My Real ID – Selbstauskünfte standardisiert verwalten

Digitale Selbstauskunft

Bei der Immobiliensuche will My Real ID den traditionellen Bewerbungs- und Vermittlungsprozess vollständig ändern. Mit ihrer neuartigen Plattform möchte man nichts weniger als der Marktführer im Bereich der digitalen Selbstauskunfts- und Immobilienvermittlungsportale werden. Mehr zur Geschäftsidee im Gründerinterview:

Herr Hammermann, kurz und knapp: Erklären Sie Ihre Geschäftsidee?

Wir von My Real ID verändern den traditionellen Bewerbungs- und Vermittlungsprozess von Immobilien dahingehend, dass Selbstauskünfte dem Anbieter nun schon vor Besichtigungsterminen digital zur Verfügung gestellt werden.

Dies ist bisher nicht der Fall und am Markt einzigartig ebenso wie die Möglichkeit, dass Anbieter diese Selbstauskünfte nach eigenen Wunschkriterien beliebig verwalten und filtern können.

Die digitale Verwaltung von Selbstauskünften wird dabei in eine einfach zu bedienende Online-Immobilienplattform eingebettet, die alle an einer Immobilienvermittlung beteiligten Prozesse komplementär und effizient abdeckt.

Was genau war der Auslöser für den Start eines eigenen Business?

Der konkrete Praxisbezug ist das, was uns auszeichnet. Dieser Umstand liegt eben auch darin begründet, dass Herr Brosi als einer unserer Gesellschafter selbst Immobilienverwalter ist.
Mit großem Herzblut leitet er neben seiner Tätigkeit bei My Real ID erfolgreich ein mittelständisches Immobilienunternehmen. Aufgrund dessen ist er stets mit den alltäglichen Herausforderungen eines Immobilienbesitzers und –verwalters konfrontiert.

Insbesondere die Problematik, einen neuen Mieter schnell, einfach und kostengünstig zu finden und dabei empfangene Selbstauskünfte standardisiert verwalten und filtern zu können, repräsentiert den Kern der Idee hinter My Real ID.

Was macht Ihr Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

My Real ID strukturiert den gesamten Bewerbungs- und Vermittlungsprozess von Immobilien von Grund auf neu. Selbstauskünfte werden darüber hinaus erstmals standardisiert und digital verfügbar gemacht. Diese liegen dem Anbieter nun schon vor dem Besichtigungstermin für eine Immobilie vor.

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe bzw. wer sind Ihre Wunschkunden?

My Real ID bietet als eines der ersten Branchenunternehmen eine Komplettlösung für den komplexen Bewerbungs- und Vermittlungsprozess von Immobilien an.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass alle potenziellen, an einem Bewerbungs- und Vermittlungsprozess einer Immobilie beteiligten Parteien einschließlich Immobilienverwalter/-anbieter, Makler und Interessenten entsprechend ihrer Kerninteressen in diesen Prozess integriert werden.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Hierbei handelte es sich um eine Summe im sechstelligen Bereich. Letztlich dauerte es fast drei Jahre, bis wir tatsächlich mit der Umsetzung des Projekts beginnen konnten.

Dies hat insbesondere damit zu tun, dass es sich um eine hochkomplexe Plattform handelt, die ein entsprechend fähiges Team sowie monetäre Mittel im Hintergrund benötigt, um erfolgreich umgesetzt werden zu können.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchen Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Hier gilt es zunächst zwischen der Anbieter- und Interessentenseite zu unterscheiden. Für Interessenten ist die Nutzung gemäß der neuen Gesetzeslage natürlich vollkommen kostenlos.

Auf freiwilliger Basis können sich Interessenten einmalig über ein Online-Verfahren ihre Identität gegen eine geringe Gebühr verifizieren lassen. Der Anbieter kann dann im Laufe des Bewerbungsprozesses nach eben dieser Verifizierung filtern.

Für Anbieter ist die Nutzung unserer Plattform ebenfalls grundsätzlich kostenlos. Vermieter zahlen nur für aktivierte Immobilien-Objekte. Hierbei fällt eine einmalige Aktivierungsgebühr in Höhe von 5 Euro sowie eine Tagesgebühr in Höhe von 1 Euro pro Objekt an.

Interessenten können sich nur auf aktivierte Objekte bewerben. My Real ID ermöglicht daher ein im Marktvergleich kostengünstiges Einstellen von Objektinseraten. Die jeweiligen Objekte können jederzeit deaktiviert werden. Anbieter zahlen somit nur für Leistungen, die sie auf Tagesbasis tatsächlich benötigen.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Die Frage, die sich hierbei vorab stellt, ist, welche Grundausrichtung eine externe Kommunikationsstratgie haben sollte. Soll diese impulsiv und auf kurzfristige Aufmerksamkeit der Massen ausgerichtet sein?

Oder folgt sie selektiven Kanälen, um die Reputation zunächst industriespezifisch und nachhaltig zu steigern? Wir haben uns für letzteres entschieden und nutzen zahlreiche Facetten der PR- und Kommunikationsarbeit, derzeit spezifisch für Fachkreise und Anbieter.

In diesem Zusammenhang können wir feststellen, dass beispielsweise gezielte Anzeigenschaltungen in Immobilienfachmagazinen teils sehr erfolgreich waren und dadurch vollkommen neue Türen geöffnet wurden.

