Matchachin bringt einzigartigen Tee-Energydrink nach Deutschland

Tee-Energydrink

Entdecke jetzt die Kaffee Alternative. Die Story von Matachachin erzählt von den Quichua Indianern in Ecuador, dem Guayusa-Tee-Anbau im Regenwald und viel Herz und Unterstützung für die Aufforstung des Regenwaldes und andere Hilfsprojekte in Ecuador. Mehr zum Energydrink-Ersatz direkt vom Gründer Joshua van Dijk.

Joshua, kurz und knapp: Erkläre uns die Geschäftsidee?

Matchachin gibt es seit zwei Jahren. Unser StartUp-Projekt wurde in Kooperation mit der Tausendkraut GmbH und einem Entwicklungshilfe-Projekt in Ecuador ins Leben gerufen.

Die dort heimischen Quichua-Indianer im Amazonas trinken seit Generationen einen Energy-Tee mit Blättern des Guayusa Baumes, dessen Blätter es echt in sich haben! Guayusa wurde daher bereits vor hunderten von Jahren im Urwald von den Indianern kultiviert und

Matchachin bringt diesen einzigartigen Energydrink nun nach Deutschland!

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Bevor ich Matchachin ins Leben gerufen habe, war ich bereits Geschäftsführer der Tausendkraut GmbH – einem Online-Shop, auf dem BIO Kräuter, Tees und Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden.

Zu Matchachin und der Guayusa-Idee kam ich durch Pablo – einem ehemaligen Mitarbeiter der deutschen Entwicklungshilfe in Ecuador. Er fand mich über einen Bekannten und besuchte mich in Deutschland.

Im Gepäck hatte er einige Proben des Guayusa-Energy-Tees. Er stellte mir sein Quichua-Indianern-Hilfsprojekt und die Tradition des Guayusa-Anbaus in Ecuador vor.

Google spuckte für Deutschland damals kaum etwas zu diesem Thema aus. Dafür war Guayusa im Ausland, speziell in den USA, schon ein großes Thema. Hollywood-Stars wie Leonardo DiCaprio und Channing Tatum hatten bereits in Guayusa-Projekte investiert. Das konnte ich auch sofort nachvollziehen, als ich die erste Tasse dieses Tees probierte und seine Wirkung spürte.

Kurz darauf flog ich mit Pablo nach Ecuador und lernte sein Projekt selbst hautnah kennen. Was ich dort erleben durfte, zündete die Idee für das StartUp Matchachin.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Guayusa ist eine einzigartige Pflanze, die perfekt als Kaffee-Alternative und Energydrink-Ersatz herhalten kann, denn in den Guayusa-Blättern wurden schon Koffein-Messwerte von 17,3% erreicht!

Durch den hohen Gehalt an Koffein und L-Theanin steigert der Tee die Leistung und Konzentration und ist dabei erfahrungsgemäß viel verträglicher als Kaffee. Eine positive Nebenwirkung können außerdem luzide Träume sein.

Darunter versteht man, dass der Träumende sich bewusst ist, in seinem eigenen Traum zu sein, wodurch er ihn gezielt steuern kann. Die Quichua-Indianer setzen diese Wirkungen gezielt ein, um hochkonzentriert bei der Jagd zu sein, oder die Jagdabläufe vorhersagen zu können.

Besonders stolz sind wir bei Matchachin hierbei auf die enge und faire Zusammenarbeit mit den Indianer-Gemeinden. Es ist ein sehr wertvolles gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir kaufen nicht nur einfach irgendwo einen Rohstoff ein, sondern arbeiten Hand in Hand mit den Gemeinden. Wir sehen sie nicht nur einfach als Lieferanten an, sondern als einen festen Bestandteil des gesamten Matchachin-Projektes.

So ist es möglich, dass sie ihre Authentizität, ihre typische und eigene Kultur erhalten können und dabei trotzdem an der Moderne teilhaben und sogar dabei mit ihren Produkten in den internationalen Handel einsteigen.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Im Prinzip hat Guayusa die gleichen Zielgruppen wie Kaffee und Energydrinks, entsprechend ist der mögliche Markt riesig.

