Swobbl – Datensichere Alternative zu Google, Yahoo, Microsoft, Dropbox

Swobbl - Datensichere Suchmaschine

Swobbl möchte mit seinen Diensten eine sichere Alternative aus Europa schaffen. Mit Swobbl-Suchmaschine, Swobbl-Mail und Swobbl-Cloud soll Datenschutz und hochgradige Verschlüsselung für eine breite Masse bereitgestellt werden. Das sich solch ein ambitioniertes Projekt mittlerweile auch weitestgehend allein stemmen lässt, zeigt eindrucksvoll der Solopreneur Matthias Grömmer.

Wie lässt sich die Swobbl-Idee in wenigen Sätzen beschreiben?

Datenschutz und Nutzerkomfort müssen sich nicht ausschließen. Beides lässt sich in Einklang bringen, wodurch hochgradige Verschlüsselungen Massentauglich werden.

Was war der genaue Anstoß, um dieses Projekt auf den Weg zu bringen?

Den ersten Anstoß zu Swobbl gab die Daten-Sammelwut amerikanischer IT-Unternehmen. Durch die Veröffentlichung der Snowden-Dokumente sah ich dann die Möglichkeit Datenschutz an den Mann bringen zu können, da die Bevölkerung nun hierfür sensibilisiert wurde.

Waren die drei verschieden Standbeine von Beginn an so geplant, oder haben sich diese erst während der Entwicklungszeit herauskristallisiert?

Die allererste Idee lag in der Entwicklung der Suchmaschine. Die Entwicklung selber begann bereits vor der Snowden-Affäre. Nach der Snowden-Affäre kamen dann der Mail- und Cloudservice gleichzeitig hinzu.

Wie sehen genau die Vorteile aus, welche die verschiedenen Swobbl-Dienste seinen Nutzern bieten?

Alle Dienste sorgen für den Schutz der Privatsphäre unserer Benutzer. Unsere Suchmaschine lässt die Benutzer das Internet nach Websites, Videos und Bilder durchsuchen ohne alle Daten über sich Preiszugeben.

Mittels dem Mail- und Cloud-Service liegen die Daten, Kontakte, Kalender und E-Mails sicher auf unseren Servern. Es findet mit Ausnahme des Spam- und Virenscanners kein Scannen der Daten statt.

Weiterhin haben unsere Benutzer die Möglichkeit sich von vorgegebenen Diensten wie z.B. auf Apple-Geräten die „iCloud“ nicht verpflichten zu lassen. Mittels der Swobbl-Cloud können die Benutzer ebenfalls Ihre Kontakte, Kalender und Daten mit Ihren Geräten synchronisieren.

Ein weiterer Vorteil unserer Dienste liegt darin, dass es mit Ausnahme der Speicherplatzgrenze keine Einschränkungen unserer Dienste gibt. Die E-Mails werden weder verzögert empfangen, noch versendet.

Es werden keine Werbe-E-Mails versendet und ein Zwangslogin alle X Tage im Webmailer ist ebenfalls keine Pflicht.

Auch in der Cloud stehen allen User alle Funktionen, wie z.B. ein Passwortschutz, öffentliches Hochladen, sowie ein Ablaufdatum für jedem Benutzer zur Verfügung.

Ein solches Projekt zu stemmen, ist sicherlich nicht einfach. Dennoch sind Sie als Solopreneur gestartet – wie haben Sie gespürt, dass dies für Sie der bessere Weg ist?

Ich hatte schon seit jeher Freude daran etwas aufzubauen. Vorallem aber konnte ich es noch nie etwas akzeptieren, wenn es mir einfach nicht gefällt, sondern ich versuchte es immer selbstständig zu verändern. Und Schlussendlich hatten vielleicht auch meine Eltern einen gewissen Einfluss auf mich. Beide sind ebenfalls selbstständig.

Solo zu gründen bedeutet ja nicht zwingend, alles allein zu machen. Welche Komponenten wurden von außen hinzugeholt, um das Unternehmen erfolgreich voranzutreiben?

Zum einen werden die Server von einem externen Administrator eingerichtet und auf Stand gehalten und ein externer Programmierer entwickelt einen Teil der Suchmaschine.

Wie genau sieht aktuell die Erlösseite aus? Über welche Wege werden Einnahmen generiert?

Einnahmen werden einerseits über Werbeanzeigen auf der Suchmaschine generiert und zum anderen können die Benutzer Speicherplatz für die Dienste hinzubuchen.

Ehrlich gesagt, übersteigen derzeit allerdings noch die Ausgaben unsere Einnahmen.

Das Unternehmen ist sicherlich klassisch mittels  Bootstraping finanziert. Mit wie viel Startkapital ging es los und werden alle Einnahmen wieder voll reinvestiert?

Das ist korrekt. Die Swobbl UG wurde mit einem Stammkapital von 150 € gegründet. Hinzu kamen zu Beginn etwa 1000 €. Weiterhin werden monatlich weitere finanzielle Mittel von mir der Firma beigesteuert.

Da derzeit die Ausgaben die Einnahmen überschreiten, bleiben leider keine Einnahmen übrig.

Sobald jedoch der Break-Even Point überschritten ist, werden sämtliche Einnahmen direkt in der Firma gebunden bleiben. Dann soll so schnell es geht, das benötigte Stammkapital für eine GmbH zu Verfügung stehen. 

Gibt es schon ein klares Ziel, wohin die Reise in der Zukunft gehen soll? 

Unser größtes Ziel ist die Aufhebung der Abhängigkeit Europas von US-amerikanischen IT-Unternehmen.

Für die erste Zeit jedoch freue ich mich erst einmal darauf, unsere komplett eigenständige Suchmaschine aus der Test-Phase zu entlassen und damit weitere Benutzer überzeugen zu können. 

Gibt es einen besonderen Tipp, den Sie einem Sologründer mit auf seinen Weg geben würden? 

So ausgelutscht es immer wieder klingt: Lass Dir niemals sagen, dass etwas nicht funktioniert! Wenn man an seine Idee glaubt, dann gilt es sich durchzubeißen.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur persönlichen Vita? 

Nach meiner schulischen Ausbildung und einem einjährigen Studium der Wirtschaftswissenschaften, studiere ich derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU Clausthal (Niedersachsen).

Ehrenamtlich bin ich in der Freiwilligen Feuerwehr Stetten am Bodensee tätig und setze mich für den Brauchtum im örtlichen Narrenverein ein.

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