Das Social-Selling Konzept von Pippa&Jean: „Wir möchten den Direktvertrieb entstauben“

PippaJean

Pippa&Jean mit Sitz in Frankfurt und Hamburg ist eine neue Social Selling Community, welche Frauen die Freiheit geben möchte, Karriere zu machen und gleichzeitig für die Familie da sein zu können.

Gerald Heydenreich, Gründer und Geschäftsführer sowie einigen Lesern sicherlich noch bekannt von BuyVIP, sowie Annette Albrecht-Wetzel, Creative Director und Geschäftsführerin, verraten uns mehr über das Konzept von Pippa&Jean:

„Starte dein eigenes Schmuckgeschäft mit Pippa & Jean“, so Ihr Slogan. Suchen Sie Partner im Rahmen eines Franchise-Modells, oder an wen richtet sich dieses Angebot?

Gerald Heydenreich: Wir suchen modeinteressierte, kontaktfreudige Frauen, die unseren Schmuck als sogenannte Style Coaches auf selbständiger Basis ihrem Kundenkreis präsentieren. Moderne, selbstbewusste Frauen des 21. Jahrhunderts, Frauen, die etwas im Leben erreichen wollen und sich nicht auf eine bestimmte Rolle reduzieren lassen.

Wir sind kein Franchiseunternehmen, wir bieten Frauen eine hoch flexible und lukrative Erwerbsquelle, im Neben- oder auch im Hauptberuf – ohne Lizenzen, ohne Abführungsgebühren, aber mit der Möglichkeit, unsere Marke, unsere Produkte und unsere Infrastruktur zum erfolgreichen Handeln zu nutzen. Langfristig wollen wir so 100.000 Frauen den Schritt in eine erfolgreiche Selbständigkeit ermöglichen.

Annette Albrecht-Wetzel: Insbesondere für Mütter ist das Angebot interessant, denn sie können sich ihre Arbeitszeiten Komplett frei einteilen und so Familie und Beruf gut in Einklang bringen. Ich bin selber Mutter und kenne den Spagat, den wir täglich leisten müssen.

Aber auch für Frauen, die ihr Gehalt aufbessern wollen, die etwas zum Haushaltseinkommen dazuverdienen möchten, sich beruflich umorientieren oder auch einfach ihre Freude an Mode und Schmuck für ein berufliches Standbein nutzen möchten, ist Pippa&Jean eine perfekte Chance. Bei Pippa&Jean sind Leben und Arbeiten kein Widerspruch, sondern eine Einheit.

Sie bewerben zudem die eigenen Style Partys vor Ort. Kann man also auch ohne ein eigenes Ladenlokal Ihre Produkte vertreiben?

Ring Mystic Owl

Der Ring "Mystic Owl"

Gerald Heydenreich: Absolut – es ist kein Laden nötig, denn die Style Coaches präsentieren den Schmuck direkt auf Style Partys oder in ihrer persönlichen Online Boutique.

Übrigens ist auch kein Lager nötig – die Style Coaches leiten die Bestellung an uns weiter; um Lagerhaltung, Versand und Abrechnung kümmert sich Pippa&Jean. Das minimiert Kosten und Aufwand für die Style Coaches und lässt sie sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren.

Annette Albrecht-Wetzel: Die Kombination aus Direktvertrieb und E-Commerce bietet unseren Style Coaches viele Vorteile und noch mehr Freiheit. Sie können sich die Arbeitszeit komplett frei einteilen, sind also an keine Öffnungszeiten gebunden; sie können auch selber entscheiden, wie viel Zeit sie auf ihre Arbeit verwenden und: sie können sich selber entscheiden, auf welchen Vertriebsweg sie sich mehr konzentrieren wollen.

Jemand ist sehr kommunikativ und will möglichst viel Zeit mit anderen Menschen verbringen? Dann sind Style Partys ideal. Für Frauen, die hingegen eher internetaffin sind, im Netz und auf Social Media Plattformen wie facebook unterwegs, bietet sich der Schwerpunkt Online Boutique an, denn hier kann sie online Freundinnen und Bekannte auf ihre Website einladen.

Welche Voraussetzungen sind für den Start eines eigenen Geschäfts notwendig, und was sollten geeignete Interessenten mit sich bringen?

