte der Seiten Gedanken machen – egal ob Baukasten oder Webdesigner – der Webdesigner schreibt in der Regel keine Texte oder entwickelt ansprechende Slogans (Hr. Firnkes lassen wir mal aussen vor)

    – Inhalte der Seite sind nach den aktuellsten SEO-Regeln (Optimierung der Seite für Suchmaschinen) strukturiert und optimiert. Nein das leider bei vielen Webdesigner nicht der Fall – sehe ich immer wieder in der Praxis

    – Wissen über SEO und die optimale Gestaltung der Seite muss man sich während des Prozesses zur Erstellung der Website selber aneignen. Das ist doch gar nicht die Aufgabe eines Gründers, geschweige denn seine Lieblingsbeschäftigung. Geld verdient er mit seinem Fachwissen und die Zeit um sich in den Bereich SEO einzuarbeiten ist nicht gerade gering – wieviel Jahre wollen Sie denn dem Gründer geben bis er mit der Seite Kunden gewinnt ?

    Etwas mehr Tiefgang bei diesem Artikel wäre wünschenswert gewesen – schließlich kann man hier sonst sehr gute Artikel lesen.

    Klaus

  3. @Klaus und Marc: Ja ich habe lange überlegt, ob dieser Gastbeitrag hilfreich für die Leser ist, da das Thema doch nicht in einigen Zeilen umfassend behandelt werden kann. Zu viel hängt von der spezifischen Kunden-Situation ab. Zudem: Mag eine der beiden Lösungen für den Moment passend sein, so ist sie dies in einigen Monaten möglicherweise bereits längst nicht mehr.

    Und ja, selbst bei der programmierten Lösung muss man stark unterscheiden. Ich vereinfache jetzt, aber ein guter Designer ist noch längst kein guter Programmierer und umgekehrt. Agenturen wiederum können unter Umständen alles zusammen leisten, sind aber nicht in jedem Fall eine wirklich flexible und vor allem leistbare Lösung (wenn wir an kleinere Selbstständige und Startups denken).

    Aber der Gastbeitrag hat eine Diskussion angestoßen, und das ist auf jeden Fall schon einmal gut so :-)

  4. ich finde gut, dass man die Thematik „Web-Baukasten usw.“ aufgegriffen hat!
    wobei Promo statt Gastbeitrag es fast eher treffen würde :-)

    Leider unverständlich ist, warum die Autorin, wenn sie hier schon die Möglichkeit hat, nicht auch vergleichende Systeme (+Vor-/Nachteile) nennt, denn insbesondere „klare Kommunikation“ (selbst wenn das eigene Produkt Nachteile gegenüber Mitbewerber hat) gibt beim Endkunden +-Punkte.

    nennenswert wäre doch ua.: http://www.squarespace.comhttp://de.wix.com/http://de.jimdo.com/

  5. Hallo Marc,
    es ging mir in dem Artikel nicht darum einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Homepage-Baukästen aufzustellen. Das haben die Website-Tooltester bereits hervorragend auf ihrer Seite zusammen gefasst. http://www.websitetooltester.com/testberichte/
    Es geht mir darum einem Start-up Unternehmen (vielleicht mit geringerem Budget) aufzuzeigen, welche Möglichkeiten man hat. Wer sich mit der Materie eine eigene Homepage auf die Beine zu stellen nicht auskennt, weiss oftmals gar nicht welche Produkte auf dem Markt angeboten werden.

    Beste Grüsse, Valeria :-)

  6. Hallo :)

    also ich finde, dass Homepage-Baukästen sicher ihre Berechtigung haben. Für den Start sind sie nicht schlecht. Aber sobald man sich wirklich eine Webseite aufbauen möchte, die auch schön individuell ist, macht es keinen Sinn mehr.

    Also gerade mit den Möglichkeiten von WordPress und Co haben sie für mich kaum noch einen großen Nutzen. Es ist wesentlich einfacher ein Theme für WP zu kaufen als ein bestehendes in den gängigen Baukästen anzupassen…

    Für was setzt ihr denn Baukästen wirklich ein?

    Grüße

    Peter

  7. Zunächst muss ich zugeben, dass ich als Projektleiter in einer Webagentur vielleicht etwas parteiisch bin. Nichtsdestotrotz glaube ich, das Thema objektiv zu bewerten.

    Meiner Meinung nach empfiehlt sich ein Baukasten, wenn das Unternehmen kein Geschäft über das Internet betreibt und/oder die Marke an sich bzw. eine Markenbildung wenig zum Verkauf beiträgt. Dies ist häufig bei kleinen Geschäften der Fall. Wenn Sie zum Beispiel eine Bäckerei betreiben, dann werden Sie kaum über den Markennamen oder eine entsprechende Markenbildung mehr verkaufen. Wenn Sie jedoch eine Bäckerei-Kette betreiben, sieht die Welt schon wieder anders aus.

    Im Zweifelsfall ist eine Homepage aus dem Baukasten immer noch besser als gar keine Homepage, dies gilt auch für kleine lokale Geschäfte. Beachten Sie, dass Ihre Kunden ggf. speziell nach Ihrem Unternehmen suchen, wenn zum Beispiel Ihre Öffnungszeiten erfahren wollen.

    Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass Profis natürlich erkennen können, ob Sie einen Baukasten nutzen. Das mag in vielen Bereichen egal sein, in einigen jedoch nicht. Als Webagentur, zum Beispiel, wäre ein Homepagebaukasten etwas peinlich.

    Wenn Sie ernsthaft Suchmaschinenoptimierung oder Markenbildung betreiben möchten, würde ich von einem Baukasten abraten. Insbesondere die Suchmaschinenoptimierung dürfte sich, bei den heutigen Anforderungen, schwierig gestalten, da es dabei nicht nur um die Inhalte, sondern auch um das entsprechende Coding geht. Google & Co werten dabei sehr viele Faktoren aus, die man in einem Baukasten nicht oder schlecht optimieren kann. Natürlich muss das ein Webentwickler nicht zwanglsäufig besser machen. Wenn Sie ernsthaft SEO betreiben möchten, sollten Sie sich einen entsprechenden Dienstleister suchen, davon gibt es ja genügend. Achten Sie bei der Auswahl unbedingt aus Seriösität, insbesondere Dienstleister, die Ihnen eine bestimme Position versprechen, sollte Sie meiden.

    Zum Zeitfaktor:
    In einen Baukasten muss man sich natürlich etwas einarbeiten. Je nach Baukasten kann das auch mal was länger dauern. Es gibt außerdem einige Grundprinzipien im Web, die sie beachten sollten. Vergessen Sie insbesondere das Impressum nicht, dies wird gerne abgemahnt. Googlen Sie ggf. welche Angaben im Impressum für Ihre Branche Pflicht sind.

    Wenn Sie doch lieber eine individuelle Webseite erstellen lassen wollen, werden Sie aber trotzdem einiges an Zeit investieren müssen bzw. wollen. Falls Sie noch keinen Dienstleister haben, empfiehlt es sich zwei bis drei Angebote einzuholen und diese zu vergleichen – dies kostet natürlich auch Zeit. Weiterhin sollten Sie den Inhalt genau planen, da ja eine spätere Erweiterung/Änderungen ebenfalls Geld kostet. Auch dies kostet Zeit.

    Zu den Nachteilen des Webdesigners, die im Artikel erwähnt werden:
    Ein ordentlicher Dienstleister sollte Ihnen immer die Zugangsdaten aushändigen, mehr noch, Domains und Webhosting-Account/Server sollten auf Sie registriert werden. Insbesondere Domaininhaber sollten immer Sie sein, denn der Domaininhaber hat den Rechtsanspruch an die Domain. Fragen Sie im Zweifelsfall vor Auftragserteilung nach. Eigentlich sollte dies jedoch im Angebot schon erklärt werden (Wer ist der Hoster, monatliche Kosten, etc.). Falls der Dienstleister selber hostet, fragen Sie wie zum Beispiel neue E-Mail Adressen angelegt werden. Dies sollte in keinem Fall kostenpflichtig sein.
    Ein guter Dienstleister wird Sie in jedem Fall in das Projekt einbinden, denn Sie sind der Profi in Ihrem Bereich. Gute Dienstleiter lassen Ihnen die Wahl in wie weit Sie in das Projekt eingebunden werden möchten. Das hat natürlich auch Grenzen.
    In wie weit Änderungen oder Korrekturen extra zu bezahlen sind, sollte auch bereits im ersten Angebot definiert sein. Normalerweise steht dann dort etwas wie „inklusive 2 Korrekturgängen“. Auch die Stundenlöhne für weitere Arbeiten sollten angegeben sein. Falls nicht, Fragen Sie nach!

    @Peter:
    Grundsätzlich ist WordPress mit Template eine gute Alternative. Leider gibt es auch bei gekauften Templates Qualitätsunterschiede und zwar von ganz mies bis hervorragend. Aus SEO Sicht empfiehlt sich außerdem ein Hosting Provider der WordPress vorinstalliert, anstatt z.B. WordPress.com/org, da hier tausende Blogs auf den selben Servern liegen. WordPress lässt sich außerdem durch AddOns erweitern und falls man sich doch später nochmal für einen professionellen Webdesigner entscheidet, kann dieser ggf. auf die bestehende WordPress Version aufsetzen.

    Zu guter letzt:
    Die meisten Baukästen lassen sich kostenlos testen. Und die meisten Agenturen freuen sich über Anfragen. Wenn Sie sich also unsicher sind, probieren Sie es aus oder fragen Sie einfach eine oder mehrere Agenturen an.

    • Hallo Tobi

      Vielen Dank für Deine Ausführung. Ich kann dir nur zustimmen.
      Man muss wissen, was man mit der eigenen Homepage erreichen will und nur seriösen Angeboten folgen. Mit ein bisschen Recherche sind die leicht gefunden.
      Den Kommentar „Ich will einen Blog schreiben, aber weiss nicht über was. Helft mir?!“ sieht man täglich in Foren. Hier liegt die Antwort auf der Hand und die Baukästen haben Ihre Berechtigung kostenlos und schnell in Einsatz zu kommen.

      Beste Grüße,
      Valeria

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