StartUp SCANOTEC: Mini-Ich aus 3D-Drucker lässt Kunden wie Kinder erstrahlen

Modelle, Schmuck, Figuren – mit der neuartigen 3D-Drucktechnik haben Kunden ganz unterschiedliche Möglichkeiten sich individuellen Ausdrucke zu erstellen. Wie SCANOTEC den noch jungen Wachstumsmarkt aktiv mitgestalten will, erklärt uns einer der beiden Gründer – Heiko Weiß im Interview.

Wie lässt sich die Geschäftsidee in 3 Sätzen auf den Punkt bringen?

Die SCANOTEC GbR hat in mehrjähriger Entwicklungszeit einen eigenen 3D-Scanner mit mehr als 100 Kameras entwickelt, mit dem sich Personen und Tiere digitalisieren lassen. Das Hauptziel des Unternehmens ist der Bau und Vertrieb eines mobilen Scansystems, mit dessen Hilfe deutschlandweit „Scanstationen“ durch Partnerschaften aufgebaut werden sollen.

SCANOTEC übernimmt dabei den kompletten Prozess (von der Scannachbearbeitung bis hin zum 3D-Druck), so dass potenzielle Partner ohne Fachwissen in die Herstellung von 3D-Figuren investieren können, ohne sich mit Technik- oder Produktionsfragen auseinandersetzen zu müssen.

Wann und wo wurde das Unternehmen gegründet?

17.09.2013 in Neustetten (Baden-Württemberg).

Was genau war der Auslöser für die Geschäftsidee?

Bereits seit meinem Studium faszinierte mich die 3D-Technik. Ein Artikel über 3D-Drucken in der „Zeit“ vor zwei Jahren war letztendlich der Auslöser zum Start des Unternehmens.

Warum müssen Kunden unbedingt kaufen – was ist der USP?

Wir bieten unseren Partnern nicht nur den Scanner sondern, den kompletten Prozess. Dies ist unseres Wissens nach einmalig. Denn bei den aktuell auf dem Markt eingesetzten 3D-Scannern müssen Kunden 10 bis 20 Minuten stillhalten. Unser selbstentwickeltes Scansystem und die dazugehörige Software erledigt diesen Prozess in einen Bruchteil der Zeit.

Welche Zielgruppe soll mit dem Produkt angesprochen werden?

Wir versuchen unser Geschäft auf zwei Standbeine zu stellen. Das Mobile Scansystem ist für Businesskunden als Partnerschaftsmodell geplant. Darüber hinaus haben sowohl Privat- als auch Businesskunden die Möglichkeit aus einer Vielzahl von verschiedenen Materialien und Größen 3D-Druckmodelle erstellen zu lassen.

Welche eigene und fremde Quellen mussten für das Startkapital angezapft werden?

Die gesamte Entwicklung wurde bis dato komplett aus eigenen Mitteln finanziert.

Was sind die wichtigsten Meilensteile bzw. Erfolge seit dem Start?

Entwicklung eines funktionsfähigen stationären 3D-Scanners (Prototyp), Gründung des Unternehmens, Anschaffung eines 3D-Druckers, Eröffnung des ersten Showrooms, Vorträge bei diversen Veranstaltungen, Auszeichnung IHK „bestes Wachstumskonzept“ in der Region Zollern-Alb, Fertigung von Figuren für Endkunden.

Welche langfristige Vision steht hinter der Idee und wo soll das Startup in einem Jahr stehen?

Der Aufbau von Scanstationen in Deutschland sowie Marktführer in diesem Bereich. In einem Jahr: mehrere Partner vorhanden.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktionen haben bis dato für den größten Schub gesorgt?

TV-Beitrag im SWR-Fernsehen, Bericht Stuttgarter Zeitung, IHK, Anzeigen (offline + online), Postkarten

Welche Empfehlung würdet Ihr jungen Unternehmern unbedingt mit auf den Weg geben?

Niemals das Ziel aus den Augen zu verlieren und immer an die eigene Idee glauben.

Noch ein paar Worte zu den Gründern und den persönlichen Werdegang?

Thilo Brückner, 55 Jahre alt, seit über 20 Jahre selbständig im Bereich der Softwareentwicklung

Heiko Weiß, 30 Jahre alt, Masterabsolvent der Hochschule der Medien, seit über 14 Jahre selbständig im Bereich Werbung und Internet

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