Craft Beer – Entdecke Bier aus aller Welt mit Beerplorer

Craft Beer

Endlich Schluss mit dem Durchschnitts-Pils. Immer mehr Kleinbrauereien entwickeln neue Biersorten und versehen diese mit ungewöhnliche Namen. Das Craft Beer hat so eine ganz neue Szene von Bierliebhabern begründet. Und nun versendet Beerplorer diese köstlichen Biere aus aller Welt und das Beste aus Deutschland direkt nach Hause.

Herr Zander, kurz und knapp: Erklären Sie Ihre Geschäftsidee?

Wir bieten die Entdeckungsreise für den guten Biergeschmack. Es gibt allein in Deutschlabnd über 7.500 Biersorten, vor allem von sehr kleinen regionalen Privatbrauereien.

Hier kommen wir ins Spiel und recherchieren aus diesen tausenden Bieren national und sogar international, um unseren Kunden monatlich die besten Biere der Welt zu anzubieten.

Was genau war der Auslöser für den Start eines eigenen Business?

Das ganze Projekt startete sprichwörtlich als Schnapsidee auf einer privaten Feier, da wir dort eine sehr große Auswahl an verschiedenen Biersorten hatten.

Wir fanden es aber gleichzeitig sehr schade, dass üblicherweise nur die großen Brauereien wirklich bekannt sind und entsprechend getrunken werden.

Und um ehrlich zu sein, deren Biere schmecken alle sehr ähnlich. Ist ja auch nicht verwunderlich, wenn man den Massenmarkt anspricht, anstatt wirklich auf individuelle Geschmäcker einzugehen.

Was macht Ihr Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir führen für jeden unserer Kunden eine eigene Datenbank, mit der gewünschten Geschmacksrichtung, den erhaltenen Bieren und der Bewertung von dem Kunden.

Das bedeutet, dass ein Kunde nie zweimal das selbe Bier bekommt. Und gleichzeitig aber auch, dass jeder Kunde individuelle Pakete bekommt.

Wir versenden keine vorgefertigten Pakete, sondern achten auf die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Wo sehen Sie Ihre Zielgruppe bzw. wer sind Ihre Wunschkunden?

Das Alter unserer Zielgruppe liegt üblicherweise bei 20 – 50 Jahren. Junge Menschen, die nicht nur Interesse an etwas Neuem haben, sondern sich meist auch sonst bewusst ernähren.

Überraschenderweise haben wir auch viele Frauen als Kunden, denn wir bieten auch sehr fruchtige Biere an, die sehr gut als Alternative zum Mixgetränk oder dem Wein dienen können.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Das Projekt läuft als Lean-Startup. Da ich selber Jahre lang Entwickler und CTO war stand die erste Landing Page zum Projekt einen Tag nachdem die Idee geboren war. Am zweiten Tag hatten wir bereits die ersten Bestellungen.

Wir sehen das ganze aktuell noch als Evaluierung des Proof of Concept, den wir bei 100 Bestellungen unserer Meinung nach erreicht haben. Das ist der Punkt an dem dann auch ggf. mehr Geld investiert wird.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchen Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Ziel ist es natürlich mit jedem Paket Geld zu verdienen, dafür müssen wir aber erst eine kritische Masse erreichen, um Kosten bei der Logistik und auch im Einkauf sparen zu können.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Am besten läuft bei uns ganz klar Facebook. Mit quasi keinem Marketing-Budget konnten wir dort in 2 Wochen auf 500 Likes heranwachsen. Das Produkt ist definitiv ein sozialer Renner und wird auch zukünftig vor allem von viralen Aktivitäten leben.

Welche Vision verfolgen Sie und welche Schlagzeile würden Sie gern mal über Ihr Unternehmen lesen?

Zunächst ist die Evaluierung des PoC ganz klar die Priorität Nummer 1. Visionen gibt es aber genug, neben dem nationalen Markt ist natürlich das Geschäft mit deutschem Bier im internationalen Markt eine interessante Option. Als Schlagzeile würde ich aber gerne lesen, dass Beerplorer beginnt eigenes Bier zu brauen.

Auf welche 3 Tools/Komponenten können Sie bei der täglichen Arbeit nicht verzichten und warum?

Als größtes Werbemittel natürlich Facebook. Kunden- und Lagerbestand, genauso wie die Kalkulation machen wir aktuell mit Excel. Als dritte Komponente würde ich ganz klar das private Netzwerk nennen.

Das erste Feedback und die ersten Bestellungen von Freunden haben für die notwendige Zuversicht gesorgt und helfen auch regelmäßig um Ideen zu validieren.

Tobias Zander von Beerplorer

Beerplorer Gründer Tobias Zander

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Dies ist wirklich eine sehr individuelle Frage. Neben der finanziellen Unabhängigkeit wird für mich aber auch der Faktor Familie immer wichtiger.

Auch während der Bürozeiten die Möglichkeit zu haben mal eine Runde mit meinem Hund raus zu gehen bedeutet für mich Freiheit und somit auch ein großes Maß an Erfolg.

Welchen Fehler würden Sie aus ihrer Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Sich in seine eigene Idee zu verlieben. Man hat da sehr schnell einen Tunnelblick und ich habe auch schon Leute kennen gelernt, die ohne einen zahlenden Kunden bereits riesige Beträge in die Umsetzung investiert haben.

Darum bin ich ein großer Fan des Lean-Ansatzes. Mit minimalem Aufwand erst mal validieren, ob die Idee ankommt, ob man etwas übersehen hat und auf welche Schwierigkeiten man stoßen wird.

Welche Frage sollte sich eine Unternehmerin bzw. ein Unternehmer mindestens einmal gestellt haben?

Warum setze ich gerade diese Idee um? Mal ehrlich, gute Ideen gibt es mehr als genug und auf entsprechenden Plattformen inzwischen kostenlos zur Weitergabe von Seriengründern die einfach keine Zeit haben, alles umzusetzen.

Wenn ich selbst dann nur eine einzige Idee hatte, sollte ich mir wirklich zweimal überlegen, ob das jetzt das Beste ist, mit dem ich starten kann.

Mit welchen drei Worten würden Sie sich selbst beschreiben?

Ehrgeiziger und vorausschauender Entdecker.

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