Annette Albrecht-Wetzel: Ideale Voraussetzung für eine Frau, die Style Coach werden möchten, sind Begeisterung für Mode und Schmuck, Freude an Kommunikation und eine gute soziale Vernetzung. Eigentlich bringt jede Frau, die kontaktfreudig, gesprächig und gesellig ist, die Grundvoraussetzungen mit.

Sonst braucht sie nichts – außer einem Schreibtisch, einem Telefon und einen Computer. Sie kauft bei uns ein sogenanntes Starter Set für 199 Euro, das beinhaltet Schmuck im Wert von 400 Euro und mit Marketingunterlagen wie Broschüren, Katalogen, Bestellformularen alles, was sie für ihre ersten Schmuck Partys benötigt. Damit kann sie direkt loslegen.

In regelmäßigen Trainings für den direkten Verkauf sowie mit der gesamten Infrastruktur für den Online-Handel unterstützen wir sie bei ihren Aktivitäten und helfen ihnen, ihr volles Potential zu entfalten. Außerdem bekommt sie von uns Marketingtools, die es ihr erleichtern, mit ihren Kundinnen im Kontakt zu bleiben und neue Anreize zu schaffen.

Was unterscheidet Pippa & Jean von anderen Einzelhändlern im Bereich Schmuck und Accessoires?

Gerald Heydenreich: Pippa&Jean ist kein klassischer Einzelhändler. Pippa&Jean ist eine Social Selling Community. Unseren Schmuck gibt es nicht im Einzelhandel zu kaufen, sondern wir gewinnen Style Coaches, die unsere Produkte Endkundinnen im Rahmen von Style Partys und in ihrer eigene Online Boutique präsentieren.

Zur Erweiterung ihres Wirkungskreises verfügen die Style Coaches darüber hinaus über und kommunizieren mit ihrem Netzwerk über Social Media. Insofern wenden wir uns an zwei Zielgruppen: Style Coaches und Kundinnen, die auch Gastgeberin von Style Partys sein können.

Sie bezeichnen Ihr Unternehmen als „Social Selling Community“. Was genau bedeutet dies?

Annette Albrecht-Wetzel: Pippa&Jean kombiniert die Vorteile des Direktvertriebs mit der Effizienz des modernen E-Commerce und Elementen der Social Media. Social Selling bei Pippa&Jean bedeutet also: die Schnittmenge der Vertriebswege nutzen, von allen die Vorteile herausziehen und alle Komponenten zu einer modernen, innovativen und effizienten Vertriebsplattform mixen. Abgerundet wird das Konzept um den Gedanken einer geschlossenen Community: Mitglied wird man auf Einladung. So wird aus Social Selling die Social Selling Community bei Pippa&Jean.

Unser Ziel ist es, den Direktvertrieb zu entstauben und durch zeitgemässe Online-Komponenten sinnvoll zu ergänzen. Das Prinzip der Social Selling Community schließt den wachsenden Abstand zwischen „online“ und „offline“ und verbindet die Vorteile des klassischen Handels, nämlich eine persönliche Kundenbetreuung, und die Kraft der Kleinunternehmerinnen mit denen des E-Commerce.

Wie entstand die Geschäftsidee zu Pippa & Jean?

Gerald Heydenreich und Annette Albrecht-Wetzel

Gerald Heydenreich und Annette Albrecht-Wetzel

Gerald Heydenreich: Ich bin Unternehmer aus Leidenschaft; meine erste Firma habe ich mit 25 Jahren gegründet. Mein letztes Unternehmen war die Social Shopping Community BuyVIP, die ich 2010 an Amazon verkauft habe. Mode und Handel sind also keine Fremdworte für mich.

Nach dem Verkauf von BuyVIP habe ich mir eine Auszeit genommen und bin mit meiner Familie um die Welt gereist. Meine eigenen unternehmerischen Erfolge, aber auch Erlebnisse auf dieser Reise haben mich dazu inspiriert: Menschen bei ihrem Weg in die Selbständigkeit zu helfen. Aus Gesprächen mit meiner Frau und befreundeten Unternehmerinnen, meinen Erfahrungen im E-Commerce und Anregungen aus dem Direktvertrieb wurde mir klar, dass das wahre Potential unserer heutigen Gesellschaft bei den Frauen liegt. Daraus entstand binnen weniger Monate und mit einem starken Team Pippa&Jean.

