Neuer Megatrend 2021 – Meine-Kartenmanufaktur das Spreadshirt der Kartenwelt?

Spielkarten selbst gestalten

Ein neues online Startup versucht in die Fußstapfen der Spread Group zu treten. Was sprd.net AG seit 2002 auf dem T-Shirt-Markt geschafft hat, will meine-kartenmanufaktur.de nun auf dem Kartenmarkt erreichen. Wir wollen herausfinden, was hinter dem eigenen Markplatz für Kartenkünstler steckt. Deshalb haben wir Oliver Schimek, Geschäftsführer der Digital Print Group, zum Gespräch eingeladen. 

Oliver Schimek, kurz und knapp: Pitche Eure Geschäftsidee?

Insbesondere seit Beginn der weltweiten Corona-Pandemie steigt das Interesse am ortsunabhängigen Arbeiten. Viele Menschen überlegen, sich von haupt- oder nebenberuflich selbstständig zu machen. Gerade kreative Köpfe, suchen einen Weg, mit ihrer künstlerischen Ader Geld zu verdienen. 

Unsere Idee ist es, künstlerischen Menschen eine Plattform anzubieten. Auf dieser können sie Karten zu unterschiedlichsten Anlässen kreieren und auch verkaufen. Dafür brauchen die Menschen weder fundierte Computer- noch Grafik-Designer-Kenntnisse. Die Investition ist extrem gering, vor allem, wenn bereits ein Laptop oder Tablett vorhanden ist. Innerhalb weniger Minuten ist ein eigener Kartenshop eröffnet und kann direkt mit selbst erstellten Designs bestückt werden. 

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Wir sind eine alteingesessene Druckerei. Bei uns ist es seit vielen Jahren möglich, dass Kunden ihre Einladungs-, Dankes-, Tisch- und Menükarten individuell gestalten. 

Dabei sind uns immer wieder Menschen aufgefallen, die mit unfassbar viel Kreativität und Liebe ihre ans Werk gehen. Selbst unsere Inhouse-Grafiker waren begeistert von den Ergebnissen. Eine interne Kundenumfrage hatte ergeben, dass viele der Kartenkünstler gerne einen eigenen Shop eröffnen würde. Die Corona-Krise hat diesen Wunsch bei vielen Umfrageteilnehmern noch verstärkt. 

Den meisten Menschen fehlten aber Basics wie das technische Know-how, die Ausrüstung und oftmals auch die Zeit. Die Idee war geboren, den Kreativen eine Plattform anzubieten. Nach dem Vorbild von Spreadshirt wollten wir den Künstlern gerne einen Raum offerieren, um einen eigenen Online-Shop mit ihren Karten zu eröffnen. Die Idee setzten wir 2021 in die Realität um. Seit Juli steht unser Marktplatz den Interessierten zur Verfügung. 

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir stellen den Kunden einen kostenlosen Shop zur Verfügung. Sie können unseren Designer nutzen und dort nach Lust und Laune Karten gestalten. Anders als bei vielen anderen Editoren können bei uns verschiedenste Elemente bearbeitet werden. So kann sich der Künstler kreativ austoben. Er verwirklicht genau seinen Style und seine Vorstellungen. 

Im Hintergrund wird unsere hochmoderne Technik und langjährige Expertise verwendet. Wir übernehmen den Druck der Karten auf unseren Hochleistungsprintern. Auch Lieferung und Abrechnung laufen über uns. 

Ein großer Vorteil für die Künstler ist, dass sie ihre Werke auf unserer Webseite ausstellen dürfen. Dadurch erhalten sie direkt eine große Reichweite. So können sie sich teure Werbekampagnen sparen. 

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Unsere Zielgruppe sind Menschen, die einzigartige Geburtstags-, Tauf- und Weihnachtskarten kreieren und vertreiben wollen. 

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Unser Investment belief sich lediglich darauf, die Webseite zu verändern. Wir mussten den Marktplatz und den Shop für die Verkäufe der Kartendesigner aufsetzen und implementieren. Die Vorlaufzeit von der Idee bis zur Realisierung betrug nur rund vier Monate. 

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Bestellt ein Kunde bei einem der Kartendesigner stellen wir einen Mindestpreis für Druck und Versand in Rechnung. Dadurch generieren wir Einnahmen. Der Kartendesigner entscheidet, wie viel er an dem jeweiligen Kartenmodell verdienen möchte. Die mögliche Spanne liegt zwischen 0 und 200 Prozent. 

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdest Du gerne mal über das Unternehmen lesen?

Cool wäre, wenn wir tatsächlich in die Fußstapfen von sprd.net AG steigen würden. Also wäre meine Lieblingsschlagzeile: Meine-Kartenmanufaktur das Spreadshirt der Kartenwelt.

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Für mich bedeutet persönlicher Erfolg, dass ich meine Ideen realisiere und sie beim Kunden genauso viel Begeisterung auslösen wie bei mir. 

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Gerade als Gründer übernimmt man oft alle möglichen Aufgaben – von der Wasserbestellung über Buchhaltung, Marketing und Vertrieb. Anfangs ist es sicherlich gut, alle Abläufe des Unternehmens selbst gemacht zu haben. Aber es ist wichtig, sich auf seine Fähigkeiten, Talente und Kernkompetenzen zu fokussieren. Deshalb rate ich jedem Gründer, sich so schnell wie möglich Experten ins Boot zu holen. Diese Experten unterstützen in den Bereichen, die einem selbst nicht liegen. 

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

“Will ich das wirklich?” Überall wimmelt es vor Erfolgsgeschichten und Geschäftsideen. Wenn wir selbst ein Unternehmen gründen, sollten wir das in einem Bereich machen, der uns begeistert. Ich rate bei jeder Entscheidung zu hinterfragen, ob wir sie wirklich wollen oder aus Vernunftgründen treffen. 

Nur wenn wir 100 Prozent hinter dem Unternehmen, der Geschäftsidee und unseren Alltagsentscheidungen stehen, erfüllt uns die Arbeit. Selbst Rückschläge sind verdaubar, wenn die ursächlichen Entscheidungen aus tiefster Überzeugung getroffen wurden. 

Mit welchen drei Worten würdest Du Dich selbst beschreiben?

Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen visionär, strukturiert und gelassen. 

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