Eversnack: Ökologie und Produktdesign im Einklang

Wiederverwendbare Brot- und Snackverpackungen bietet das Berliner StartUp Eversnack an. Was zunächst interessant klingt hat einen durchaus ernsten Hintergrund, wie uns die Initiatorin Ingrid Barbosa-Farias verrät:

Was möchten Sie mit Ihrem innovativen Produkt erreichen?

Jährlich werden in Deutschland Tonnen von Haushaltsmüll produziert. Mit Eversnack möchte ich den Menschen ein Produkt bieten, dass Ihnen dabei hilft auf einfache Weise diesen Müllberg zu reduzieren, in dem sie statt Einweg-Verpackungsmaterialien wie Klarsichtfolie, Aluminiumfolie und Brotpapier wiederbenutzbare Brottücher und Snackbeutel verwenden.

Natürlich gibt es die traditionellen Brotdosen. Eversnack hat jedoch den Vorteil, dass es platzsparender ist, einfach zu reinigen, und sich die Brottücher in praktische Essunterlagen verwandeln. Die fröhlichen Designs sollen außerdem wieder Lust auf selbstgemachte Snacks, statt Fastfood machen. Kurzum mit Eversnack möchte ich erreichen, dass weniger Müll produziert wird und sich die Menschen im besten Fall gesünder ernähren.

Vermarkten Sie Ihre Produkte nur über Ihren Onlineshop, oder auch über weitere Handelspartner und Geschäfte vor Ort?

Eversnack wird hauptsächlich über den Onlineshop vertrieben. Der Schritt in den Einzelhandel steht aber nun unmittelbar bevor. Bald können die Kunden über einen Shoplocator auf der Webseite Händler in Ihrer Nähe finden.

Falls hier ein interessierter potenzieller Kooperationspartner mitliest, sind Sie noch auf der Suche nach weiteren Vertriebspartnern?

Natürlich. Vertriebspartner sei es in Form von Wiederverkäufern, oder anderen Kooperationspartnern wie Handelsvertretern sind immer gerne gesehen.

Wo und wie werden die Eversnacks produziert?

Bei Eversnack handelt es sich nicht um Industrieartikel, sondern ausschließlich um handgefertigte Waren, die von einem Familienbetrieb in der EU hergestellt werden.

Ihre Produkte sind „BPA, Phthalate, PVC frei“. Von den ersten beiden Stoffen werden die wenigsten Verbraucher jemals gehört haben. Wie kann man im Alltag sicher gehen, möglichst sichere und nachhaltige Produkte erwerben zu können, wenn man bei den ganz normalen Handelsketten einkauft?

BPA und Phthalate sind so genannte Weichmacher, die Plastik zugesetzt werden, um diese flexibler zu machen und stehen im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Sie finden sich sowohl in Trinkflaschen, Brotdosen, aber auch in Schnullern etc. BPA und einige Phthalate sind in Deutschland zugelassen. Dennoch werden für Eversnack nur Kunststofffolien verwendet, die frei von diesen Chemikalien sind.

Für den Kunden ist es nicht möglich zu erkennen, welche Zusätze Produkte enthalten. Um sicher zu gehen empfehle ich bei den Herstellern nachzufragen. Gerade bei Produkten im Lebensmittelbereich, die oft von Kindern benutzt werden.

Können Sie in diesem Zusammenhang einen Trend bei den Kunden feststellen, die immer mehr wissen wollen, was sich hinter einer Ware genau verbirgt?

Bisher konnte ich noch keinen Trend feststellen. Was mich aber nicht daran hindert Monate damit zu verbringen ein Material ausfindig zu machen, dass meinen Anforderungen entspricht. Denn wenn ich ein mulmiges Gefühl habe die Snackverpackungen den Kindern meiner Freunde zu geben, dann sind sie einfach nicht gut genug, egal wie die gesetzlichen Bestimmungen hierzu lauten, oder ob Kunden für dieses Thema sensibilisiert sind.

Welche weiteren Pläne haben Sie mit Eversnack?

Ich arbeite ununterbrochen daran die Produkte noch weiter zu verbessern und das Sortiment zu erweitern. Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind immer gerne gesehen. Der Fokus wird jedoch bestehen bleiben. Brot- und Snackverpackungen in hoher Qualität für Groß und Klein.

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