Office-Einrichtung – was braucht ein Startup wirklich im Büro?

Richtige Büroeinrichtung für Gründer

Dass jeder Unternehmer ein Büro braucht, ist unumstritten

Fraglich ist nur, wie dieses aussehen muss und das ist letztlich abhängig vom Produkt- und Leistungsportfolio des Unternehmers, denn: Der Anbieter einer Dienstleistung braucht tendenziell größere Geschäftsräume, denn hier werden auch Kunden empfangen und beraten.

Ein digitaler Nomade hingegen ist das andere Extrem: Er braucht im Grunde kaum eine Büro-Einrichtung, außer die, die ohnehin in die Laptop-Tasche passt. Dazwischen ist viel Raum – der nun mit allerhand praktischen Tipps gefüllt werden soll.

Computer + Drucker + Telefon = Mini-Office-Variante

Im Grunde lautet so die Grundanforderung eines jeden Büros.

Der Computer – der ein fester Rechner, Bildschirm mit Docking-Station oder Notebook sein kann – ist der Grundbaustein eines jeden Büros. Welche Anforderungen an diesen Computer gestellt werden, ist abhängig vom Unternehmen.

Ein Beispiel: Der Grafiker wird sich in jedem Fall zwei Bildschirme aufstellen und mit einem besonders leistungsfähigen Rechner arbeiten, der gut und vor allem auch schnell mit den Datenmengen hantieren kann. Die Bloggerin hingegen braucht nur ein Notebook und einen Internetzugang.

Beim Thema Drucker ist die Auswahl doch ein großes Stück umfangreicher, wie ein Blick in die folgende Auflistung zeigt:

Schwarz-Weiß-Laserdrucker

Vorteil: hohe Druckgeschwindigkeit (12 bis 20 Seiten pro Minute, zehn Sekunden bis zum Andruck), geringe Betriebskosten

Nachteil: Einschränkung auf Text, Bildflächen werden gerastert

Empfehlung: gut bei über 100 Seiten am Tag; gut, wenn hauptsächlich Schrift-Dokumente (und keine Grafiken) gedruckt werden

Farb-Laserdrucker

Vorteil: dokumentenechte Ausdrucke, professionelle Druck-Variante, optimale Erstellung von Präsentationsunterlagen

Nachteil: vergleichsweise teure Modelle

Empfehlung: für hochwertige Grafiken und farbverbindliche Ausdrucke (Grafiker, Planer) wichtig

Tintenstrahl-Drucker

Vorteil: gute Druckqualität, günstige Alternative zum Farb-Laserdrucker, Allrounder-Qualitäten, sparen als Multifunktionsgerät Platz

Nachteil: hohe Betriebskosten beim Druck einer Grafik, Geräte mit Multifunktionalität scheitern bei Druckgeschwindigkeiten

Empfehlung: macht Sinn, wenn Präsentationen, Fotos etc. gedruckt werden

Foto-Drucker

Vorteil: durch zusätzliche Farbtanks hohe Farbbrillanz bei Fotodruck, randloser Druck möglich, Versiegelung mit Lackschicht, Akkuoption ermöglicht mobilen Einsatz

Nachteil: Konzentration rein auf Fotodruck

Empfehlung: für passionierte Fotografen geeignet

Mal abgesehen von denjenigen, die ohne festen Wohn- und Arbeitssitz ihr Business von überall auf der Welt betreiben können und längst auf ein digitales Büro umgestellt haben, kann allen anderen diese Empfehlung ausgesprochen werden:

Der Schwarz-Weiß-Laserdrucker ist das Modell für all diejenigen, die Texte bearbeiten und keinerlei Präsentationen vorbereiten, geschweige denn Farbausdrucke benötigen.

Der Foto-Drucker ist das Äquivalent für Hobby-Fotografen und der Tintenstrahl-Drucker könnte als Einsteiger-Modell bezeichnet werden. Spätestens aber, wenn es darum geht Präsentations- und Angebotsmappen zu erstellen, die nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch sehenswert sind – dann ist der Farb-Laserdrucker die beste Wahl.

