Das 1×1 der Suchmaschinenoptimierung

Ein Gastbeitrag von Reto Stuber, Stuber Media Group.

Suchmaschinenoptimierung ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln? Dann soll sich das mit diesem Beitrag ändern. Sie werden erfahren, auf was Sie achten müssen, um die Besucher von Google her auf Ihre Webseite bringen – und dort zu halten.

Suchmaschinenoptimerung: kein Buch mit sieben Siegeln

Google ist die am meisten genutzte Suchmaschine. Wenn man sich die Suchresultate ansieht, erkennt man einen Mix aus bezahlten und organischen Resultaten. Wer sich mit den bezahlten Resultaten (Google Adwords) auseinandersetzen will, der findet unter www.adwords-starthilfe.de eine Anleitung sowie einen 100 Euro Gutschein.

Organischer und bezahlter Suchbereich bei Google

Unser Fokus liegt im Folgenden aber darauf, wie Sie sich in den organischen Resultaten möglichst weit vorne positionieren können. Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) besteht das Ziel darin, für ein bestimmtes Keyword mit einer eigenen Webseite (muss nicht die Homepage sein) möglichst eine gute Position zu erreichen.

Das erreichen Sie mit folgenden Maßnahmen:

  • Sorgen Sie für erstklassige Inhalte, damit die Leute lange auf Ihrer Seite bleiben und die Beiträge teilen.
  • Verlinken Sie ihre Inhalte untereinander.
  • Vermeiden Sie Links die ins Leere führen.
  • Sorgen Sie für sprechende URLS (bspw. meinshop.de/produktname anstelle von meinshop.de/1234567).
  • Machen Sie es den Besuchern einfach, die Inhalte weiterzuverbreiten – bieten Sie bspw. die Möglichkeit an, diese auf Facebook, Twitter, XING und Co. zu teilen.
  • Ihre Webseite sollte auch auf mobilen Endgeräten gut aussehen.
  • Sorgen Sie für eine solide On-Page Optimierung, damit Ihr Keyword entsprechend vorkommt.
  • Sorgen Sie für eine Off-Page-Optimierung, indem Sie von anderen Webseiten her entsprechende Backlinks erhalten (bspw. durch Gastbeiträge, Interviews, Pressemeldungen, Blogkommentare, gekaufte Bannerplätze/Links, Verlinkungen auf Ihre hochwertigen Inhalte, Social Bookmarks, Links die in den sozialen Medien geteilt werden, etc.).
  • Je mehr Links auf Ihre Seite(n) zeigen, desto besser – und je themenrelevanter und bekannter der Linkgeber, desto besser. Das Linkprofil sollte ausgewogen sein, sprich Sie sollten nicht nur Inhalte aus einer einzigen Quelle (bspw. Blogs) haben.
  • Prüfen Sie Ihre Seite mit www.seitenreport.de und nutzen Sie auch die Google Webmastertools, um wertvolle Hinweise zur Verbesserung Ihrer Webseite zu erhalten (siehe https://www.google.com/webmasters/, http://support.google.com/webmasters/, !

Wenn Sie mehr (technische) Details zum Thema Suchmaschinenoptimierung benötigen, können Sie bei http://seo.de, www.seobook.com oder www.seomoz.org/blog vorbeischauen.

Auf hochwertige Inhalte kommt es an

Im Kern kommt es aber darauf an, dass Sie wirklich hochwertigen Inhalt auf Ihrer Webseite haben, und dass dort die gewünschten Keywords, für die Ihre Seite ranken soll, entsprechend eingebunden sind. Wenn jemand von Google her auf Ihre Seite kommt, müssen Sie das Hauptanliegen dieses Besuchers verstehen und eine Antwort auf die brennendsten Fragen liefern. Das Schlimmste, was passieren kann: Der Nutzer verlässt Ihre Seite nach wenigen Sekunden und geht zurück zu Google. Diese „Bounce“-Rate wird natürlich von Google gemessen, und wenn diese zu hoch ist, wird Ihre Seite in den Resultaten nach hinten rutschen – denn offensichtlich liefern Sie dem Besucher nicht das, was er will!

Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie die häufigsten Fragen Ihrer Besucher beantworten und eine klare Lösung oder relevante Informationen liefern. Am besten geben Sie dem Besucher mit einer guten Strukturierung der Seite (Überschrift, Zeilenumbrüche, Aufzählungen, Grafiken, etc.) rasch eine Orientierung.

Ihre Inhalte sollten natürlich erstklassig verfasst und auch einfach teilbar sein, indem Sie die sozialen Buttons (Like-Button von Facebook, Tweet-Button von Twitter, +1-Button von Google etc.) einbauen. Damit schieben Sie den „Online Marketing Zyklus“ an, um letztendlich mehr Interessenten zu finden und darüber mehr Einfluss und (wenn gewünscht) mehr Verkäufe zu erzielen. Und darum geht es am Ende des Tages!

