Smart den Nachlass Regeln – ganz digital mit der memoresa App

Digital Nachlass regeln - Memoresa

Das Leipziger Startup memoresa hat die erste digitale und DSGVO konforme Vorsorge-Plattform an den Start gebracht. Die digitale Nachlass App hilft bei der Dokumentation und Verwaltung wichtiger Dokumente und Informationen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Hier verrät uns Co-Gründer Jörg Schädlich (im Foto) mehr darüber.

Jörg, kurz und knapp: Pitche Eure Geschäftsidee!

memoresa – jetzt – für später – für immer ist eine Datenplattform, die das digitale Ablegen von Unterlagen unterstützt und eine Nutzerführung mit Überblick bietet.

Egal, ob Fitnessstudio-Unterlagen, Mietverträge oder Regelungen zu Vertragskündigungen – wir wollen die kompetente Alternative zum klassischen Aktenordner sein. Dazu nehmen wir unseren Kundinnen und Kunden virtuell an die Hand und leiten sie durch unser Portal.

An welchem Punkt im Leben stehst du gerade? Wobei bist du überfordert und wie kann dir eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem Thema helfen? 

Daraus liest sich: wir arbeiten kundenorientiert, stehen für Mobilität sowie Digitalisierung und sind sicher und agil. Es kann manchmal eine Herausforderung sein, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu erkennen – aber die Bemühungen können sich echt lohnen!

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Der Auslöser war Steffen. Mit ihm zusammen habe ich 2019 memoresa gegründet. Er war sozusagen der Prototyp unserer zukünftigen Zielgruppe.

Nach einen Fahrradunfall, wo er sehr viel Glück im Unglück hatte, entschieden seine Frau und er, dass sein und ihr gemeinsames digitales Erbe leicht zugänglich und ständig verfügbar sein muss – für den Fall, das nochmal etwas passiert.

So machte sich der technikversierte Steffen auf die Suche nach einer digitalen Lösung für die smarte Ablage von wichtigen Dokumenten, Verträgen und Urkunden. Und er fand nichts. Dann holte er mich mit ins Boot und wir gründeten memoresa, um anderen in ähnlichen Situationen die Hilfestellung zu bieten, die ihm damals gefehlt hat.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir sind die ersten in Deutschland, die ein digitales Nachlassmanagement anbieten. Dabei geht es zum einen darum, unseren Nutzerinnen und Nutzern zu helfen, alle wichtigen Unterlagen für die Zeit nach ihrem Tod zusammenzutragen.

Aber auch zu Lebzeiten wollen wir Menschen dabei helfen, Struktur in ihre Angelegenheiten zu bringen. Die meisten Menschen haben keine Lust, sich mit ihren Dokumenten, Verträgen und Urkunden auseinanderzusetzen.

Der Stapel wächst und wächst und landet irgendwann in einer Schublade.

Das wollen wir ändern – deswegen ist unsere Datenplattform möglichst selbsterklärend und offen gestaltet. Mit unserem Portal helfen wir unseren Nutzerinnen und Nutzern dabei, Struktur und Ordnung in ihren Angelegenheiten zu finden.

Wir wollen zeigen, dass man mit seinen Unterlagen einen smarten Umgang finden kann, der selbstbestimmt ist und Spaß macht. Wenn man memoresa nutzt für das Management der eigenen Daten, dann bekommt man von uns die Sicherheit, dass die Daten DSGVO-konform und mit Zweifach-Autorisierung nach aktuellem Standard geschützt werden.

Das Vertrauen unserer Nutzerinnen und Nutzer hat für uns oberste Priorität!

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Wir sprechen Menschen an, die sich mit dem eigenen Ableben oder dem Tod ihrer Liebsten auseinandersetzen wollen. Steffen beispielsweise wurde erst auf die Thematik aufmerksam, als er am eigenen Körper erfahren hat, wie endlich das Leben sein kann.

Eine weitere Zielgruppe sind technikaffine Menschen, die Ordnung und Struktur in ihren Unterlagen erlangen wollen und ihre analogen Dokumente ins 21. Jahrhundert befördern möchten. Und die Möglichkeit dafür ist Digitalisierung!

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Je nachdem wie viele Dokumente man bei uns hinterlegen möchte und wie viel Cloud-Speicherplatz man benötigt, kann man je nach Wunsch und individuelle Situation zwischen drei Accountarten wählen: Freemium, Komfort oder Premium.

Mit dem kostenlosen Freemium-Account kann man bis zu 10 Dokumente hochladen und hat einen GB Speicherplatz. Das ist sozusagen unser Schnupper-Abo.

