PaulCamper – mein Camper ist auch dein Camper

Camper mieten von privat

Du hast Camping-Leidenschaft und wolltest schon immer mal ein Reisemobil mieten? Bei PaulCamper können Abenteurer und Liebhaber des einfachen Urlaubs privat Camper & Wohnmobile mieten und vermieten. Gründer Dirk Fehse setzt ganz auf das Vertrauen seiner Community und will mit dem Startup das Airbnb für den Campingbus werden.

Dirk, kurz und knapp: Pitche Deine Geschäftsidee?

Sehnst du dich manchmal nach Freiheit, Abenteuer und nach dem “einfachen Leben”? Genau das ist der Grund, warum ich PaulCamper ins Leben gerufen habe. Diesen Traum kannst du dir mit PaulCamper erfüllen!

PaulCamper verbindet Wohnmobil-Besitzer mit Reiselustigen, die selber kein Fahrzeug besitzen. Davon profitieren beide: Die Besitzer können ihre Camping-Leidenschaft mit anderen teilen und gleichzeitig ihre jährlichen Kosten für den Campingbus reduzieren. Mieter können einfach, sicher und zu einem fairen Preis ihr persönliches Camper-Abenteuer erleben.


Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Meine eigene Sehnsucht nach individuellem und flexiblem Camper-Reisen! Ich war genau in dieser Situation vor einigen Jahren – ich hatte keinen eigenen Camper, wollte Europa aber auf diese Art und Weise erleben. Den australischen Kontinent hatte ich zuvor mit einem Van erkundet und das war ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde!

Unter den Sternen schlafen, am Morgen nicht wissen, wo ich Abend ankomme – es war eine ganz besondere Erfahrung.

Vor PaulCamper waren die Möglichkeiten sehr begrenzt in Deutschland: Die Angebote von klassischen Vermietern waren mir zu teuer, der Preis war intransparent und ich konnte die verschiedenen Anbieter schwer vergleichen.

Was mich persönlich am meisten gestört hat – die Fahrzeuge waren ohne jegliche Persönlichkeit und die Plattformen erst recht. Ein Angebot wie vom Fließband. Reisen, so wie ich mir das vorgestellt hatte, war damit nicht möglich. Zum Glück – denn das war die Geburtsstunde von PaulCamper!

Ich begann zu recherchieren und fand heraus, dass es in Deutschland ca. eine halbe Millionen Wohnmobile gibt, die den Großteil der Zeit in der Garage herumstehen. Sie werden kaum genutzt, verursachen aber trotzdem Kosten. Das ist sehr schade und nicht effizient. Da ist es doch besser, den eigenen Camper an nette und zuverlässige Menschen zu vermieten.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Unsere Community! Das Geschäftsmodell, P2P-Campersharing wurde bereits kopiert aber unsere PaulCamper Community ist einzigartig! Wir sind Camper mit Herz und Seele, eine aktive Community.

Bei uns gibt es viel Platz für das Zwischenmenschliche, für den persönlichen Austausch! Unsere Community existiert virtuell aber vor allem auch im richtigen Leben – wir treffen unsere Vermieter mindestens zweimal im Jahr persönlich.

Unsere Treffen finden dabei in ganz Deutschland statt. Wir lernen unsere Mitglieder persönlich kennen, Lachen gemeinsam und verbringen eine gute Zeit. Von diesem Treffen profitieren wir persönlich, weil es schöne Momente sind, aber auch unser Produkt: Wir erfahren aus erster Hand, welche Verbesserungen sich unsere Vermieter wünschen.

Es entstehen gemeinsame Projekte und Ideen. Bei unserem Vermieter-Treffen im Frühling 2016 haben wir uns über mehr als 100 Teilnehmer gefreut. Unser nächstes Treffen findet übrigens vom 21. bis 23. Oktober 2016 statt.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

All diejenigen, die den Traum Camper-Reise leben oder leben möchten! Bei der internen Abwicklung und Ansprache unterteilen wir unser Mitglieder in Vermieter und Mieter.

Wichtig für uns ist aber vor allem, dass unsere Mitglieder sich mit dem PaulCamper Prinzip identifizieren können: Respekt und Vertrauen sind die Basis des Teilens. Wir haben Werte, die uns verbinden, Regeln, die uns helfen, Verpflichtungen, an die wir uns halten. Wir schenken einander Respekt und Vertrauen.

Wir behandeln uns wie Freunde. Denn wir teilen und pflegen dieselbe Leidenschaft: Camper.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und was waren bis dato die wichtigsten Meilensteine?