Wir sehen uns als „Enabler“, als „Infrastruktur“. Wir kümmern uns um all das, was nicht mit dem eigentlichen, dem Präsentieren und Verkaufen von Produkten, zusammenhängt. Das ist das Besondere an diesem Modell. Es gibt Frauen die Möglichkeit, einfach mit einem starken Partner ins Geschäftsleben zu starten. Und mit Schmuck, denn den mag ja quasi jede Frau. Ab der nächsten Kollektion werden wir unser Portfolio übrigens auch um Accessoires erweitern.

Annette Albrecht-Wetzel: Kinder und Karriere optimal zu verbinden, ist leider immer noch sehr schwierig in Deutschland. Mit Pippa&Jean schaffen wir die Chance für Frauen, ihre Leidenschaft für Mode und Schmuck für eine erfolgreiche, freudvolle Erwerbsmöglichkeit zu nutzen. Eine echte Alternative für motivierte Frauen, mit genügend zeitlicher Flexibilität und wirklich lukrativen Möglichkeiten.

Das bringt Unabhängigkeit, die wirklich Freiheit bedeutet, finanzieller Art wie auch in der Work-Life-Balance. Als berufstätige Mutter erlebe ich selber jeden Tag, was das bedeutet und wie wichtig flexible Lösungen sind.

4 Kommentare zu "Das Social-Selling Konzept von Pippa&Jean: „Wir möchten den Direktvertrieb entstauben“"

  1. Das neuartige an diesem Konzept ist also, dass a) vor allem Frauen als Verkäuferinnen angesprochen werden und b) diese Verkäuferinnen mit ihren Kunden über Social Media-Plattformen kommunizieren.

    Ansonsten ist es also ein Direktvertrieb im Sinne der altbekannten Tupper-Partys.
    Ist dieses Modell nicht überholt? Und dann auch noch Schmuck? Vermutlich hat das Unternehmen bei diesem Produkt eben eine ziemlich große Gewinnspanne.

    Ich kann das Produkt nicht beurteilen. Es wäre jedoch unverantwortlich, wenn hier schlechte Qualität zu überzogenen Preisen verkauft werden sollte. Dann würden es sich die Verkäuferinnen nämlich in ihrem Bekanntenkreis verscherzen.

    • @Alltagsökonom: Ich finde die Idee, das Avon-Prinzip in die Neuzeit zu überführen an sich sehr gut. Dieses hat ja früher einmal sehr gut funktioniert, wieso sollte das also im Web 2.0 nicht funktionieren.

      Auch ich kann die Qualität der Produkte nicht einschätzen, insgesamt macht mir das Unternehmen sowie die Angebote jedoch einen deutlich besseren Eindruck als die meisten ähnlichen „Handelsketten“..

      • Petra Grimus | 6. Juni 2012 um 20:42 | Antworten

        Hallo Michael, das ist nicht nur einfach eine Handelskette und der Schmuck ist handgearbeitet und von sehr hoher Qualität – dabei aber zu bezahlbaren Preisen. Mach Dir einen Vorschlag: besuche meinen Onlineshop und mache Dir so ein Bild von der wirklich gelungenen Kollektion. Wenn es Dir gfällt nimm Deine Frau und komm am 07.07.2012 zum nächsten Diamond Day nach Frankfurt ins Le Meridien Hotel. Falls Du Fragen hast freue ich mich über Deine Mail. Grüße aus der Pfalz Petra Grimus

  2. Nachwuchs für Pippa&Jean: Die erst im Mai gestartete Social Selling Community mit Sitz in Frankfurt am Main und Hamburg übernimmt zum 1. Juli das Direktvertriebsunternehmen für Babykleidung und –zubehör Baby Basket, München. Die Unternehmen wollen damit Synergien nutzen und ihre Frauenpower bündeln.

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Das Social-Selling Konzept von Pippa&Jean: „Wir möchten den Direktvertrieb entstauben“

Lesezeit: 5 min
4