Details zur Funktionsweise eines Laserdruckers sind hier erläutert.

Und das dritte Detail in der Mini-Office-Variante ist das Telefon, das neben der E-Mail den wohl häufigsten Kommunikationsweg unterstützt. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Variante 1 sieht einen klassischen Festnetz-Anschluss im Büro vor. Wer ohnehin in einem physisch vorhandenen Büro arbeitet, für den ist eine Telefonanlage mit Festnetz und Internet die Grundausrüstung. Aber Achtung: Außerhalb der Zeiten, in denen der Unternehmer im Büro ist, muss ein Anrufbeantworter oder eine Weiterleitung aktiv sind, denn ein Kunde der niemanden erreicht, wird sich häufig nicht wieder melden.
  2. Variante 2 ist die reine Handy-/Smartphone-Variante. Möglich, wenn man ohnehin on Tour ist und keinen festen Bürositz hat. Manchmal erscheint das Fehlen einer Festnetznummer auf Kunden befremdlich, weswegen es mittlerweile auch möglich ist, online eine Festnetznummer zu buchen, die dann direkt auf das Smartphone umgeleitet wird.
  3. Variante 3 ist die Nutzung eines Dienstleistungsservices. Dieser unterhält zu regulären Geschäftszeiten die Kommunikation. Daneben setzen Geschäftsleute zunehmend häufiger auf Cloud-Telefonie. Zum Durchführen von Telefonkonferenzen stehen zudem Online-Anbieter zur Verfügung, die virtuelle Konferenzräume zur Miete anbieten.

Die Raumfrage: Wo wird eigentlich gearbeitet?

Natürlich ist die Raumfrage nur nach individuellen Gesichtspunkten zu lösen, denn: Ein chemischer Produktionsbetrieb braucht Produktionshallen, ein Speditionsunternehmen Lagerhallen und/oder einen Unterstand für den Fuhrpark, deswegen kann die folgende Abwägung nur von den sprichwörtlichen Bürotätern getroffen werden.

Wer nach der ersten Gründungsphase in den eigenen vier Wänden merkt, dass es nun Zeit ist, wieder einmal etwas anderes zu sehen, entscheidet sich heute zunehmend häufiger dafür, in eine Bürogemeinschaft zu ziehen oder in einem Coworking-Space zu arbeiten.

Während eine Bürogemeinschaft eine Art Wohngemeinschaft ist, bei der die zentralen Einrichtungen wie etwa Küche, Konferenzraum und Toilette geteilt werden, sonst aber jeder in seinem eigenen Büro verschwindet – ähnlich wie in einer großen Steuer- oder Rechtsanwaltskanzlei – sind Coworking Spaces wahre Kreativ-Pools.

Der Vorteil:

  • Kurze Vertragslaufzeiten ermöglichen eine Büro-Anmietung für wenige Monate.
  • Kreative Köpfe fühlen sich in dieser offenen, unverbindlichen Arbeitsatmosphäre pudelwohl.
  • Der Austausch fachlicher Natur bietet Synergie-Effekte für alle Beteiligten.

Dass Coworking Spaces allerdings nicht nur für kreative Eigenbrötler gemacht sind, wird auch in diesem Beitrag im Handelsblatt deutlich, der auf die Mieter in einem Coworking-Space ganz detailliert eingeht und weiß, dass auch große Unternehmen dort unterkommen:

„Ein Logistikunternehmen etwa schickt seine Mitarbeiter dorthin, um neue Ideen zu erhalten; ein Telekommunikationsdienstleister hat zwischenzeitlich seine Mitarbeiter untergebracht; ein Reisedienstleister wollte gleich sein eigenes Coworking Space im eigenen Haus haben. Alle wollen kreativ sein, alle wollen mit der Zeit gehen.“

Was dann entspannt aussieht, könnte auch der Kreativ-Punkt in einer Bürogemeinschaft sein. Der Vorteil: Häufig gibt es Verträge für die gemeinsame Telefon-, Internet- und Drucker-Nutzung.

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