In den ersten drei Jahren wurde PaulCamper gebootstrapt – es wurde also auf externe Finanzierung verzichtet. Wir waren von Beginn an profitabel und freuen uns über ein jährliches Wachstum.

Aktuell freuen wir uns aber über unsere erste Finanzierungsrunde. Mit der von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gemanagten Fondsgesellschaft BFB Brandenburg Kapital GmbH haben wir einen starken Partner gefunden. Das war ein großer und wichtiger Schritt für uns!

Mit dem Kapital der ILB möchten wir unser Produkt weiterentwickeln, das Wachstum ankurbeln und unsere Marktposition als Marktführer in Deutschland stärken. Der nächste große Schritt ist die Ausweitung des Konzeptes auf andere Länder: Noch in diesem Jahr haben wir neue Zielmärkte anvisiert, die Landingpage für Österreich ist bereits live.

2016 haben wir bereits zwei weitere wichtige Meilensteine erfolgreich gemeistert: Gemeinsam mit der Allianz Versicherung AG haben wir die Zusatzversicherung für private Wohnmobilvermieter entwickelt.

In der Vergangenheit mussten sich Wohnmobilbesitzer für die Vermietung eigenständig versichern. Die so genannte “Selbstfahrervermietversicherung” bedeutete einen erheblichen Aufwand und zunächst Mehrkosten für die neuen Vermieter.

Die neue Versicherungslösung hat den Vorteil, dass die Versicherung automatisch passend für den Mietzeitraum aktiviert wird und eventuelle Schäden in diesem Zeitraum über die Allianz versichert sind. Die private Kfz-Versicherung unserer Mitglieder bleibt dabei unberührt.

Seit Einführung des neuen Versicherungsproduktes ist unsere Flotte um mehr als 50% gewachsen. Das gewonnene Potential bringt neue Herausforderungen mit sich. Darauf waren wir gut vorbereitet – wir haben uns technisch, sowie optisch stark weiterentwickelt und einen Relaunch unserer Plattform durchgeführt. Das wichtigste Feature dabei ist der nun vollständig automatisierte Buchungsprozess.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchen Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Wir bekommen eine Provision in Höhe von 15% des vermittelten Mietumsatzes. Die ist nur dann für den Vermieter an uns zu bezahlen, wenn sein Fahrzeug verbindlich für eine Reise gebucht wird.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Eine spezielle Aktion gab es dabei nicht. Es ist immer eine Kombination aus vielen Maßnahmen – kurzfristige und langfristige, online und offline. Da uns eine nachhaltigen Beziehung mit unseren Mitgliedern am Herzen liegt, ist Relationship-Marketing für uns sehr wichtig.

Aktuell arbeiten wir aber auch an einer Content-Marketing Strategie.

Welche Vision verfolgt Du und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Meine Vision klingt fürs erste simpel. Es ist ein zweiter Blick notwendig, um die Tragweite zu verstehen: “Zwei Menschen treffen sich und lernen sich kennen. Der eine übergibt dem anderen den Schlüssel seines Campers. Beide freuen sich und grinsen.”

Campersharing macht Spaß – das ist mir am wichtigsten! Das haben wir auch bereits erreicht und darüber sind wir sehr glücklich. Das soll aber auch langfristig so bleiben und deshalb befinden wir uns in einem andauernden Prozess: Wir setzen Ideen um, beobachten genau wie unsere Mitglieder darauf reagieren, reflektieren daraufhin unsere Maßnahmen und verbessern sie gegebenfalls und dann alles wieder von vorne!

So können wir langfrsitig Qualität garantieren.

Eine Schlagzeile die ich mir wünsche: “PaulCamper ist der Inbegriff für privates Campersharing in Europa.”

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Slack: Unser Team besteht mittlerweile aus 15 Personen und wir sind quer über die Landkarte verteilt. Da ist ein Tool wie Slack unerlässlich. Das erleichtert uns die Kommunikation ungemein.

Trello: Ein super Tool um den Überblick über verschiedenste Tasks zu behalten. Ich nutze es einerseits für mich selbst, um meine ToDos und Woche zu organisieren, aber auch um Aufgaben zu koordinieren und über Fortschritt informiert zu sein.

Evernote: Evernote nutzen wir, um Wissen zu sammeln. Es werden Ideen festgehalten, Prozesse abgebildet und Wissen miteinander geteilt.

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolg für mich ist, im hier und jetzt mit voller Aufmerksamkeit zu leben.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Ehrlich gesagt keine! Es ist sehr wichtig Fehler zu machen. Ich empfehle sie nur schnell zu machen, daraus zu lernen und sie nicht zu wiederholen.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Welches Problem löse ich mit meinem Produkt?

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Leidenschaftlich, authentisch, tiefsinnig.

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