Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: foodist.de – Abocommerce für Gourmets

Handgefertigte Delikatessen und exklusive Gourmet-Produktproben jeden Monat quasi im Abo nach Hause geliefert bekommen? Das ist die spannende Idee hinter dem StartUp foodist.de aus Hamburg. Wie Abocommerce in diesem hochwertigen Umfeld funktionieren soll, darüber sprachen wir mit Alexander Djordjevic, einem der Gründer von Foodist:

Herr Djordjevic, wie funktioniert das Prinzip von Foodist?

Foodist ist ein Anbieter von hochwertigen Gourmetprodukten ausgewählter Manufakturen aus ganz Europa. In der „Foodist Box“ werden die Kunden monatlich mit einer Selektion handgefertigter Delikatessen überrascht, die sie über den Onlineshop foodist.de nachbestellen können. Inspiriert durch das Startup Glossybox, die im monatlichen Abonnement Beautyproben an ihre Kunden versenden, setzt Foodist mit seiner „Foodist Box“ auf die Neugier der Kunden für hochwertige Lebensmittel.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Foodist wurde im August 2012 in Hamburg gegründet. Unsere Website haben wir am 6. Oktober gelauncht.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Bei einem gemeinsamen Brunch stieß Ole in Alexander´s Kühlschrank auf ausgefallene Gourmetprodukte. Diese hatte Alexander für den Onlineshop „ecogourmet.de“ von Andreas fotografiert. Ole war sehr an den Produkten und der Website interessiert, da er bereits über einen längeren Zeitraum amerikanische Geschäftsmodelle im Gourmetbereich beobachtete. Daraufhin fanden regelmäßig Treffen statt, in denen wir unsere Gedanken über den Online Lebensmittelmarkt austauschten, daraus entwickelten wir gemeinsam das Konzept Foodist.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren?

In den USA existiert der Anbieter „Lovewithfood“, der ebenfalls monatlich Gourmetprodukte an seine Kunden im Abonnement verschickt. Besonders beim Design haben wir uns an amerikanischen Anbietern orientiert, da viele eine deutlich ansprechendere Bildsprache gewählt haben, als deutsche Onlineplattformen von Gourmetprodukten.

Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept? Was unterscheidet es von ähnlichen Ansätzen?

In Deutschland etablieren sich aktuell zunehmend Abonnement-Anbieter von Kochboxen. Wir beobachten den Abocommerce Trend wohlwollend, denn jedes einzelne Startup stärkt das Bewusstsein für den Onlinehandel mit Lebensmitteln, der noch vor einigen Jahren in Deutschland deutlich skeptischer gesehen wurde.

Unser Abomodell beruht zwar ebenfalls auf Lebensmitteln, jedoch zielen wir nicht darauf ab, dem Kunden die Frage „Was soll ich kochen?“ abzunehmen, sondern bringen monatlich mit der „Foodist Box“ dem Kunden handgefertigte Delikatessen näher. Unsere Geschäftsidee beruht auf der Neugier nach neuen, hochwertigen Lebensmitteln, die im Einzelhandel fast nicht zu finden sind und der Vorfreude monatlich überrascht zu werden.

Ein Beispiel für die FoodistBox

Neben der Tatsache, dass viele schlichtweg die Manufaktur nicht kennen, stellt der Preis für hochwertige Lebensmittel eine weitere Barriere dar, um die Produkte zu testen. Der Warenwert unserer „Foodist Box“ liegt weit über dem Verkaufspreis von monatlich 20 € und ist bestückt mit 5-7 Produkten in kleineren Einheiten. Der Kunde kann über unseren Shop www.foodist.de die Produkte in größerer Einheit nachbestellen, die im gefallen haben.

Unsere Manufakturen entdecken wir dabei in ganz Europa und beschränken uns nicht nur auf den deutschen Markt. Aktuell führen wir beispielsweise Pralinen aus Dänemark, Whisky aus den schottischen Hebriden oder ein Soufflé aus Österreich. Darüber hinaus wollen wir uns auch durch das Design und die Bildsprache vom Wettbewerb im Online-Handel differenzieren. Zudem können die Kunden saisonal wechselnde Themenboxen mit aufeinander abgestimmten Produkten einmalig im Shop erwerben, die sich perfekt als Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen oder Valentinstag eignen.