Wenn man im größeren Stil Dokumente mit memoresa verwalten möchte, dann kann man sich zwischen unserem Komfort- und dem Premium-Abo entscheiden.

Mit dem Komfort-Abo können unsere Nutzerinnen und Nutzer bis zu 50 Dokumente ablegen, haben 10 GB Cloud-Speicherplatz und zahlen aktuell 9,99€ pro Jahr.

Das Premium-Abonnement beinhaltet keinerlei Limitierung. Man kann unbegrenzt viel ablegen. Die Preise hierfür sind gestaffelt.

Mit diesen Accounts werden unsere Einnahmen erzielt.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Neben klassischer Pressearbeit, in Form von Whitepapern, Pressemittelungen und kleineren Artikeln in Magazinen mit breit gestreutem Publikum, war memoresa Mitte November 2020 in der ZDF heute Show mit einem Beitrag zum Thema „Investoren in Zeiten von Corona“ zu sehen.

Das hat uns sehr gefreut, da nach der Ausstrahlung unsere Nutzerzahlen um 13% gestiegen sind.

Welche Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Wir wollen der digitale Aktenordner sein, der Struktur und Überblick bietet und der digitale Notfalltresor, der im Fall der Fälle Angehörige unterstützt und entlastet. Nutzerfreundliche Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit und Leichtigkeit in der Handhabung sind unsere Alleinstellungsmerkmale. 

Eine gern gelesene Schlagzeile wäre: „memoresa – Dokumentenorganisation ganz leicht gemacht“ oder „memoresa – die digitale Lösung für analoge Probleme“.

Es gibt 2021 so viele gute Möglichkeiten für einen smarten Umgang mit den eigenen Daten – man muss sie nur nutzen!

Auf welche 3 Tools/Apps könnt Ihr bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Zum einen können wir nicht auf unsere eigene memoresa-App verzichten!

Es finden ständig neue Entwicklungen und Verbesserungen der Bedienbarkeit und Features unseres Portals statt, um die Nutzererfahrung kontinuierlich zu verbessern. Einige Unterlagen teilen wir über unser Portal selbst – einerseits zum Testen, andererseits weil uns die Bedienbarkeit natürlich auch intern überzeugt.

Ein weiteres wichtiges Tool in unserem täglichen Arbeitsalltag ist Slack. Diese App nutzen wir als interne Kommunikationsplattform und profitieren dadurch von einem schnellen und unkomplizierten Austausch untereinander.

Natürlich kommen auch wir nicht um Google herum. Darum ist unser drittes essentielles Tool GSuite. Mit GSuite pflegen wir unsere Kommunikation zu externen Kontakten, wie Kooperationspartnerinnen und -partnern, Investorinnen und Investoren oder zu Redaktionen.

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Persönlicher Erfolg bedeutet für mich mit einer Idee viele Menschen zu erreichen und Ihnen mit meiner Lösung das Leben ein Stück weit zu erleichtern.

Auch das Ziel als digitale Vertrauensplattform aufzutreten, treibt mich an. Außerdem empfinde ich es als Erfolg, ein tolles Team um mich zu haben und mitzuverfolgen, wie es jeder oder jede Einzelne persönliche Fähigkeiten weiterentwickelt und wie wir kontinuierlich zusammenwachsen.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Es ist sehr wichtig ein Ziel vor sich zu haben und dieses zu verfolgen, aber man darf auch nicht die Realität aus den Augen verlieren. Dabei kann es passieren, dass manche Situationen schwieriger zu lösen sein werden, als vorher angenommen.

Gerade in diesen Situationen ist es wichtig, fokussiert zu bleiben und auch aus solchen Erfahrungen zu lernen. Der nächste Schritt ist dann die eigenen Ziele realistischer anzugehen.

Besonders am Anfang kann es ein steiniger Weg sein, bis man die ersten Investorinnen und Investoren für sich gewinnen kann und erste Erfolge feiert – da braucht man echt ein gutes Durchhaltevermögen und Mut. Ansonsten empfiehlt es sich auch, die Augen nach anderen Möglichkeiten offen zu halten.

Manchmal ergeben sich Kooperationen, die man am Anfang gar nicht gesehen hat. Also bleibt offen, aber fokussiert.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

“Was will ich mit meinem Unternehmen erreichen und was ist die beste Version meines Produkts?”. Als Gründerin oder Gründer sollte man nie die eigene Vision aus den Augen verlieren.

Nur wenn man sich immer wieder die Frage nach dem Ziel stellt, bleibt man fokussiert und fragt sich nach zehn Jahren nicht völlig abgebrannt, wofür man die ganzen Mühen auf sich nimmt. 

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Unternehmerisch, gerade, hanseatisch.

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