Förder-Frust beenden: Wie Agonius mit KI an staatliche Gelder navigiert

Viele lukrative Fördergelder für Startups und KMU bleiben ungenutzt – oft wegen bürokratischer Hürden und mangelnder Übersicht. Aus dieser Frustration heraus gründete Christopher Hilgert die Fördermittelplattform Agonius. Im Interview erklärt er, wie er und sein Team Unternehmen per KI zielsicher zur passenden Förderung führen und den gesamten Antragsprozess radikal vereinfacht.

Christopher, kurz und knapp: Pitche Deine Geschäftsidee?

Agonius ist eine KI-gestützte Fördermittelplattform mit persönlicher Beratung für Startups und KMU, die Förderprogramme (z.B. für Innovations-, Digitalisierungs- und F&E-Vorhaben) strukturiert mit Unternehmen matcht und passende Förderungen nach realistischen Erfolgschancen rankt.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Zu sehen, dass viele Startups und Unternehmen Chancen auf Förderungen nicht nutzen (können) und gleichzeitig so wenig Support von staatlicher Seite da ist, hat uns sehr frustriert. 

Daraus ist unsere Idee für die Fördermittelplattform entstanden, mit der wir es so einfach wie möglich machen wollen, die wirklich passenden Förderungen zu finden und auch erfolgreich zu beantragen. 

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir arbeiten daran, alle Aspekte von Förderungen abzudecken – von der effizienten Suche nach passenden Förderungen, über das Finden von Partnern (sowohl für die Umsetzung von Förderprojekten als auch für Verbund-Förderungen), die erfolgreiche Antragstellung bis zur Abwicklung nach Erhalt der Förderung. 

Damit grenzen wir uns von Einzellösungen und Anbietern ab und bieten ein Gesamtpaket von A bis Z rund um Förderungen.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Wir arbeiten zur Zeit vor allem mit Gründern, Startups und Scaleups zusammen und erweitern unsere Kontakte aktuell um Mittelständler und Universitäten.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Wir haben vor etwa 1,5 Jahren damit angefangen, die Plattform von Scratch aufzubauen und haben bisher ca. 30k€ in die Plattform investiert, die wir in Zukunft noch um einige spannende Features erweitern werden. Dabei werden wir natürlich auch selbst Förderungen nutzen.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Unsere Plattform ist in der Basisversion kostenfrei. Das heißt, man kann die KI-gestützte Suche nach Förderungen und eine individualisierte Förderdatenbank nutzen, plus Nutzer erhalten regelmäßige, individualisierte News zu neuen Förderungen oder Änderungen. 

Erweiterte Features, wie ein individueller „Förder-Fahrplan“, kann man einzeln dazu buchen. Wir tragen uns aktuell aber noch vor allem durch die Beratung bei der Antragstellung.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Die größte Bekanntheit bekommen wir aktuell durch Veranstaltungen, bei denen wir Gast sind oder selbst pitchen. 

Zusätzlich erzielen wir über unsere Website, sowohl über SEO als auch über SEA-Kampagnen, eine große Reichweite. Und das persönliche Netzwerk bzw. persönliche Empfehlungen spielen eine sehr große Rolle, insb. im B2B-Geschäft, wo alles auf Vertrauen aufbaut.

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Wir verfolgen die Vision, die Plattform als zentrale Anlaufstelle für Fördermittel zu etablieren. 

Die Plattform soll Unternehmen entlang des gesamten Förderprozesses begleiten: Von der initialen Fördersuche, über den daten-basierten Vergleich und Priorisierung geeigneter Förderprogramme, bis hin zur fachlich begleiteten Antragstellung und dem Mittelabruf. 

Wenn wir irgendwann lesen würden: Agonius ist DIE Plattform für alles rund um das Thema Förderung, wären wir sehr stolz!

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Langdock, n8n und unsere eigene Fördermittel-Plattform.

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Für mich persönlich, wenn ich anderen helfen kann. Ich war sehr glücklich über die viele Unterstützung, die wir vor allem am Anfang unserer Gründung bekommen haben und wenn ich mein Wissen und mein Netzwerk anderen zugänglich machen kann, dass sie erfolgreich werden, ist das für mich Erfolg.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Zu denken „meine Idee könnte ja geklaut werden“ und deswegen nicht mit anderen über die eigene Idee sprechen. Aber ohne Gespräche und Feedback kann man aus meiner Sicht kein erfolgreiches Produkt bzw. Startup aufbauen. 

Also geht raus und holt euch so viel Feedback wie möglich, damit schärft ihr eure Idee und könnt als Gründer wirklich erfolgreich werden!

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Für welches Problem ist mein Kunde wirklich bereit etwas zu bezahlen?

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Analytisch, transparent & neugierig

DANKE, FÜR‘S ZU ENDE LESEN!

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