Enkigo – Lass andere an Deinem Wissen teilhaben und zeig was Du kannst

enkigo - Teile Dein Wissen

Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten. Das Startup Enkigo bietet jetzt jedermann die Möglichkeit diese Fähigkeiten und sein Wissen anderen Menschen zugänglich zu machen und mit Workshops Geld zu verdienen. Wie genau die Plattform Kursanbieter und Lernwillige zusammenbringt, lest Ihr im Gründerinterview:

Wie lässt sich die Idee von enkigo in wenigen Sätzen beschreiben?

enkigo ist eine Online-Plattform, auf der man sein Wissen und die eigenen Skills in Form von Workshops, Kursen oder lockeren Lern-Sessions weitergeben kann.

Denn um uns herum gibt es viele Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die ihr Wissen teilen möchten und genau diese Kompetenzen möchten wir mit unserem Bildungsmarktplatz sichtbar machen.

Dazu legt sich der Nutzer selbst ein Profil an, um sich und seine Fähigkeiten zu beschreiben und im nächsten Schritt sein Workshop-Angebot online zu stellen. Diese authentischen und regionalen Workshops können dann direkt über enkigo gebucht werden.

Wann und wo wurde der Marktplatz offiziell an den Start gebracht und wie viel Vorlaufzeit hat es gebraucht?

Die Idee zu enkigo haben wir seit Januar 2014 systematisch entwickelt und die Strukturen und Abläufe ausgearbeitet.

Als das Konzept dann stand, ging es an die Programmierung. Hierfür ist Marc in unserem Team zuständig. Mitte Oktober 2014 sind wir dann nach 10-monatiger Entwicklungszeit online gegangen.

Der Sitz unserer Firma ist Konstanz am schönen Bodensee, wo wir (Felix und Janine) studiert haben.

Was war der Anstoß für die Umsetzung der enkigo-Plattform?

Es waren verschiedene Faktoren, die uns dazu ermutigt haben, unsere Idee umzusetzen.

Zum einen war für uns schon während des Studiums klar, dass wir gründen und selbständig arbeiten wollen. So betreiben wir beispielsweise schon seit 3 Jahren nebenberuflich ein Modellbauatelier mit CNC-Frässervice.

Parallel dazu sind wir aber auf der Suche nach einem skalierbaren Geschäftsmodell gewesen, wie das von enkigo. Der Hauptgrund für die Umsetzung von enkigo ist aber die Idee an sich. Neues zu lernen und auszuprobieren spielt in unserer Freizeit eine große Rolle.

Gleichzeitig gibt es in unserem Freundeskreis viele Leute mit tollen Begabungen. Ein Kumpel beispielsweise kann super Comics zeichnen und hat früher Graffitis gesprüht. Wir finden, dass solche Menschen, die Lust darauf haben, anderen etwas beizubringen, eine einfache Möglichkeit haben sollen, um ihre Skills anbieten und weitergeben zu können. Darum gibt es enkigo.

Was genau macht enkigo anders – schließlich gibt es bereits eine Menge an Lernplattformen?

Für uns sind es im Wesentlichen zwei Dinge, die enkigo ausmachen.

Das ist zum einen die Offenheit. Denn jeder, der besondere Fähigkeiten hat, kann unsere Plattform nutzen, um Lernangebote aus den verschiedensten Lebensbereichen einzustellen.

So sind gerade auch Hobby-Experten herzlich willkommen. Denn bei uns geht es nicht nur um Zertifikate & Co. Jeder der etwas gut kann und mit Leidenschaft bei der Sache ist, kann bei enkigo Kurse anbieten. Das Besondere ist, dass der Nutzer selbst sein Angebot einstellen kann, hierfür gibt es erstmals keine Eintrittsbarrieren.

Der andere wichtige Punkt ist, dass man sich persönlich trifft und kennenlernt, um voneinander zu lernen. Viele Dinge lassen sich von Mensch zu Mensch einfach besser vermitteln als via e-learning.

Denn beim Lernen geht es ja auch darum neue Eindrücke zu sammeln und das geht am Besten mit allen Sinnen.

Welche Zielgruppe sprecht Ihr mit den Workshops und Kursen primär an?

Unsere Zielgruppe ist sowohl auf Seiten der Kursanbieter, als auch auf Seiten der Kursteilnehmer weit gefasst. Das liegt daran, dass wir uns auf enkgio ein vielfältiges Angebot wünschen, bei dem der Imkerkurs ebenso Platz findet, wie der 3D-Druck-Workshop.

Wer also Lust hat Neues zu lernen, oder sich mit seinem Experten-Wissen etwas dazu verdienen will, ist bei enkigo richtig.

Das kann beispielsweise der Student sein, der anderen neben dem Studium Gitarrespielen beibringt, oder der passionierte Fotograf, der zeigen will, dass es noch etwas anderes als den Automatik-Modus an der Kamera gibt.

Aber auch Unternehmen können ihren Kunden die eigenen Produkte mit einem Workshop näher bringen.

Wie viel Geld ist bereits in das Startup geflossen und benötigt Ihr aktuell neue Geldgeber?

Seit Beginn des Projektes stehen wir auf eigenen Füssen. Das heißt wir sind bisher komplett eigenfinanziert.

