Was WordPress für Gründer leisten kann

WP für Gründer

Fachbeitrag von Felix Patzelt – Gründer von Call a Nerd:

WordPress (WP) wird häufig nur als System betrachtet, mit dem man maximal einen hobbymäßigen Blog betreiben kann. Damit wird diesem CMS nicht nur Unrecht getan, gerade Gründer vergeben sich auch eine Menge Chancen.

Es kann viel mehr leisten als nur die Basis für ein Corporate Blog zu sein, denn es ist ein vollwertiges, modulares Content Management System, mit dem ganze Projekte realisiert werden können.

WordPress ist mehr als ein Blog-System

Naturgemäß haben Startups kein großes Budget, sodass die technischen Ressourcen auf der Liste nicht ganz oben stehen.

Die Positionierung, die Wettbewerber und das Markenumfeld sind erst einmal wichtigere Themen, denen die ganze Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Doch gerade die niedrige Einstiegsschwelle – sowohl technisch als auch finanziell – prädestiniert WordPress für den Einsatz in jungen Teams. Nicht nur das – der Einsatz von WP ist auch eine zukunftsträchtige Angelegenheit, denn durch die Erweiterbarkeit ist der Umstieg auf ein anderes System auch bei größerem Wachstum nicht nötig.

Ist WordPress das richtige System für mein StartUp?

Ich würde keinesfalls behaupten, WordPress sei das einzige infrage kommende CMS für Gründer, denn es gibt eine Vielzahl an leistungsfähigen Content Management Systemen auf dem Markt.

Meine Erfahrung mit Gründern zeigt jedoch, dass WP sich sehr gut eignet.

Dafür gibt es einige gute Gründe, die ich hier wenigstens anreißen möchte:

  • WP verfügt über ein Frontend, das einfach großartig aussieht. Man kann damit nicht nur den typischen WordPress Look mit wenigen Klicks realisieren, sondern alle möglichen Designs und Stile umsetzen. Dadurch ist es leicht, die eigene Corporate Identity von Beginn an visuell zu kommunizieren.
  • Das Backend ist für den Besucher nicht sichtbar, von hier aus werden Content und Design gesteuert. Diese mächtige Oberfläche ist grafisch aufgebaut und auch für den technisch wenig versierten Nutzer uneingeschränkt verwendbar. Man kann innerhalb kürzester Zeit mit der Umsetzung starten, ohne sich lange einarbeiten zu müssen, wie man es von anderen CMS kennt.
  • WordPress basiert auf PHP, sein Look wird durch HTML und CSS definiert. Das sind alles Programmiersprachen, die sich einfach lernen lassen, was die zukünftigen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen enorm steigert.
  • Hinter WP steht eine große und aktive Community, die das System ständig verbessert, das dadurch immer am Puls der Zeit ist und Trends nicht nur aufgreift, sondern auch setzt.
  • Durch eine Vielzahl an Erweiterungen (Plugins) lassen sich gewünschte Lösungen einfach und zu einem kleinen Preis umsetzen. Neben Gratislösungen gibt es auch Premiumthemes und Plugins, die mit einer höheren Sicherheit und individuelleren Funktionen punkten. Zudem besteht immer die Möglichkeit, sich ein Plugin programmieren zu lassen, wenn eine ganz spezielle Lösung gewünscht ist.
  • Heute gibt es das neu gegründete Unternehmen nur in Deutschland, morgen erobert es vielleicht schon die ganze Welt. Auch dann ist WordPress dabei, denn es lässt sich für die mehrsprachige Präsentation umrüsten.

Ein Beispiel für ein Startup und seine Bedürfnisse

Nehmen wir einmal an, eine Startup geht mit einer kleinen Produktlinie an den Start und will mittelfristig ein paar Hundert Verkäufe monatlich realisieren.

Es benötigt natürlich einen Corporate Blog, will vielleicht eine Community aufbauen und ist sich bewusst, dass es an Social Media nicht vorbeikommen wird. Normalerweise müsste es jetzt eine Webseite aufbauen, vielleicht ein Forum integrieren und einen zusätzlichen Shop programmieren lassen.

Nicht so mit WordPress, das diese Lösungen aus einer Hand liefert.

Mit WordPress WooCommerce steht ein mächtiges und intuitiv zu bedienendes Shopsystem zur Verfügung, das den Vertrieb sowohl physischer als auch virtueller Produkte ermöglicht.

WooCommerce selbst ist dabei ebenso wie WP kostenlos. Für den rechtssicheren Verkauf auf dem (komplizierten) deutschen Markt gibt es Erweiterungen.

Auch ein Forum lässt sich mit dem CMS mühelos einrichten, und die Integration von Social Media Anwendungen ist kinderleicht. Dabei lassen sich die Anwendungen von einem Backend aus steuern, was deutlich Zeit und Nerven spart.

WordPress und seine Herausforderungen

Natürlich gibt es auch bei WordPress einige mögliche Schwierigkeiten, die sich jedoch leicht in den Griff bekommen lassen. Da ist zum einen das Thema Sicherheit, das häufig als Vorbehalt gegen dieses CMS gebracht wird.

Die massenhafte Verbreitung von WP ruft tatsächlich immer wieder Hacker auf den Plan, die Schadsoftware installieren oder fremde Blogs zur Verbreitung von Spammails verwenden wollen.

Hier lässt sich durch bestimmte Maßnahmen gut gegen wirken. Einerseits kann man selbst viel für die WordPress Sicherheit tun, indem man sichere Passwörter wählt, die angebotenen Updates gleich ausführt und einige kleine Anpassungen im Backend vornimmt. Andererseits gibt es auch für dieses Thema nützlicher Erweiterungen, die die WordPress Sicherheit deutlich erhöhen.

Zum anderen wird auch das Thema Performance immer wieder auf den Tisch gebracht. Auch diese Herausforderung lässt sich meistern!

Zum Schluss möchte ich einen weiteren Aspekt anführen, der WordPress für den Einsatz in Start-ups prädestiniert: SEO. Ohne eine ausgeklügelte Suchmaschinenoptimierung ist es heute kaum noch möglich, sich auf dem Markt zu positionieren und/oder sich zu halten.

WordPress ist von vornherein so aufgestellt, dass es von Google geliebt wird, und die weiteren Möglichkeiten der Optimierung lassen keine Wünsche offen.

Fazit: WordPress ist ein modulares, erweiterbares und leistungsstarkes CMS, das sich aufgrund der niedrigen Einstiegsschwelle und seiner vielfältigen Möglichkeiten hervorragend für Gründer eignet.

Autorenprofil:

Felix Patzelt ist Gründer von Call a Nerd. Er bringt Menschen den richtigen Umgang mit WordPress bei und bietet sich auch gleichzeitig als Troubleshooter an.

Weitere Informationen zum Autor findest Du direkt unter: www.callanerd.help

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