Welche Vision verfolgen Sie und welche Schlagzeile würden Sie gern mal über Ihr Unternehmen lesen?

Unsere Vision ist ganz klar: Dank unserer neuartigen Plattform wollen wir Marktführer im Bereich der digitalen Selbstauskunfts- und Immobilienvermittlungsportale werden!

Ein gesunder Ehrgeiz ist die Basis für ein jedes unternehmerisches Handeln, daran orientieren wir uns bei My Real ID jeden Tag. Doch muss die Ausgangssituation hier klar formuliert werden: Aufgrund bestehender Marktverhältnisse gilt es zunächst, unsere Reputation auf Basis unserer Alleinstellungsmerkmale weiter zu steigern und uns in den kommenden Monaten auf dem Markt zu etablieren.

Insbesondere aufgrund unserer Kostenstruktur, der hohen Datensicherheitsstandards, der vollständigen Rechtskompatibilität mit dem neuen Wohnvermittlungsgesetz und der Funktionalität der Nutzerplattform, sind wir guten Mutes, dass sich am Ende die Qualität am Markt behaupten und durchsetzen wird.

Schlagzeilen sind für die öffentlichen Wahrnehmung eines Unternehmens elementar, zweifelsohne. Hier ist für mich persönlich jedoch ein moderates Vorgehen am sinnvollsten, da die Leistung stimmen muss, um markigen Worten gerecht werden zu können. An diesem Grundsatz scheitern viele andere Unternehmen. Daher wäre es für mich einmal schön zu lesen: ‘Qualität setzt sich immer durch! My Real ID bestätigt diesen Grundsatz einmal mehr und verändert die Immobilienwirtschaft in Deutschland von Grund auf.’

Auf welche 3 Tools/Komponenten können Sie bei der täglichen Arbeit nicht verzichten und warum?

Wenn es drei Tools zu nennen gäbe, wären das wohl:
1) E-Mail – nach wie vor das zentrale Kommunikationstool mit unternehmensinternen wie -externen Personen -,
2) Jira – unser Bugtracking- und Entwicklungskoordinationstool (bei einem digitalen Produkt ist die Koordination der technischen Entwicklung von immenser Bedeutung) und
3) Redbooth.

Letzteres ist unser abteilungsübergeifendes Taskmanagementtool, das jedem zu jederzeit einen Überblick über die Status Quo gibt.

Tim Hammermann

My Real ID Gründer Tim Hammermann

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg ist kein nomineller Wert, der von nur einem Faktor abhängen würde und somit berechenbar wäre. Worauf kommt es wirklich an? Die entscheidende Frage, die sich ein jeder Unternehmer stellen sollte, ist: Warum biete ich die Dienstleistung oder das Produkt letzten Endes an?

Um ein Unternehmen mit großartigen Resultaten aufbauen und einen entsprechend nachhaltigen sowie dauerhaften Wachstumspfad einschlagen zu können, muss es ein übergeordnetes Unternehmensziel geben, welches sich von der Prämisse, Geld zu verdienen, abhebt.

Wenn man sich selbst und anderen diese Frage zweifelsfrei beantworten kann, dann ist man auf dem richtigen Weg. Alles andere, beispielsweise sich sinnvoll weitere kluge Teammitglieder zu suchen, die über das verfügen, was man selbst nicht hat, kommt von ganz allein und ergänzt nur das, was wir als positiven Enthusiasmus bezeichnen.

Mein ganz persönlicher Erfolg basiert darauf, dass ich jeden Tag, an dem ich in das Büro komme, weiß, dass ich mit absoluter Leidenschaft, mit einer positiven Grundeinstellung und meinem Bestreben, stets hart zu arbeiten, meinen ehrgeizig gesteckten Zielen, auch dank eines tollen Teams und verlässlicher Partner, immer näher komme.

Welchen Fehler würden Sie aus ihrer Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Es gibt wirklich ein großes Spektrum an Fehlern, die junge bzw. unerfahrene Gründer machen können. Ich denke eine der wichtigsten Lehren ist, dass man die Dinge nicht völlig überstürzt angeht.

Man hört häufig, dass das wichtigste ist, so schnell wie möglich an den Markt zu gehen und kleinere Fehler kein Problem wären. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nur Qualität und ein wirklich durchdachtes Konzept langfristig Erfolg bringen können. Entsprechend kann es lohnen, sich manchmal etwas mehr Zeit zu nehmen.

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin bzw. ein Unternehmer mindestens einmal gestellt haben?

Letztes Endes kommt es hier wiederum nicht nur auf einen Aspekt an, aber eine Frage ist in meinen Augen besonders wichtig, nämlich: Bin ich ausreichend widerstandsfähig und belastbar, um mit etwaigen Stress- und Drucksituationen sowie Rückschlägen – die zweifelsohne früher oder später kommen werden – angemessen und zielführend umgehen zu können?

Die Frage ist auch deshalb so wichtig, da der Verantwortungsgrad, welchem man als Unternehmer unterliegt, ein vollkommen anderer ist im Vergleich zu anderen Jobs.

Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

● Innovativ
● Leidenschaftlich
● Zielstrebig

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