4 Gründe, warum auch du einen Businessplan brauchst

Businessplan

Spielst Du ernsthaft mit dem Gedanken dich selbstständig zu machen und willst ein eigenes Business hochziehen? Dann solltest du unbedingt einen Businessplan schreiben.

Nicht selten wird aus einem „Bauchgefühl“ heraus gegründet. Dabei werden Geschäftsideen nicht immer bis zum Ende gedacht.

Mit der Erstellung eines individuellen Businessplans musst du deine Idee auf den Punkt bringen und mit konkreten Zahlen untermauern.

Ist der Geschäftsplan gut durchdacht, bildet er einen klaren Fahrplan für die Umsetzung deiner Businessidee. Du kannst ihn immer wieder nachjustieren, um über deine Unternehmung in der richtigen Fahrspur zu halten und deine Strategie zu verfeinern.

Was zeichnet einen guten Businessplan aus?

Der Geschäftsplan ist die ausgearbeitete und ausformulierte Zusammenfassung deiner Geschäftsidee. Er ist das elementare Arbeitspapier, welches alle Ziele und Strategien deines Unternehmens mit den gegebenen Voraussetzungen in Einklang bringt.

In ihm beschreibst du, wie deine Geschäftsidee funktionieren soll, wer die relevante Zielgruppe ist und wo die Chancen und Risiken in der Umsetzung liegen. Letztendlich ermittelst du die relevanten Ressourcen, damit sich deine Geschäftsidee überhaupt lohnt.

Gleichzeitig ist der Businessplan auch für potentielle Finanzierungspartner ein zentrales Dokument und damit entscheidend für eine mögliche Finanzierung mittels Fremdkapital.

Hier nun die Gründe, warum du unbedingt einen Businessplan schreiben solltest

Risikoreduzierung – durch regelmäßiges Controlling des Businessplans scheiterst du seltener

Rein statistisch überleben höchstens fünfzig Prozent aller Neugründungen die ersten fünf Jahre ihrer Selbstständigkeit. Das ist nicht viel. In den meisten der Fälle hätte ein Businessplan bereits vorher aufzeigen können, inwieweit eine Geschäftsidee das Potenzial hat, um tatsächlich auch langfristig rentabel sein kann.

Mit einem gut ausgearbeiteten Businessplan machst du die Zukunft deines Unternehmens kalkulierbarer. Hierfür werden im Zahlenteil häufig auf die klassischen Investitionsrechnungen zurückgegriffen. Dabei solltest du bereits klar erkennen, ob die Zahlen mit denen du rechnest, dich auch in den grünen Bereich bringen werden.

Denn wenn ein Unternehmen Pleite geht, dann liegt es meist nicht an den fehlenden Umgang mit konkreten Kennzahlen. Vielmehr liegt es daran, dass vom Start weg kein Wert auf den Umgang mit irgendwelchen Zahlen gelegt wurde.

Mit dem Businessplan legst du schlichtweg die Basis für effizientes Controlling. Mindestens einmal im Monat (im Optimum sogar wöchentlich) solltest du die Ist- mit den Soll-Zahlen vergleichen. Dabei ist es nicht relevant, hundert Prozent Übereinstimmung zu erreichen.

Vielmehr ist es es wichtig, Fehlentwicklungen, Trends und Liquidität zu analysieren, um diese stetig anpassen zu können.

Wunschkunden – die richtigen Zielgruppe mit dem Businessplan herausarbeiten

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man das richtige Produkt der falschen Zielgruppe – oder das falsche Produkt der richtigen Zielgruppe anpreist. Insbesondere Gründer sind aufgrund mangelnder Erfahrungswerte nicht davor gefeit, dass sie ihren Zielmarkt komplett falsch und/oder zu groß einschätzen.

Eine ausführliche Marktanalyse im Businessplan ist daher unerlässlich. Dort geht es darum die eigene Zielgruppe kennenzulernen und in einen weiteren Step deinen Wunschkunden detailliert herauszuarbeiten.