Der Online Marketing Zyklus

Über Reto Stuber

Reto Stuber ist Onlineunternehmer und Gründer der Stuber Media Group. Diese entwickelt Erfolgssysteme für KMU (Kunden – Menschen – Unternehmen), um Firmen dabei zu unterstützen, mehr Business über das Internet zu generieren. Er hat zudem den Bestseller „Erfolgreiches Social Media Marketing“ geschrieben und ist Dozent und Speaker für Online Marketing Themen.

Den zweiten Teil der kleinen SEO-Artikelserie von Reto Stuber finden Sie hier: Keywords- der heilige Gral bei der Suchmaschinenoptimierung.

Titelfoto: Alexander Klaus / pixelio.de

11 Kommentare zu "Das 1×1 der Suchmaschinenoptimierung"

  1. Gut geschrieben…kurz aber treffend zusammengefasst auf was es bei SEO ankommt!

    Ich denke auch das Social Media noch stärker in die Bewertungen für die Rankings einfließen wird, aber auch die Bewertung der Autoren wird einen größeren Stellenwert einnehmen…

    Auch die Nutzererfahrung wird in 2013 deutlich mehr Einfluss auf die Rankings haben…daher auf schnelle Ladezeiten, einfache Struktur und vor allem responsive Design, für verschiedene Endgeräte, aber auch auf die Verweildauer acht geben bzw. optimieren!

  2. Hallo Herr Stuber,

    ein super Beitrag, denn ich denke auch, dass SEO zu sehr aufgeblasen wird.
    Es gibt ein paar wichtige Dinge, die man beachten sollte. Mit Sicherheit gibt es immer noch einige dirty Hacks, mit denen man „betrügen“ kann, aber das Google Spam Team kämpft stetig dagegen an.

    Ich halte mich mit meinen Blogbeiträgen an folgende wichtigen SEO Grundlagen:
    – Treffender Titel
    – guter Inhalt
    – social Sharing
    – gute Crossverlinkung im Blog
    – eine ordentliche XML Site-Map

    und das war’s dann fast schon.

    Cheers
    Anton

  3. Alles in einem ein knackiger Beitrag, danke dafür. Jedoch würde ich diese Aussage bzw. Empfehlung: *gekaufte Bannerplätze/Links* nicht so stehen lassen wollen. Werbung durch Werbebanner ist in Ordnung, gekaufte Links gehen absolut nicht. Natürlich wird dies immer noch praktiziert, der Käufer wundert sich spätestens dann wenn er/sie bei Webmaster Tools plötzlich einen Blauenbrief erhält.

    MfG

  4. Danke für die Feedbacks.

    „Social Media noch stärker in die Bewertungen für die Rankings einfließen wird“: Ja, und insbesondere werden die Suchresultate basierend auf unserem sozialen Netzwerk noch stärker individualisiert. So werden bei einer Google Suche bevorzugt die Inhalte von meinen Google+ Kontakten dargestellt.

    Anton, genau so soll es sein – wenn der Nutzer im Zentrum steht und die „Basics“ der Onpage Optimierung eingehalten werden, ist man auf dem richtigen Weg.

    Gekaufte Bannerplätze/Links: Danke für den Hinweis, Vorsicht ist immer gut, und insbesondere muss man wissen dass dies gegen die Google Richtlinien läuft – in der Praxis ist mir persönlich noch kein Fall mit dem blauen Brief untergekommen, aber das ist natürlich subjektiv.

    Beste Grüße,
    Reto

  5. Zum Thema Linkkauf hatte sich Googles Spam Guru Matt Cutss letztes Jahr wiefolgt geäußert:

    M. Cutts: Wir arbeiten ständig daran unsere diesbezüglichen Tools zu verbessern. Einige der Tool die wir entwickeln, beispielsweise die um Blognetzwerke erkennen, können auch zur Erkennung von gekauften Links verwendet werden. Einige Leute denken sie können Links kaufen ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Die Leute müssen begreifen, dass Linkkauf im Zuge unserer neuen Tools immer gefährlicher wird. Wir sagen es seit Jahren, nun aber werden wir Linkkauf auch gezielt bekämpfen.

    Von daher könnte Linkkauf in Zukunft schwere Folgen haben

    Cheers
    Anton

  6. Der Linkmix muss natürlich aussehen – dazu gehören DoFollow und NoFollow Links – das Verhältnis muss stimmen – auch der Anchortext ist suuuuperwichtig – wenn man immer wieder mit seinem Moneykeys verlinkt, wird google schnell merken, dass das Linkwachstum unnatürlich ist… eine Flag oder sogar der Ausschluss von Google können die Folge sein.

