Zum Instagram für Videos mithilfe der Crowd

In Berlin startete kürzlich das studentische Startup movinary und sammelte mit der Crowdinvesting Plattform Companisto 100.000 Euro innerhalb von 25 Tagen ein. Mit der selbstentwickelten Software verwandelt das junge Team Fotos in Videos. Bert Szilagyi, einer der fünf Gründer, erzählt aus seiner Sicht, wie solch eine Finanzierungsrunde zustande kommt.

Die Finanzierungsrunde, bei der absolut jeder investieren konnte, startete an einem Sonntag Nachmittag. Eine Zeit zur der, unserer Meinung nach, kaum jemand online sein würde, um davon Notiz zu nehmen. Der Optimistischste bei uns im Team schätzte die maximale Summe, die wir am ersten Tag erreichen würden auf 6.000 €. Knapp daneben: Nach 24 Stunden waren schon 25.000 Euro auf der Crowdinvestment Plattform Companisto eingegangen. Bereits über 100 Mikroinvestoren waren so schnell vom Konzept, Fotos in Videos zu verwandeln, überzeugt, dass sie sofort Anteile kauften.

Auf der Suche nach einem geeigneten Partner

Wir trauten unseren Augen kaum. Dass so schnell eine so hohe Summe zusammenkommen würde, hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Es dauerte insgesamt nur drei Wochen, bis die gesamten 100.000 € Marke erreicht war. Doch wie startet man eigentlich eine Finanzierungsrunde mittels Crowdinvesting und wer ist der geeignete Partner?

Am Anfang stand in unserem Fall die Überlegung wie viel Geld wir überhaupt brauchen würden, um das Produkt erfolgreich auf dem Markt einzuführen und damit den Beweis zu erbringen, dass unsere Idee nicht völliger Blödsinn ist. Ist die gewünschte Höhe der Finanzierung geklärt, ergibt sich daraus zwangsläufig die nächste Frage: Was ist mein Unternehmen wert? Damit verbunden wird klar wie viele Anteile man abgibt, um die Finanzierung zu erhalten. Simples Rechenbeispiel an dieser Stelle: Jemand möchte 100.000 € Kapital aufnehmen und das Unternehmen ist 1.000.000 Euro wert. Dann kauft ein Investor genau 10% der Unternehmensanteile.

Wert des StartUps wird ermittelt

Die Unternehmensbewertung wird in einigen Verhandlungsmeetings festgesetzt. Es gibt einige wichtige Parameter, die man sich immer anschaut, um daraus den Wert einer Firma abzuleiten. Etwa die Skalierbarkeit der Geschäftsidee, die Qualifikation des Managements, Marktpotential und natürlich wie viele Wettbewerber es bereits gibt. Steht die Bewertung fest, wird der Vertrag zwischen kapitalsuchender Firma und Crowdinvestment Plattform beim Notar unterzeichnet.

Dieser Ablauf ist im Prinzip bei allen Anbietern von Crowdinvestment ähnlich. Den geeigneten Partner für die eigene Firma zu finden, hängt von Einzelfaktoren und zu guter Letzt auch erheblich vom Bauchgefühl der Gründer ab. Sind die Beteiligungsverträge und die Vergütung für den Anbieter angemessen? Wie sieht es mit Folgefinanzierungen und Mindestlaufzeit der Beteiligung aus? Was passiert wenn das Unternehmen im schlechtesten Fall schon nach einem Jahr aufgelöst wird oder im besten Fall Gewinn abwirft bzw. sogar verkauft wird? Diese Fragen sollte man mit jedem Crowdinvestment Anbieter klären und für sich herausfinden, was hier die beste Lösung ist.

Schon zu Beginn an mögliche Folgefinanzierungen denken

Uns hat vor allem die Beteiligungsstruktur bei Companisto überzeugt. Die Mikroinvestoren gehen nicht als Vielzahl einzelner Gesellschafter in das Startup, sondern werden gebündelt, sodass letztendlich nur Companisto zum Gesellschafter wird und seinerseits Verträge mit den Investoren schließt. Das ist vor allem für eine Folgefinanzierung wichtig, da kein Investor gerne in ein Unternehmen mit mehreren hundert Gesellschaftern investiert. Abstimmungen auf Gesellschafterebene würden dann einer Bundestagssitzung gleichen – mit allen zeitraubenden und bürokratischen Konsequenzen.

Nach der Entscheidung für Companisto und dem Unterzeichnen der Verträge ist die Finanzierung praktisch nur noch eine Sache von gutem Marketing. Schafft man es seine Idee anschaulich und leicht verständlich zu erklären, ist das schon die halbe Miete. Sind dann noch Geschäftsmodell und Markt vielversprechend, investieren die Leute gern einige Euros in das Startup. Auch der Multiplikator Facebook ist bei einer Finanzierungsrunde nicht zu unterschätzen. Companisto hat allein bei Facebook über 10.000 Fans und diese werden durch Updates der Startups auf dem Laufenden gehalten, was der Entscheidung zu investieren sicher zugute kommt.

Wer also schnell und vergleichweise unkompliziert Kapital für sein neu gegründetes Unternehmen braucht, ist mit Crowdinvestment wahrscheinlich gut beraten.

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