EchtPost – Digitales Marketing für KMU mit Postkarten-Mailings

EchtPost Postkarten-Mailings

Ursprünglich im Jahr 2013 mit individuellen Postkarten für Endkunden gestartet, hat Gründerin Anne Buch im letzten Jahr ihr Business nochmal komplett neu gestartet. Da immer häufiger Unternehmen bei EchtPost ihr digitales Marketing in Auftrag gaben, wurde das Geschäftsmodell geändert. Jetzt liegt der Fokus auf Postkarten-Mailings für KMU die wirken.

Anne, kurz und knapp: Pitche Deine Geschäftsidee?

EchtPost ist eine digitale Plattform, über die Unternehmen echte Postkarten verschicken können, um sie für Vertriebs- und Marketingzwecke einzusetzen.

In Zeiten von digitalem Marketing entdecken immer mehr Unternehmen das postalische Mailing wieder – denn im übersichtlichen Briefkasten ist es sehr viel einfacher die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe zu gewinnen als im überfüllten E-Mail-Postfach.

Über EchtPost können Postkarten-Mailings schnell und einfach erstellt und verschickt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Ob zur Pflege seines beruflichen Netzwerkes, als Einladung zur nächsten Messe oder als Kundenbindungsinstrument lässt sich die Postkarte sehr erfolgreich einsetzen.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Ich habe 2013 gegründet, als von Postkarten Apps kaum jemand wusste und hatte die Motivation, die Postkarte ins digitale Zeitalter zu retten.

Meine Zielgruppe waren Endkunden, aber trotzdem kamen immer häufiger Unternehmen auf mich zu, die Werbe-Postkarten über EchtPost verschicken wollten.

Also habe ich im vergangenen Jahr das Unternehmen noch einmal neu gegründet, zusammen mit zwei Software-Entwicklern, und wir haben die Plattform auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen hin optimiert.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Über EchtPost können Unternehmen komplett eigenständig postalische Mailings in Form von Postkarten verschicken. Die Abwicklung erfolgt also ganz bequem digital, im Briefkasten landet trotzdem eine echte Postkarte.

Wir sind davon überzeugt, dass das individuelle Kundenverhältnis für den Geschäftserfolg essentiell ist, daher können auch einzelne Postkarten verschickt werden und Mailings lassen sich natürlich personalisieren.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Wir richten uns insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, sowohl im B2B als auch im B2C Bereich. Viele unserer Kunden sind im Vertrieb oder als Dienstleister tätig und pflegen ein persönliches Verhältnis zu ihren Kunden.

Größere Unternehmen nutzen vor allem die Mailing-Funktion von EchtPost, beispielsweise für Messeeinladungen oder Weihnachtskarten.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Wir setzen auf Bootstrapping.

EchtPost ist also komplett eigenfinanziert und soll es auch bleiben. Die Vorlaufzeit war sehr gering: Im Mai habe ich meine späteren Co-Gründer angesprochen, im Oktober sind wir mit EchtPost online gegangen.

Aber das war nur möglich, weil ich EchtPost vorher schon mehrere Jahre im Endkundenbereich geführt und das Business-Modell auf den Weg gebracht habe.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Für jede versendete Postkarte zahlt der Kunde, das Geschäftsmodell ist also denkbar einfach. Das Geschäftsmodell skaliert sehr gut, je mehr Postkarten verschickt werden, desto günstiger ist die Produktion.

Diese Rabatte geben wir natürlich an unsere Kunden weiter: Je größer das Postkarten-Mailing, desto geringer der Stückpreis pro Karte.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Wir sind mit der Postkarten-Plattform für Unternehmen noch keine drei Monate online, setzten aber voll auf die Wirkung von PR, denn die wenigsten Unternehmen haben auf dem Plan, dass Sie Postkarten für Marketing und Vertrieb einsetzen können und suchen entsprechend auch nicht nach dieser Möglichkeit.

PR hat auch in der Vergangenheit die größten Effekte gebracht, als ich im Endkundengeschäft unterwegs war: Das Highlight war eine Erwähnung auf Spiegel Online, da gingen die Postkartenversände rasant in die Höhe.

Welche Vision verfolgst Du und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Wir wollen unseren Kunden das Beste aus der digitalen und analogen Welt bieten und dafür sorgen, dass Sie Ihre Botschaften mit Hilfe der Postkarten auf aufmerksamkeitsstarke Weise verbreiten können.

Dafür möchten wir auf dem Markt die einfachste Software und die kreativsten Motive anbieten.

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Eigentlich sind es vier Tools, auf die ich nicht verzichten kann: Unser Team arbeitet nicht jeden Tag aus dem gleichen Büro, daher ist Slack als Kommunikationstool essentiell für unsere Zusammenarbeit.

Im Vertrieb steht CentralStationCRM im Fokus, eine einfache CRM-Software für kleine Unternehmen, die von meinen beiden Mitgründern entwickelt wurde. Hier bilden wir die gesamte Kundenkommunikation ab.

Für meine täglichen To Dos und als zentraler Speicherort für Ideen nutze ich Trello.

Und als viertes Tool darf EchtPost nicht fehlen, denn natürlich setzen wir Postkarten selbst an vielen Stellen ein, beispielsweise in der Akquise und als Kundenbindungsinstrument.

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg bedeutet für mich, dass ich EchtPost erfolgreich etablieren kann, und kleinen Unternehmen somit die Möglichkeit gebe, Vertrieb und Marketing zu optimieren. Ich arbeite für die Sache und nicht für einen möglichen Exit.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Ich habe EchtPost zunächst als Einzelunternehmerin gegründet und dabei unterschätzt, wie wichtig es ist, die technische Kompetenz in house zu haben, wenn man ein digitales Startup gründet.

Die Kernkompetenzen sollten daher meiner Meinung nach immer im Unternehmen abgebildet werden können.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Jeder sollte sich fragen, ob er für seine Idee wirklich brennt und mit Leidenschaft daran arbeiten möchte. Denn zu jeder Gründung gehören neben Höhen auch Tiefen und diese zu überwinden, ist sehr viel leichter, wenn man das, was man macht, nicht nur für Geld tut.

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Drei Worte sind ein bisschen wenig, aber wenn ich überlege, welche drei meiner Eigenschaften für die Unternehmensgründung besonders wichtig sind, dann würde ich sagen – ausdauernd, optimistisch und überzeugend.

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