Den Fokus legen wir jedoch für den Anfang auf Menschen, die an einer umweltbewussten, spirituellen und gesundheitsbewussten Lebensweise interessiert sind. Aber auch Sportler oder Menschen mit einem hohen Bedarf an Konzentration wie z.B. Studenten erreichen wir schon jetzt.

 

Aufgrund der speziellen Eigenschaften des Guayusa-Tees und unserer Unternehmens-Ethik sehen wir hier momentan die größten Schnittstellen.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Richtig gestartet wurde das Projekt 2014 durch Pablo in Ecuador mit dem ersten Aussetzten von Guayusa-Stecklingen.

Anfangs brauchte es dafür nur ein paar kleine landwirtschaftliche Werkzeuge und Maschinen – aber vor allem sehr viel „Handarbeit“. Die Indianer und Pablo forsteten brache Landwirtschaftsflächen, die an den Regenwald grenzten, wieder mit Regenwald auf und ließen hier Lichtungen frei – sogenannte Chakras (Waldgärten). Hier pflanzten sie dann die ersten 12.000 Guayusa-Bäume.

Die Stecklinge sammelte man landesweit in Indianer-Gemeinden ein. Das Land Ecuador sowie die Universität Quito unterstützten das Projekt von Beginn an. Dadurch konnte der Koffeingehalt der Mutterpflanzen vorher geprüft werden und so die potentesten Pflanzen ausgewählt werden – ohne große Kosten.

Die ersten größeren Ausgaben wurden dann 2016 für eine Trocknungsmaschine und ein Gebäude fällig, in dem die Ernte verarbeitet werden konnte.

Leider hatten wir danach auch noch einmal unvorhergesehene Kosten für Anwälte und Gutachter. Da Guayusa neu in Europa war, mussten wir erst beweisen, dass es sich um ein verkehrsfähiges Lebensmittel handelt.

Aufgrund der Infrastruktur des schon bestehenden Unternehmens Tausendkraut waren die Posten Produktion, Verpackung, Lager und beginnender Vertrieb in Deutschland überschaubar. Alles in allem sind aber trotzdem bereits weit über hunderttausend Euro geflossen, um dieses Projekt zu dem Punkt zu bringen, wo wir heute stehen.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Den Break-Even-Point haben wir bisher noch nicht erreicht. Wir investieren weiterhin viel in unser Projekt.

Nicht nur in den Bereichen Marketing, Design und Vertrieb, die momentan sehr wichtig sind, sondern auch beim Thema Qualität. Gerade im Moment schließen wir daher die BIO-Zertifizierung der Waldgärten ab, damit es in Kürze unseren Guayusa-Energy-Tee auch mit BIO-Siegel gibt.

Durch mein erstes und schon erfolgreiches Unternehmen Tausendkraut können wir bis dato noch alle Investitionen tragen. Doch auch jetzt können wir schon stolz verkünden, dass sich die Verkaufszahlen Monat für Monat hervorragend entwickeln und entsprechend auch schon vieles durch den Verkauf an sich finanziert werden kann. Kein Wunder – wer den Tee einmal probiert, weiß wieso.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Wir konnten zu Beginn über eine YouTube Talk-Runde die ersten Menschen erreichen und ihnen so von Guayusa erzählen. Dies führte dazu, dass einige Blogs und Influencer auf uns aufmerksam wurden und so ging Guayusa step by step immer viraler.

Des Weiteren waren wir natürlich auch auf mehreren Messen vertreten. Aber am erfolgreichsten war und ist für uns das Internet mit seinen sozialen Medien. Wir arbeiten mit Influencern und mit eigenen Werbe-Kampagnen auf Facebook und Instagram sehr erfolgreich.

Die lukrativste Aktion war ein Artikel über das Klarträumen als mögliche Nebenwirkung durch Guayusa. Ein bekannter Buchautor und Persönlichkeitstrainer sah unser YouTube Video und probierte Guayusa. Über seine Erfahrungen schrieb er einen sehr guten Artikel, der mit einem kleinen extra Push sehr viral ging.