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Sowohl unsere Beobachtungen auf Food-Messen und auf Wochenmärkten, als auch unsere aktuelle Kundschaft lassen keinen Rückschluss zu, unsere Zielgruppe nach Alter, Geschlecht oder Familienstand zu segmentieren. Vielmehr bilden die bewusste Einstellung zu Ernährung und die Zahlungsbereitschaft für Qualität übereinstimmende Merkmale. Wir möchten alle Personen ansprechen, die Essen als kleine Belohnung im Alltag sehen, die in der Freizeit gerne Kochen und Essensliebhaber, die im Supermarkt auch mal eine Verpackung umdrehen, um zu schauen was sie eigentlich essen, bevor sie das Produkt kaufen.

Wie möchten Sie Ihre Idee vermarkten?

Alexander Djordjevic

Zur Vermarktung stehen drei Kanäle im Fokus. Erstens werden wir die Geschichte der Menschen hinter den Produkten in Form von Texten, Bildern und Videos über die Sozialen Medien wie facebook, youtube oder unseren eigenen Blog erzählen. Hierzu fahren wir demnächst mit einer Kamera im Gepäck zu einigen Manufakturen. Zudem existiert kaum ein schöneres Thema als Essen, über das sich Menschen so angeregt über die Sozialen Medien austauschen können.

Ein gutes Beispiel hierfür sind die unzähligen Essensbilder, die aus dem Restaurant oder vom selbst zubereiteten Abendessen auf facebook gepostet werden. Klassische Onlinemarketing-Maßnahmen wie Suchmaschinen- und Banner-Werbung bilden den zweiten Baustein zur Vermarktung. Hierbei soll in erster Linie Reichweite aufgebaut werden, um neue Kunden anzusprechen.

Ergänzt wird das Onlinemarketing durch Newsletter, um bestehende Kundenkontakte zu pflegen. Die dritte Säule bildet PR: Wir freuen uns bereits über Zusagen von Magazinen, die über Foodist berichten möchten.

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Den Kern des Teams bilden die Gründer Andreas Brandt (59), Alexander Djordjevic (25) und Ole Schaumberg (23), die alle drei auch Geschäftsführer sind. Strategische Entscheidungen zum Geschäftsmodell werden gemeinsam getroffen. Im operativen Geschäft verantwortet Andreas den Bereich Logistik und Lieferantenmanagement, Alexander das Marketing und die Kommunikation und Ole das Controlling und Shopmanagement.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Die Gründung verfolgt langfristig das Ziel, foodist.de als marktführende Plattform in Deutschland für Lebensmittelmanufakturen zu etablieren. Hierfür gilt es das Geschäftsmodell so auszurichten, dass es in ein paar Jahren profitabel geführt werden kann. Kurzfristig verfolgen wir konkret für das kommende Jahr das Ziel, monatlich über 1000 Abonnenten mit der „Foodist Box“ zu überraschen.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Zur Zeit werden wir sehr gut von der Firma „adwerft“ in IT-Angelegenheiten und in der PR-Arbeit von „Fox PR“ unterstützt. Dennoch würden wir uns über Initiativbewerbungen für Praktikantenstellen in unserem Hamburger Startup freuen, besonders gerne Bewerber mit IT-Kenntnissen. Und selbstverständlich sind wir ständig europaweit auf der Suche nach Manufakturen, die auch Produkte in Probiergrößen für unsere monatliche „Foodist Box“ bereitstellen möchten.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Der Werdegang von unserem „Seniorpartner“ Andreas ist wirklich sehr komplex, da er weltweit in verschiedenen Bereichen Erfahrungen gesammelt hat. Als letzte wesentliche Stationen wären die Gründung des Gutshof Wulksfelde am Hamburger Stadtrand und die Gründung des Onlineunternehmens cityfarming zu nennen.

Alexander und Ole haben beide im Oktober erfolgreich das duale Studium an der Hamburg School of Business Administration abgeschlossen. Während Alexander bei der arko GmbH Praxiswissen im Lebensmittelhandel sammelte, konnte Ole innerhalb der OTTO Group viele lehrreiche Erfahrungen für Onlinegeschäft mitnehmen.

1 Kommentar zu "Gründer und ihre Geschäftsidee vorgestellt: foodist.de – Abocommerce für Gourmets"

  1. Wir sind auf die Weihnachtsbox gespannt! :-)

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