Anfangs ist jeder von uns noch einer festen Anstellung nachgegangen. Nach und nach haben wir dies aber heruntergefahren, um uns nun voll und ganz auf enkigo zu konzentrieren. Aktuell beträgt die Geldinvestition 18.000 Euro.

Ja,  wir sind auf der Suche nach einem strategischen Partner, der Geld und auch Know How einfließen lassen möchte und unsere Mission teilt. Denn bei einem Projekt dieser Art, welches davon lebt, zwei Kundensegmente (Anbieter und Teilnehmer) gleichzeitig anzusprechen, ist es wichtig schnell eine kritische Masse zu erreichen, um Angebot und Nachfrage bedienen zu können. Hierfür bedarf es neben Ideen, vor allem Kapital, um rasch eine Community aufzubauen.

Wie genau verdient Ihr Geld mit dieser Geschäftsidee?

Die Geschäftsidee von enkigo basiert aktuell auf einem Provisionsmodell. Das bedeutet, wir verdienen an jeder durchgeführten Buchung auf unserem Portal eine Vermittlungsprovision. Das hat für Kursanbieter den großen Vorteil, dass man auf enkigo kein Risiko eingeht, denn die Provision wird erst bei erfolgreicher Buchung fällig.

„We win if you win“ ist die Devise. Es gibt noch weitere Ideen zur Monetarisierung, aber hier liegt aktuell unser Fokus.

Gibt es bereits eine langfristige Vision und was wäre Eure Traumschlagzeile in einem Jahr?

„Wie aus Nachbarn Lehrer werden – Das Startup enkigo macht Bildung zum neuen Freizeittrend“ Das wäre eine Schlagzeile nach unserem Geschmack.

„Bildung“ hat für Viele noch immer mit einem Über- / Unterordnungsverhältnis zwischen Lehrern und Schülern zu tun und oftmals scheint eine hübsche Verpackung in Form von Zertifikaten und Abschlüssen mehr Wert zu sein, als gute Inhalte, die mit Leidenschaft vermittelt werden.

Unsere Vision ist es, mit enkigo das Bewusstsein zu etablieren, dass wir alle voneinander lernen können und dass Bildung Spaß macht. Hierfür wollen wir eine deutschlandweite Community aufbauen, um ein flächendeckendes Angebot authentischer und spannender Kurse „von nebenan“ zu schaffen.

Wie schaut es mit dem Marketingmix aus – auf welche Kanälen seit Ihr alles unterwegs?

Online sind wir auf Facebook, Twitter und Google+ unterwegs, betreiben SEO & SEA und führen ein Blog. Außerdem sind wir gerade in Verhandlungen mit einem Partner im Bereich provisionsbasierter Leadgenerierung und Conversion.

Aber auch Offline-Marketing ist uns wichtig, um die enkigo-Idee bekannt zu machen. Zum Launch der Plattform haben wir beispielsweise einen Percussion-Workshop mit Schlagzeuger Flo König (CRO) organisiert.

Solche Veranstaltungen soll es auch zukünftig in verschiedenen Städten geben. Außerdem touren wir im Frühjahr 2015 durch verschiedene deutsche Unis, um Studenten zu erreichen und von enkigo zu begeistern.

Gab es eine Empfehlung, welche Euch bei Eurem Start wirklich weitergeholfen hat?

Seitdem wir uns mit der Gründung von Startups beschäftigen, haben wir eine ganze Menge wertvoller Tipps sammeln können. Eine Empfehlung die uns in dieser Zeit wichtig geworden ist, lässt sich am besten mit einem Zitat von Marc Twain umschreiben: „Kontinuierliche Verbesserung ist besser als hinausgezögerte Vollkommenheit.“ Denn wenn die Ressourcen Zeit und Geld knapp sind, verträgt sich das oftmals nicht so gut mit absolutem Perfektionismus oder wie man hierzulande sagt „I-Tüpfeles-Schießerei“. Wir versuchen darum unsere Entscheidungen und nächsten Schritte daran zum messen, ob Sie uns unserer Vision aktuell wirklich näher bringen. Manche „Nice-to-haves“ müssen so noch etwas warten, damit die „richtigen Dinge“ nicht zur falschen Zeit getan werden.

engiko Gruenderduo


engiko-Gründer: Janine Trappe und Felix Pfeffer

Abschließend noch ein paar Worte zu den drei Köpfen, die für enkigo stehen?

Das Kernteam von enkigo besteht aus den beiden Gründern Janine Trappe und Felix Pfeffer und aus unserem Programmierer Marc Lutze.

Janine ist unser Lern-Junkie im Team, da Sie ständig die verschiedensten Workshops besucht – Tendenz dank enkigo weiter steigend. Sie hat Jura und Mediation studiert und kümmert sich neben der Weiterentwicklung der Plattform um den Vertrieb und die PR.

Felix hat Architektur studiert und ist neben dem Design und der Entwicklung von enkigo auch für die Finanzen verantwortlich. Außerdem sorgt er als Team-Motivator für gute Stimmung und Schwung.

Unser Programmierer Marc ist seit 15 Jahren als selbständiger Webentwickler tätig. Für ihn ist enkigo zu einer echten Herzensangelegenheit geworden, für die er gern auch mal die Nächte durch macht.

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