Welche Vision verfolgst Du und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Die Schlagzeile : „Matchachin bringt ersten Energiedrink mit komplett kompostierbarer Dose auf den Markt – und rettet damit ganz nebenbei den Regenwald“.

Wir möchten mit Guayusa den Getränkemarkt revolutionieren. Weg von ungesunden und überzuckerten Energydrinks, hin zu fair gehandeltem Guayusa-Tee als wachmachende Alternative. Dabei setzen wir auf Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, biologische Landwirtschaft und fairen Handel bei jedem unserer Schritte.

Unser Tee wird heute und zukünftig auf traditionelle Art von den Quichua-Indianern mitten im Amazonas angebaut und verarbeitet. Dabei verzichten wir gänzlich auf umweltschädliche Substanzen, wie chemische Dünger, Pestizide oder Fungizide. So werden in Kürze unsere Produkte das BIO-Siegel tragen. Dazu kommt eine neue und vollkompostierbare Verpackung aus BIO-Plastik, in die unser Tee verpackt wird.

Unser Firmenziel ist es, Guayusa von Matchachin europaweit in die Regale zu bringen und die Menschen von der gesunden Alternative zu Kaffee und Energydrinks zu überzeugen.

Dafür arbeiten wir schon im Hintergrund an einem Fertiggetränk – einem Energydrink aus Guayusa in einer umweltschonenden, kompostierbaren Verpackung. Dieses Vorhaben ist momentan großer Teil unseres Wirkens.

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Die Instagram- und die Facebook-App sind gleichermaßen oft auf meinem Handy geöffnet, um alle Social-Media-Interaktionen zu checken und auf Fragen zu reagieren. Außerdem glüht unser E-Mail-Postfach regelmäßig, weshalb ein E-Mail-Programm – egal ob auf dem Laptop oder auf dem Handy – natürlich immer in Reichweite sein muss.

Auf der Arbeit darf aber natürlich auch eine Tasse Tee mit Guayusa nicht fehlen, wir müssen schließlich hoch konzentriert bleiben!

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg bedeutet für mich, dass man mit dem, was man tut zufrieden ist und zu 100% hinter seinem Unternehmen stehen kann.

Wir sind mit Matchachin ein umweltbewusstes, nachhaltiges und faires Unternehmen und genau das leben wir auch Tag für Tag. Wir möchten ein gutes Gefühl bei unserer Arbeit haben und wissen, dass an keiner Stelle der Produkt-Kette irgendjemand zu kurz kommt.

Außerdem heißt Erfolg auch manchmal den Kopf nicht hängen zu lassen und immer weiter für seine Sache zu kämpfen, auch wenn manche Grenzen unüberwindbar scheinen. Es gibt immer irgendwie einen Weg und wenn die gesteckten Ziele nacheinander erreicht werden, macht das unglaublich stolz.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Man sollte immer vermeiden zu lange zu warten, bis man an die Öffentlichkeit geht. Denn das „Projekt“ ist nie fertig, nie perfekt und nie abgeschlossen. Veränderung ist die einzige Konstante im Leben.

Von daher kann man am besten gleich loslegen und auch öffentlich zeigen, was man gerade aufbaut. Die Webseite muss noch nicht zu 100% fertig sein, wenn man online geht. Das war damals mein größter Fehler – zu warten bis alles fertig war. Dadurch hatte ich damals viele Monate verloren, in denen ich schon Aufmerksamkeit auf Matchachin hätte lenken können.

Erfahrungsgemäß finden die Kunden es auch sehr spannend „live“ bei der Entwicklung dabei zu sein. Das festigt die Beziehung zum StartUp ungemein. Auch wenn die erste Webseite, die Flyer oder die Verpackung am Anfang noch etwas unprofessionell wirken, macht das nichts – das Feedback dafür wird bereitwillig gegeben und ist Gold wert. Dadurch kann im nächsten Schritt die Webseite und alle weiteren Materialien perfektioniert werden.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Stehe ich zu 100% hinter meinem Produkt und kann ich es in 25 Jahren noch immer gutheißen, weil es kein schneller Trend war?

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Weltverbesserer, Unternehmer, Energy-Tee-Junkie

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