Wunsch.Wohnviertel – die etwas andere Wohnungssuche in Berlin

Der Wohnungsmarkt in deutschen Großstädten ist überhitzt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapp. Das Portal Wunsch-Wohnviertel will Abhilfe schaffen, damit Wohnungssuchende Massenbesichtigungen getrost vergessen können. Vermieter und Hausverwaltungen direkt zu verbinden, ist die Maxime. Wie genau das geht, erklärt Solopreneur Nick Owe Hanke:

Wie lässt sich Ihre Geschäftsidee in 3 kurzen Sätzen auf den Punkt bringen?

Wunsch-Wohnviertel ist die innovative Schnittstelle zwischen Hausverwaltungen und zukünftigen Mietern in Berlin.

Sie wissen, wo Sie gern wohnen wollen, aber nicht, wer Ihre Ansprechpartner sind? Bei uns können Sie Ihre anklicken und sich potenzielle Vermieter von Wohnobjekten in der Umgebung anzeigen lassen.

Nutzen Sie den direkten und persönlichen Kontakt bei Ihrer Wohnungssuche!

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Wunsch-Wohnviertel wurde im Sommer 2013 in Berlin gegründet und ist nach 15 monatiger Entwicklungszeit am 06.12.2014 online gegangen

Aus welchen Umstand heraus haben Sie die Idee zu diesem Soloprojekt entwickelt?

Die Idee dazu kam mir, als ich selbst eine Wohnung gesucht habe.

Ich habe mich damals initiativ an Hausverwaltungen gewendet von denen ich wusste, dass diese in meinem Lieblingskiez Wohnhäuser betreuen. Es hat einige wenige Anrufe gekostet und ich hatte meine Wohnung.

Daraus erwuchs die Idee es zu professionalisieren und auch anderen eine Alternative zur herkömmlichen Wohnungssuche zu bieten.

Was genau macht Ihr Wohnungssuchportal so einzigartig?

Wunsch-Wohnviertel vermittelt KEINE Wohnungen!

Auf diesem Portal grenzt man sein Lieblingskiez ein und bekommt gegen ein Endgeld angezeigt, wer die entsprechende Hausverwaltung im Objekt ist. Dann müssen die Wohnungssuchenden selbst aktiv werden und bei den Vermietern anrufen und ihr Wohnungsgesuch vortragen.

Der große Vorteil: in Berlin haben wir 10% Binnenwanderung pro Jahr. Dh. jeder 10. Berliner zeiht einmal pro Jahr um.

Bevor die Wohnungen leer werden oder überhaupt bei Immoscout etc. auftauchen, können sich die Leute bereits vorher – durch Wunsch-Wohnviertel – nach Wohnungen erkundigen.

Diese sind frei oder werden frei. Zudem kann man sich auf eine Warteliste bei den Hausverwaltungen setzen lassen.

Wie sieht Ihr Wunschkunde aus und wie genau funktioniert die Wohnungssuche?

Es gibt in dem Sinne keinen Wunschkunden.

Die Leute sollten gewillt sein initiativ zu werden, dass heißt wirklich den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und ihr Anliegen vorzutragen, wenn sie unbedingt eine Wohnung brauchen und nicht mit 40 anderen bei Massenbesichtigungen enden wollen. Das Portal ist zudem 3 sprachig (deutsch, englisch, spanisch).

Sie sind als Solopreneur gestartet – Wie viel Zeit haben Sie neben Ihrer eigentlichen Tätigkeit bis zum Start in das Projekt investiert?

Ich habe mit externer Hilfe (Webmasters, Programmier, Anwalt, PR-Pressetexterin) 15 Monate bis zum endgültigen Start gebraucht.

Worauf haben Sie sich beim Einsatz ihrer knappen Ressourcen besonders fokussiert? Was konnten Sie alles an externe Dienstleister auslagern und wo lagen die größten Schwierigkeiten?

Die größten Schwierigkeiten lagen wie so oft im Detail des Portals selbst. Dh. es am ende so programmiert zu bekommen, dass es nun so einfach aussieht wie es ist.

Konnten Sie sich bei der Entwicklung des Portals Feedback bei potentiellen Nutzern einholen und wenn ja, wie sah dieses aus?

Sicher. Ich habe in einem vertrauten Kreis ständig Rücksprache zum Verhalten der Leute gehalten, sprich, ob diese so ein Portal nutzen würden.

Darüber hinaus habe ich dutzende Feldversuche bei Hausverwaltungen gemacht, also dort angerufen und die Vakanz von freien Wohnungen erfragt.

Welche Vision verfolgen Sie mit dem Wunsch-Wohnviertel und gibt es eine Schlagzeile, welche Sie gern über sich und Ihr Unternehmen lesen würden?

Die Vision ist, Wunsch-Wohnviertel zum Erfolg in Berlin zu führen und dann die Idee auf die Ballungszentren in Deutschland zu skalieren.

Die Schlagzeile könnte dann in zwei bis drei Jahren lauten: „Nach dem erfolgreichen Start von Wunsch-Wohnviertel in der Berliner Metropole, nutzen jetzt Wohnungssuchende das Portal auch in Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Der Verkauf an Immobilienscout für X-Millionen soll noch in diesem Quartal vollzogen werden“.

 Nick-Owe-Hanke


Wunsch-Wohnviertel Gründer Nick Owe Hanke

Was ist die beste Empfehlung, die Sie einem Sologründer mit auf seinen Weg geben würden?

Nichts…aber auch wirklich gar nichts ist einfach, wenn man sich wirklich für diesen Weg entscheidet. Mann wird durch tiefe Täler wandern müssen und oft hängen die Flügel.

Mein Tipp: vorher genau prüfen, ob man diese Lebensform für die nächsten Jahre wirklich will und dann: nicht aufgeben!

Bitte abschließend ein paar Fakten zu Ihrem persönlichen Werdegang?

– Nick Owe Hanke

– Jahrgang 1977

– Studium Filmakademie + Studium On-Air-Design (beides abgeschlossen)

– 8 Jahre als Fernsehjournalist gearbeitet (MDR, ZDF, arte)

– Gründer der Grafikagentur enpassant[media]

– Gründer der AFO – Agentur für Objektwesen

– leidenschaftlicher Sportler (Schwimmen und Laufen) ohne den Sport als Ausgleich hätte ich diese StartUp nie an seinen Start gebracht

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