Fünf Schritte zum PR-Start – Worauf Startups bei der Pressearbeit achten sollten

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Ein Gastbeitrag von Nora Feist, Mashup Communications – PR-Agentur für Performance PR.

Unternehmern junger Startups sind Begriffe wie gute Vorbereitung, Recherche und Organisation keine Fremdwörter. Vor allem nicht, wenn sie an den Aufbau ihres Unternehmens denken. Das Thema PR wird dabei jedoch oftmals ausgespart und kurz vor dem Launch weiß plötzlich niemand, wie die Öffentlichkeit von der neuen, bahnbrechenden Technologie oder dem Online-Shop erfahren soll. Zusammen mit Nora Feist, Geschäftsführerin bei Mashup Communications, trainiert PR-Beraterin Franziska Schulze Gründer und PR-Verantwortliche für den großen Auftritt in ganztägigen Intensiv-Workshops.

Für MeinStartup.com haben die PR-Profis die wichtigsten Schritte bis zur ersten Pressemeldung zusammengefasst. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, erhält bei der Anmeldung mit dem Stichwort ‚MeinStartup.com‘ 10 Prozent Rabatt für den nächsten Workshop am 19. April 2013 (Normalpreis 190 Euro).

Schritt 1: Kernbotschaften formulieren

Welche Zielgruppen möchte ich über die Öffentlichkeit erreichen und was sollen sie über das Produkt erfahren? Das sollte die erste Frage sein, die man sich stellt, bevor es an die weitere Planung geht. Für jede Zielgruppe sollten unterschiedliche Botschaften formuliert werden, denn potentielle Investoren interessieren sich für andere Aspekte eines Startups als Nutzer. Die Kernbotschaften bilden anschließend den inhaltlichen Fokus, der im Rahmen der PR-Arbeit transportiert werden soll. Sie schwingen in allen Pressemeldungen, Interviews, Statements etc. mit. Sie helfen auch zu erkennen, ob ein Thema nicht presserelevant ist. Deshalb sollte man sich unbedingt Zeit dafür nehmen!

Schritt 2: Keymedien definieren

Damit die Kernbotschaften bei der entsprechenden Zielgruppe ankommen, ist es wichtig, dass man so genannte Keymedien identifiziert. Um diese herauszufinden, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Welchen Medien nutzen meine Zielgruppen? (beruflich und/oder privat)
  • In welchen Medien hat mein Startup Chancen, erwähnt zu werden?
  • Mit welchen Themen und Informationen kann ich die passenden Medienressorts bespielen?
  • Welche Medienressorts interessieren meine Zielgruppen besonders?
  • Welcher Redakteur ist für das Ressort zuständig?

Anhand dieser Fragen kann man die Medien und passenden Ressorts identifizieren sowie Redakteure recherchieren, mit denen man langfristige Beziehungen aufbauen möchte. Ratsam ist es, sich pro Zielgruppe auf maximal zehn Medien zu reduzieren, damit man sich schlussendlich auf die „wirklich wichtigen“ Redakteure konzentrieren kann.

Schritt 3: Bildmaterial

Franziska Schulze & Nora Feist

Franziska Schulze & Nora Feist

Eine aktuelle Umfrage des Presse-Verbreitungsdienstes news aktuell hat ergeben, dass sich 85 Prozent der Journalisten Pressemeldungen mit passendem Bildmaterial wünschen. Visuelle Inhalte steigern damit die Chancen von der Presse aufgegriffen zu werden. Deshalb sollte von Anfang an professionelles Bildmaterial von den Gründern und den Produkten bzw. der Website in druckfähiger Qualität (ab 300 dpi) zur Verfügung stehen. Besonders Online-Medien leben von Bildern. Aber auch Printmedien investieren immer weniger in eigene Bilderstrecken und greifen deshalb gern auf PR-Bilder zurück. Wer also beim Bildmaterial spart, wird so manche Chancen in die Medien zu kommen verpassen.

Schritt 4: Unternehmensportrait und Footer

Das Unternehmensportrait präsentiert das Startup und das Produkt kurz und bündig und enthält dabei alle wichtigen Informationen und Fakten. Im Kontakt mit Journalisten ist das Unternehmensportrait ein willkommener Service, damit sich der Redakteur die für ihn wichtigen Informationen nicht selbst auf der Webseite zusammensuchen muss. Folgende Fragen sollte das Portrait in Bezug auf das Unternehmen/Produkt beantworten:

  • Was ist das Produkt/ sind die Produkte?
  • An wen richten sie sich?
  • Was ist der Nutzen?
  • Wie werden sie eingesetzt / angewendet?
  • Was macht sie so besonders/ anders als andere?
  • Welche wichtigen Funktionen zeichnen das Produkt aus?
  • Wer steckt dahinter (Gründer, Team, Unternehmen)?
  • Wie ist die Idee zum Produkt/ Unternehmen entstanden?
  • Wichtige Zahlen und Fakten (Gründungsjahr, Geschäftsführung, Investoren, Mitarbeiterzahl, weitere wichtige Zahlen wie z.B. Downloadzahlen, Nutzerzahlen etc.)

Der Footer bildet in der Regel einen Auszug bzw. ist oft der erste Absatz aus dem Unternehmensportrait. Er fasst alle „W-Fragen“ in maximal 1000 Zeichen zusammen. Er wird als Abbinder für alle Pressemeldungen benutzt, um Auskunft über den Absender zu geben.

Tipp 5: Online Pressebereich

Der Online-Pressebereich erleichtert dem PR-Verantwortlichen im Startup viel Arbeit, denn Journalisten können sich dort im besten Fall alle aktuellen Informationen und Bildmaterial einfach und unkompliziert selbst herunterladen. Ganz wichtig: Einen personalisierten Pressekontakt angeben, am besten mit Telefonnummer, damit man keine Chance verpasst.

Wenn diese Basics alle stehen, kann man sich an die erste Pressemeldung machen. Wer wissen möchte, worauf es beim Verfassen einer Pressemeldung ankommt und wie man Journalisten am geschicktesten kontaktiert, ist in den PR-Workshops bei Mashup Communications goldrichtig. Infos zum nächsten „PR für Startups“ Tagesworkshop:

Termin: 19.04.2013, von 10:00 bis 17:00
Ort: Berlin-Mitte, Mashup Communications
Teilnehmer: 4-8
Kosten: 190 Euro zzgl. MwSt.
Kontakt und Anmeldung: Franziska Schulze 030.832119.74, workshop@mashup-berlin.de, 10 %Rabattcode: ‚MeinStartup.com‘

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