    Man sollte für seine wichtigsten Keys auch ensprechend Landingpages bauen. Hier kann man sich zum Stichwort WDF*P*IDF (mehr gibts hier zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Latent_Semantic_Indexing) austoben.

    Man merkt schnell, dass das Thema SEO recht umfangreich ist und zudem ist es eine never ending story. Wer glaubt, dass es mit einer einmaligen Optimierung reicht, liegt falsch.

    Bestimmte Tätigkeiten kann man ja auslagern, wenn man nicht die Manpower hat, alles selbst zu machen. Der Clou liegt darin, alles sorgfältig zu überwachen und zu analysieren – und den Dienstleistern auf die Finger zu klopfen, sofern etwas nicht 100%ig sauber läuft. WEnn man sich gar nicht mit dem Thema auskennt, sollte man sich beraten lassen (nicht ganz günstig). Tut man dies nicht, kann das echt teuer werden. Bei einem online StartUp kann Nichtwissen fatale Folgen haben!!

    Schade, dass es solche Infos nicht gegeben hat, als ich gründete – heute hätte ich vieles anders gemacht und viele Fehler vermieden, die uns sehr viel Geld gekostet haben… naja man lernt ja aus den Fehlern (hoffe ich ;)

    SEO Agenturen verkaufen Ihre Dienstleistung häufig als „Magie“ … die nur sie können, aber mit etwas Brain 2.0 kommt man häufig weiter als jede SEO Agentur einen bringen kann.
    Dies sind zumindest meine Erfahrungen aus mehr als 5 Jahren SEO für meine Unternehmenswebseite – und nach zusammenarbeite mit 3 renommierten SEO-Agenturen (natürlich nicht gleichzeitig). Viele tausend Euro später habe ich und ein-zwei ausgewählte Mitarbeiter aus dem Unternehmen das Thema zur Chefsache erklärt … und siehe da: Nach einigen Basic-Lehrgängen steigen die Rankings stetig – und zwar mit vielen für uns wichtigen Keywords – sogar den sehr stark umkämpften.

    Mein Fazit daraus: Man sollte einfache Tätigkeiten und Tätigkeiten von denen man nichts versteht auslagern – den Rest kann man selbst machen, wenn man sich eingehend mit dem Thema befasst. Der Hinweis, Links sollte man nicht kaufen/mieten ist zwar löblich und anständig, hat jedoch mit der Ralität rein gar nichts zu tun. Wenn man Betreiber eines Blogs ist – ok, aber für Unternehmen? Ganz ehrlich: das ist Quatsch. Ich will mal die Leute sehen, die freiwillig einen PR5-7 Link verschenken – und dann auch noch auf die für einen Webseitenbetreiber wichtige Zielseite (Landingpage) und mit dem korrekten Anchortext versehen … warum auch, wenn man doch weiß, dass man für einem Themenrelevanten Link dieser Klasse locker 100-700 EUR p. MONAT bekommt. Mit solchen Tipps versuchen Neulinge nur saubere Links zu bekommen – und nach einiger Zeit merken sie, dass sie damit leider keine guten Rankings erzielen – dann gehen sie zu einer Agentur und was macht die? Kauft und mietet Links für den Kunden und zack werden die Rankings besser und der Kund denkt sich „Wow – das hätte ich allein nie geschaff, da zahl ich gern die Agenturrechnung!“ … ob das so gut ist? Leider ist das jedoch häufig die Realität :-( Grüße von einem, der leider kein großes Vertrauen mehr zu einigen SEO Agenturen hat…

  7. Hallo, super Beitrag. Der Hinweis auf Seitenreport ist auch sehr wertvoll. Die Sache mit dem DoFollow und NoFollow bei backlinks habe ich auch schon öfter gelesen, jedoch steht wird nie erklärt wie man ein NoFollow backlink erkennt?

    MfG.

  8. der Google Leitfaden ist natürlich auch ein Muss und sollte jeder SEO mal durchlesen. auch der Youtube Channel von Google ist klasse

  9. Youssef Boutzakht | 11. März 2013 um 21:48 | Antworten

    Guter Beitrag, der es sicherlich auf den Punkt bringt was Technik angeht. Allerdings sollte man die eigene Selbstvermarktungsstrategie nicht außer acht lassen. Super viel Traffic nützt nur dann was, wenn der Besucher auch einen Grund bekommt/sieht auch auf der Seite zu bleiben….Verweildauer!

    Content und Handlung sind genauso wichtig, um aus dem Traffic bare Münze zu machen….

    Gute Arbeit Reto!

    Gruss nach New York

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