Digitaler Unterricht mit Teech – die datenschutzkonforme Alternative für Homeschooling aus Deutschland

Browser-basierten Software für Klassenzimmer

Obwohl die Politik im Rahmen des Digitalpakts mehrere Milliarden Euro bereitstellte, um das deutsche Schulsystem für das 21. Jahrhundert fit zu machen, hat sich seit dem ersten Lockdown an unseren Schulen wenig getan. In diese Lücke stößt nun teech – das neue Tool für Homeschooling statt Zoom, Skype, Teams und Co. Es ist die neueste Gründung der Monaco-Brüder, Joel und Emanuele (links).

Hallo Ihr Beiden, kurz und knapp: Erklärt die Geschäftsidee?

teech ist das digitale Klassenzimmer und hilft Schulen, den Unterricht auch aus der Ferne aufrechtzuerhalten. Hierbei bildet teech die typischen Unterrichtsrituale digital ab und ist mit gängigen Endgeräten einfach zu nutzen. 

Durch eine intuitive Bedienung und geringen administrativen Aufwand sind aufwendige Schulungen nicht notwendig, sodass unsere Plattform innerhalb weniger Stunden einsatzbereit ist.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Bereits vor der Pandemie haben wir uns mit dem derzeitigen Schulsystem in verschiedenen Bereichen beschäftigt – auch damit, wie man mithilfe digitaler Plattformen den Unterricht weiterentwickeln kann. Schließlich ist die Schule, wie wir sie kennen, ein veraltetes System, das von gesellschaftlichen Veränderungen abgehängt wurde. 

Als sich Corona langsam außerhalb von Deutschland ausgebreitet hatte, haben wir vor dem ersten Lockdown gemeinsam mit unserer ehemaligen Schule einen Prototypen entwickelt und getestet. Dies war der Aufschlag für erste Investorenpitches und dem Aufbau unseres heutigen Teams.

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir entwickeln unsere Plattform in enger Zusammenarbeit mit Schulen und Kooperationspartnern weiter, um den Fokus auf die Bedürfnisse unserer Nutzergruppen stets zu gewährleisten. 

Hierbei eliminieren wir unnötige Prozesse und halten den administrativen Aufwand in der täglichen Nutzung möglichst gering, denn erst dann können sich Schulen und Lehrkräfte auf das konzentrieren, was wichtig ist: die Betreuung von Schüler*innen.

Das ist das neue Homeschooling mit teech

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Aktuell stehen ganz klar öffentliche und private Schulen und all deren Akteure im Vordergrund, die administrative Aufgaben haben oder teech unmittelbar nutzen (müssen).

Hierzu zählen die Schulleitung und assistierende Funktionen wie IT-Administrator*innen, aber vor allem Lehrkräfte und Schüler*innen.

Schnell haben wir aber in Gesprächen festgestellt, das der Markt auch in anderen Bereichen nach einer solchen Plattform fragt. Dies gilt für Unternehmen, die ihre Belegschaft einarbeiten oder weiterbilden, aber sowohl für Nachhilfeunternehmen oder Schulen anderer Art (bspw. Fahrschulen) als auch Coaches und Trainer aus verschiedensten Bereichen.

Deshalb geht es bei teech im Allgemeinen darum, Wissen zu vermitteln und durch kollaborative Ansätze gemeinsam neues Wissen zu generieren.

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Im März starteten wir mit der technischen Entwicklung unseres Prototyps, wofür wir mittels Bootstrapping Investitionen im oberen vierstelligen Bereich aufgebracht haben. Die Entwicklungskosten für einen MVP, der auch infrastrukturelle Aspekte beinhaltet, haben wir dann gemeinsam mit unserem ersten Investor gestemmt. 

So konnten wir bis Ende November erste Partnerschulen, die stets im Austausch mit uns sind, für uns gewinnen, um nun seit Ende 2020 den Markt offiziell anzugehen.

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Wir vergeben Lizenzen für die Nutzung von teech, welche sich nach der Größe der Schulen richten.

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Bisher sind wir vor allem über LinkedIn und andere Communities direkt auf Schulen und andere Entscheidungsträger zugegangen, um teech anzubieten. 

Mittlerweile spricht sich das Ganze von selbst rum, sodass diverse Publikationen zu unserem Vorhaben einen positiven Beitrag leisten.

Welche Vision verfolgt Du und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Mit teech wollen wir Wissen über territoriale und zeitliche Grenzen jedem Individuum zugänglich machen. Am liebsten würden wir natürlich lesen, dass teech einen Beitrag dazu leistet, das Schulsystem zu revolutionieren.

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Teams, Jira und Confluence. 

Durch Teams stehen wir mit dem gesamten Team aber auch mit Partnern und Kunden stets im Kontakt – das hilft vor allem während des Lockdowns. 

Jira hilft uns, unseren eigenen Weg in der Weiterentwicklung zu gestalten und den Überblick zu bewahren, wohingegen Confluence das gesamte Wissen, das wir mittlerweile anreichern konnten, zu dokumentieren und für unser Team greifbar zu machen, um gemeinsam daran weiterzuarbeiten.

Was bedeutet für Euch persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Erfolgreich sind wir dann, wenn wir sehen, dass es stets weitergeht. 

Wir machen dies bei uns nicht an einem konkreten Ziel fest, sondern daran, dass ein Ziel sich stets weiterentwickelt und sich daraus neue Möglichkeiten ergeben.

Welchen Fehler würdet Ihr aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Administrative Aufgaben müssen so schnell wie möglich systematisiert werden, um sich dem Aufbau des Teams und natürlich seiner Zielgruppe widmen zu können.

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Wie sieht für mich das perfekte Team-Setup aus, mit dem ich die Idee gemeinsam zum Erfolg führen kann? 

Und ganz wichtig: Wofür tu ich das Ganze überhaupt? Geht es mir darum schnell viel Geld zu verdienen? Dann ist das Gründerleben wohl nicht der richtige Weg. Wir sind davon überzeugt, dass man eine Motivation braucht, die größer ist als Geld. 

Uns hängt die Zukunft der Schule sehr am Herzen und wir wollen ein Teil davon sein – das motiviert uns erst jeden Tag unsere gesamte Energie in das Projekt zu stecken.

Mit welchen drei Worten würdet Ihr euch selbst beschreiben?

Risikobereit, aufmüpfig, optimistisch

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