Der so erarbeitete Kunden-Avatar ist die “fiktive” Beschreibung deines perfekten Kunden und zeigt im Detail auf, wie dieser ideale Wunschkunde in all seinen Facetten ist. So schaffst du die beste Voraussetzung für zielgerichtetes Marketing und die richtige Ansprache deiner relevanten Zielgruppe.

Konkurrenten und Wettbewerber bestmöglich analysieren

Oftmals ist man der Meinung den Markt und die Wettbewerber bereits bestens zu kennen. Diese Annahmen basieren jedoch auf persönlichen Eindrücken und häufig ersten oberflächlichen Informationen, welche somit selten das tatsächliche Bild wiederspiegeln.

Daher sollte eine intensive Konkurrenzanalyse durchgeführt werden, welche klar aufzeigt, ob dein neues Business auf dem Markt eine Chance hat und sich langfristig gegen die Mitbewerber durchsetzen kann.

Hierfür solltest du alles an Informationen zusammentragen, was du finden kannst. Denn diese dienen letztendlich dazu, das eigene Startup so auszurichten, dass es den größtmöglichen Erfolg auf dem Markt verspricht.

Es ist deshalb wichtig, neben der Anzahl der Wettbewerber und ihrer Angebote, auch intensiv ihre Stärken und Schwächen zu untersuchen, um so einen Weg zu finden, sich mit dem eigenen Angebot von vornherein klar abzuheben.

Das Ergebnis sollte es immer sein, sich mit seinem Angebot klar in einer Nische zu positionieren.

Den richtigen Kapitalbedarf für das Wachstum ermitteln

Klar ist: Wer gründet, benötigt Geld.

Und nur die wenigsten Gründer können sich die detaillierte Beschäftigung mit dem Finanzbedarf ersparen, da sie über genügend Eigenkapital verfügen.

Außer du startest mit einem Laptop-Business, fallen je nach Branche unterschiedliche Investitionssummen an.

Wichtig ist hier, dass du zu deinem Finanzbedarf einen klaren Plan aufstellst. Nur so kannst du erkennen, ob es dir möglich ist selbst zu finanzieren und wie viel Geld du eventuell von anderen benötigst. In fast allen Gründungsszenarien fallen früher oder später Gespräche mit potentiellen Geldgebern an.

Deshalb musst du in der Lage sein, neben deinem Engagement für die eigene Geschäftsidee, die Planung der Zahlen mit Leben zu füllen.

Denn nur realistische Zahlen im Businessplan liefern dir eine Vorschau darauf, ob und wie erfolgreich deine Unternehmung sein wird.

FAZIT:

Der Businessplan ist die Visitenkarte und Rückgrat deines noch jungen Unternehmens. Wer mit seinen Geschäftsunterlagen einen professionellen Eindruck erzeugt, kann nicht nur andere von seiner Idee überzeugen, sondern legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft.

Der Businessplan sollte deshalb mehr als nur eine lästige Pflichtübung für Banken oder Investoren sein. Er hilft dir nicht nur, um eine Finanzierung für die Gründung zu erhalten.

Vielmehr ist er dein ganz persönlicher Fahrplan, um erfolgreich ins Business zu starten.

Die Ausarbeitung eines individuellen Businessplan zwingt dich dazu, die einzelnen Steps deiner Gründung realistisch zu überdenken und exakt zu planen. So werden häufig Schwachpunkte in der Planung entdeckt, wofür Exante eine Lösung gefunden werden. So vermeidest du in der Regel teures Lehrgeld und kannst dich auf das Wesentliche fokussieren, wenn du gestartet bist.

Kommentar hinterlassen on "4 Gründe, warum auch du einen Businessplan brauchst"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


4 Gründe, warum auch du einen Businessplan brauchst

Lesezeit: 4 min
0