Revolution im Wickelalltag: Wie kniti den Windelmarkt aufmischt

Taucht mit uns ein in das Interview mit Franziska Nowak und Manuela Miller-Feigl, den Köpfen hinter der bahnbrechenden Geschäftsidee kniti. Sie teilen ihre Vision, den Windelmarkt zu verändern, indem sie eine einzigartige wiederverwendbare Windel entwickeln, die die Vorteile von Einweg- und Stoffwindeln kombiniert.

Franziska & Manuelal: Erklärt Eure Geschäftsidee?

Wir revolutionieren mit kniti den Windelmarkt! 

Unsere wiederverwendbare Windel mit innovativem Sauggarn, ist ultra saugstark und dünn wie eine Wegwerfwindel, nachhaltig und atmungsaktiv wie eine Stoffwindel und kann auch als Pants verwendet werden. 

Für einen einfachen Alltag mit Kind! Sie ist waschbar bei 60 Grad, trocknergeeignet, hautfreundlich und bietet dank geschweißter Nähte eine hohe Auslaufsicherheit – das ist die kniti.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Nachdem Franziska für Ihre Tochter damals viele verfügbare Stoffwindelalternativen ausprobiert hatte und sich keine davon als funktional oder einfach herausstellte, begannen wir mit unserer Recherche. 

Das Ziel: so einfach wie eine Wegwerfwindel, so nachhaltig wie eine Stoffwindel. Nach einer Zeit des Experimentierens mit verschiedenen Materialien haben wir unseren ersten Prototypen entwickelt.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Das ist zum einen die beeindruckende Saugfähigkeit bei geringer Dicke durch unsere TSAcore Technologie. Unser zum Patent angemeldetes Sauggarn (Textiler Superabsorber (TSA)) ist besonders saugfähig und bildet die Basis des kniti Cores. 

Der zweite USP, der uns von anderen wiederverwendbaren Windeln unterscheidet ist, dass wir die wasserdichte Membrane an den wichtigen Stellen schweißen anstatt zu nähen. Somit bieten wir eine hohe Auslaufsicherheit. Auch der elastische Bund ist neu und bietet den Kindern durch die Pants-Funktion mehr Autonomie.

Wo seht Ihr die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Unsere Zielgruppe sind Eltern, die sich für das Thema ökologisches wickeln interessieren, die Lösungen am Markt als zu kompliziert empfinden oder bereits mit Stoff wickeln. Sie von der kniti zu überzeugen ist eine große Freude. 

Unsere Wunschkunden sind jedoch alle Eltern, auch die die bisher mit Wegwerfwindeln wickeln und einen nachhaltigen Lebensstil anstreben.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Wir haben 2 Jahre in die Entwicklung der kniti investiert. Insbesondere die Konzeption des TSA cores war zeitaufwändig. 

Wir haben zum Start das Exist Stipendium von Deutschland erhalten und konnten somit den ersten Meilenstein legen. Danach folgte eine Förderung mit BW Pre-Seed. 

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Wir haben Investoren, die an die kniti glauben und uns finanziell unterstützen. Wie jedes StartUp wägen wir Investitionen gründlich ab und haben einen sehr klaren Businessplan, an dem wir uns orientieren. 

Wir fokussieren uns auf unseren Onlineshop und befinden uns im Aufbau eines exklusiven Händlernetzwerks. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam revolutionieren wir den Windelmarkt!

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Für uns bewährt sich ein Mix aus Messen, Social Media und klassischer PR. 

Insbesondere über die sozialen Medien stehen wir im direkten Kontakt zu unseren Kunden und erhalten unmittelbares Feedback, das ist für uns sehr wertvoll.  

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdet Ihr gern mal über das Unternehmen lesen?

Unsere Vision ist es den Windelmarkt zu revolutionieren. Die kniti ist so einfach wie eine Wegwerfwindel und so nachhaltig wie eine Stoffwindel. 

Daher wäre eine Schlagzeile, die uns sehr freuen würde: „kniti gewinnt Marktanteile -Nachfrage nach wiederverwendbaren Windeln steigt.“

Auf welche 3 Tools/Apps könnt Ihr bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Wir arbeiten mit unserem Team komplett remote, daher ist Teams unsere meistgenutzte App. Danach kommen sicherlich Shopify, worüber wir unseren Shop aufgesetzt haben, und Canva.

Was bedeutet für Euch persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Für uns persönlich bedeutet Erfolg, eine Kombination aus Erfüllung, Zufriedenheit und persönlichem Wachstum. 

Es geht darum in Einklang mit unserer Werten und Zielen zu leben und positive Auswirkungen auf unser Umfeld zu haben, mit unserer kniti wollen wir das Leben von Eltern und Kindern verbessern und einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten. 

Welchen Fehler würdet Ihr aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Ein Fehler, den wir jungen Gründern ersparen wollen, ist es, zu sehr im stillen Kämmerlein zu arbeiten. Die sozialen Medien bieten so viele Chancen ein Produkt zu testen und sich Feedback von potenziellen Kunden zu holen. Diese Möglichkeit nicht zu nutzen, verschenkt Chancen. 

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Eine wichtige Frage, die sich jede Gründerin und Gründer stellen sollten, ist: 

„Warum sollte jemand mein Produkt oder meine Dienstleistung kaufen?“ Es hilft dabei, den Marktfokus zu schärfen und die Erfolgsaussichten des Unternehmens realistisch zu bewerten.

Mit welchen drei Worten würdet Ihr euch selbst beschreiben?

1) Hartnäckig: wir haben nicht aufgegeben an unsere Vision zu glauben und heute verkaufen wir unsere Windel im eigene Online-Shop

2) Idealistisch: wir wollen die Welt für unsere Kinder unbedingt besser machen

3) Insane / verrückt: Startup und Kinder gleichzeitig ist manchmal schon heftig, aber wir würden es immer wieder tun!

DANKE, FÜR‘S ZU ENDE LESEN!

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