Die wichtigsten Versicherungen für Selbstständige

Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich um einen Gastbeitrag der Dr. Klein & Co. AG, Lübeck.

Endlich der eigene Chef sein – laut einer Studie der GfK können sich aktuell 17 Prozent der Deutschen vorstellen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.


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Als Ladenbesitzer, Ärzte, Künstler oder Anwälte sind sie dann selbst für ihren Versicherungsschutz und ihre Altersvorsorge verantwortlich, neben den privaten müssen sie betriebliche Risiken absichern. Hier sind die wichtigsten Versicherungen für Selbstständige im Überblick:

Krankenversicherung:

Selbstständige können wählen, ob Sie privat oder gesetzlich krankenversichert sein möchten. Viele Freiberufler entscheiden sich für eine private Krankenversicherung, da dies in vielen Fällen für sie die günstigere Lösung ist.

Ein Platz in der gesetzlichen Kasse kann dagegen von Vorteil sein, wenn der Selbstständige seine Kinder mitversichern möchte oder aufgrund von gesundheitlichen Vorerkrankungen nicht von der privaten Krankenkasse aufgenommen wurde, denn die gesetzlichen Kassen müssen alle Antragssteller aufnehmen.

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Selbstständige, die nicht mindestens 5 Beitragsjahre vor dem 01.01.1984 lückenlos in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben, erhalten keine Berufsunfähigkeitsrente. Für alle anderen Freiberufler empfiehlt es sich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, da bereits der teilweise Verlust der Arbeitskraft ihre Existenz gefährden kann.

Private Haftpflichtversicherung:

Ob Freiberufler oder Angestellter – die private Haftpflichtversicherung wird von Experten für Jedermann empfohlen, da Haftpflichtfälle richtig teuer werden können. Vor allem, wenn Personen geschädigt werden, können Schadenersatzleistungen schnell in den sechs- bis siebenstelligen Bereich wandern.

Private Altersvorsorge:

Bis auf wenige Ausnahmen wie etwa Mitglieder der Künstlersozialkasse sind Selbstständige nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert. Dementsprechend sind die meisten zu 100 Prozent selbst für ihre Altersvorsorge verantwortlich.

Plänen der Bundesregierung zufolge soll das Gros der Freiberufler bald dazu verpflichtet werden, eine private Altersvorsorge abzuschließen. Ob sie sich für eine Lebensversicherung, eine Rürup-Rente oder ein anderes Vorsorgeprodukt entscheiden, steht den Selbstständigen aber frei.

Betriebliche Haftpflicht, Betriebsinhaltsversicherung, Betriebsunterbrechungsversicherung, Firmen-Rechtsschutz:

Neben dem privaten Versicherungsschutz müssen sich Selbstständige über passende Policen für ihren Betrieb Gedanken machen. Experten empfehlen den Abschluss einer betrieblichen Haftpflichtversicherung, die für alle Schäden haftet, welche ihr Unternehmen bzw. ihre Mitarbeiter verursachen.

Ein Firmen-Rechtsschutz unterstützt sie zum Beispiel bei Verfahren vor dem Arbeitsgericht. Mit der Betriebs-Inhaltsversicherung sichern Sie die Einrichtung und mögliche Warenvorräte ab, mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung Beeinträchtigungen oder Unterbrechungen in der betrieblichen Leistungserstellung.

Titelbild: Piotr Dorabiala, Polen

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