Green City Solutions: Mit gesunder Stadtluft mehr Lebenszeit gewinnen

Luftverschmutzung? - GreenCitySolutions

„Einen echten Sonnenaufgang für die Einwohner Pekings.“ Diese Schlagzeile würden die 4 Gründer des grünen Startups Green City Solutions gern einmal über Ihre Arbeit lesen. Denn noch liegt allmorgendlich dichter Smog über der Großstadt. Mit dem CityTree haben Sie aber einen erstes Ausrufezeichen zur Aufwertung urbanen Lebensraums gesetzt.

Für welche Idee steht Green City Solutions?

„Green City Solutions provides cool and clean air profitable“.

Luftverschmutzung ist das größte vom Mensch gemachte Gesundheitsrisiko und für jeden siebten Tod weltweit verantwortlich. Gegen dieses gewaltige Problem haben wir uns zu Green City Solutions vereint und können schon heute intelligente und profitable Luftreinhaltung anbieten.

Zukünftig werden wir in der Lage sein, umfassende Umwelt- und Klimadienstleistungen für Städte anzubieten.

Wann und wo wurde das StartUp offiziell an den Start gebracht und wie viel Vorlaufzeit wurde benötigt?

Green City Solutions hat sich am 25.03.2014 in Dresden notariell zur GmbH & Co. KG gegründet.

Intensive Bestrebungen, das Projekt auszugründen, gab es seit Juli 2013. Dem gingen jedoch bereits mehrere Jahre intensiver Beschäftigung mit der Materie sowie wissenschaftlicher Forschung der Gründer-Universitäten voraus.

Was genau war der Auslöser für die Auseinandersetzung mit Lösungen zur nachhaltigen Stadtentwicklung?

Es waren die eigenen Erfahrungen der Gründer in Großstädten wie Shanghai, Madrid und Paris.

Diese Städte heizen sich im Sommer zu unerträglichen Orten auf und bereits nach kurzer Zeit sind auf Grund der Luftverschmutzung gesundheitliche Beeinträchtigungen zu spüren.

Welches erstes Produkt habt Ihr diesbezüglich entwickelt und wie genau funktioniert es?

Unser erstes Produkt, der CityTree, ist eine flächige Vertikalbegrünung mit multifunktionaler Marketingwirkung und innovativer Sensor- und Fernwartetechnik. Damit verbinden wir ökologischen Einfluss mit ökonomischem Anreiz.

Wie ist bei der anvisierten Zielgruppe bis dato die Resonanz?

Die Resonanz ist sehr positiv. Sowohl Vertreter von Städten als auch von Unternehmen sehen im CityTree eine gute Möglichkeit, die Städte zukünftig ökologisch zu entlasten und gleichzeitig Strukturen zu schaffen, die den Anforderungen der Zukunft smart und effizient gewachsen sind.

Wie viel Geld ist in die Entwicklung des Prototypen geflossen und konnten bereits erste Auftraggeber vom CityTree überzeugt werden?

Im Juli vergangenen Jahres wurde ein vorläufiger Pflanzentest in Pillnitz begonnen, im Mai 2014 dann der Prototyp des CityTree aufgebaut und um ein Forschungselement erweitert. Seit August dieses Jahres verfügen wir über eine Büro-Variante des CityTree im kleineren Format, mit Zimmerpflanzen.

Alle Prototypen wurden in Eigenleistung finanziert und hergestellt, die Kosten dafür belaufen sich bisher auf insgesamt etwa eine viertel Million Euro.

Momentan sind wir in Verhandlungen mit mehreren potentiellen, teils Konzerne vertretenden, Auftraggebern in der entscheidenden Phase angelangt.

Gibt es neben dem CityTree schon weitere Ideen, für noch grünere Städte?

Der CityTree ist der erste Baustein in unserer langfristigen Zielsetzung einer Klima-Infrastruktur. In dieser gibt es deutlich größere oder auch fest installierte Varianten des CityTree.

In Zukunft gilt die Anpassung an die Folgen des Klimawandels für die Städte als Priorität. Der CityTree kann dann als Präventivmaßnahme gegen Hochwasser eingesetzt werden, indem er Starkregenereignisse ab puffert und über die Pflanzflächen langsam in das System zurückführt.

Dies bedingt gleichzeitig eine Abmilderung auftretender Hitzeinseln. Eine Vielzahl von aufgestellten Anlagen bildet grüne Bänder durch die eng bebauten Innenstädte, fördert die Biodiversität und den Grünanteil.

Welche langfristige Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdet Ihr gern über Green City Solutions lesen?

Neunzig Prozent der in Städten lebenden Bevölkerung atmet verschmutzte Luft ein und verliert damit wertvolle Lebenszeit. Unsere Vision ist ganz deutlich die Aufwertung des Lebensraums des Menschen.

Jedem Bewohner soll es möglich sein, in der Stadt frische und saubere Luft zu atmen. Die Schlagzeile: Green City Solutions hat es geschafft, dass die Bewohner von Peking bei gutem Wetter auch wieder einen echten Sonnenaufgang erleben können!

Vor wenigen Wochen wart Ihr beim StartupBootCamp von Climate-KIC in Berlin. Welche Erfahrungen konntet Ihr von dort mitnehmen?

Das StartupBootCamp in Berlin von Climate-KIC war eine einzigartige Veranstaltung. In verschiedensten Workshops und Vorträgen wurden Methoden präsentiert, wie man seinen eigenen CO2-Footprint berechnen kann, seine Kunden findet und analysiert und schließlich das eigene Produkt verkauft.

Inspirierend für uns waren auch die Atmosphäre, die unter allen StartUps herrschte und die Chance, Gleichgesinnte zu treffen, die sich mit der Problematik des Klimawandels beschäftigen.

Dies beflügelte uns zum Gewinn des Climate KIC Networking Events: Bei diesem ging es darum, potentielle Interessenten in wenigen Sätzen von der eigenen Idee zu überzeugen.

Neben dem Gewinn des Generation-D-Awards in München und dem Finaleinzug bei der Climate-KIC Europe Venture Competition in Valencia vor wenigen Wochen war es eine weitere Bestätigung für uns, dass sowohl unsere Idee als auch wir als Team mit unserer Vision die notwendige Strahlkraft besitzen.

Momentan sind wir im Rahmen des GreenTec Award 2015 nominiert und in zwei Kategorien unter den TOP 10.

Welche Empfehlung würden vier junge Gründer anderen Gründern unbedingt mit auf ihren Weg zum eigenen Unternehmen mitgeben?

Der Kern eines jeden StartUps ist das Team. Wenn dieses zusammenhält und einheitlich agiert, ist das schon viel Wert.

Das gilt auch für Rückschläge: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und: Überlegt euch sehr gut, wem Ihr wie viel eurer Unternehmensanteile anbietet.

GreenCitySolutions-Team


GreenCitySolutions-Team

Abschließend noch ein paar Worte zu den Personen, welche Green City Solutions ins Leben gerufen haben?

Es ist nicht alltäglich, dass sich ein Architekt, ein Maschinenbauer, ein Informatiker und ein Gartenbauer treffen und sich zu einem Team vereinen.

Genau das haben wir geschafft und können durch unsere sehr verschiedenen Ausbildungen und Erfahrungen tolle innovative Dinge entwickeln. Zudem ermöglicht die Kombination der einzelnen Ressorts Horizonterweiterungen, die uns Außergewöhnliches erdenken lassen.

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