Less Waste Club – Nachhaltige Körperpflege in Pulverform

Less Waste Club

Der Less Waste Club setzt bei seinen Körperpflegeprodukten voll auf das Thema Nachhaltigkeit. Dabei haben sich die beiden Gründer, Rosalie Schmid und Maximilian Glas, zum Ziel gesetzt mit ihren Produkten in Pulverform, 1.000.000 Einweg – Plastikflaschen aus deutschen Badezimmern zu verbannen. 

Rosalie, kurz und knapp: Erkläre Eure Geschäftsidee?

Jedes Jahr landen mehr als 2 Mrd. Einweg-Plastikflaschen auf dem Müll und unzählige Tonnen an schwer für die Natur abbaubaren Inhaltsstoffen gelangen in den Wasserkreislauf. 

Schaut man sich die Liste der Inhaltsstoffe herkömmlicher Körperpflegeprodukte an, stellt man fest, dass diese bis zu 90% aus Wasser bestehen. Etwas, das man ohnehin zum Duschen, Händewaschen etc. benötigt. 

Mit unseren Produkten setzen wir genau hier an. Wir verzichten bei unseren Produkten auf Wasser, reduzieren uns aufs Wesentliche und setzen auf die puren Inhaltsstoffe in Pulverform. Zuhause gibt man dann das benötigte Leitungswasser zu unserem Pulver in einen passenden Spender, schüttelt diesen kurz und fertig ist das gewohnte flüssige Körperpflegeprodukt. 

Unsere Pulver sind in Papier verpackt und ersetzen dadurch viele Einweg-Plastikflaschen. Durch die Reduktion von Gewicht und Volumen reduzieren wir den CO2 – Footprint bis zu 87% im Vergleich zu herkömmlichen Körperpflegeprodukten.

Was genau war der Auslöser für den Start in ein eigenes Business?

Im Herbst 2019 habe ich einen Zero Waste Monat gemacht und festgestellt, dass es für viele Produkte des täglichen Gebrauchs noch nicht die die optimale Lösung gibt. Die meisten Produkte, wie z.B. feste Seifen stellen für mich immer einen Verzicht auf einen bereits gewohnten Komfort da. 

Als wir uns die Inhaltsstoffe herkömmlicher Duschgels, Shampoos und Seifen angeschaut hatten, haben wir festgestellt, dass diese fast nur aus Wasser bestehen und viele andere Inhaltsstoffe völlig unnötig und sogar schädlich sind. 

Wir haben uns daher überlegt, warum es noch keine besseren Alternative für bestehende flüssige Körperpflegeprodukte gibt, die eine gewohnte Handhabung ermöglichen und aber gleichzeitig die Umwelt schützen. 

Max hat bei einer Geschäftsreise über Blueland einer Putzmittel-Tab Firma aus den USA gelesen. Die haben 2018 so ziemlich als erste mit dem Thema Waterless Products begonnen. Relativ schnell sind wir dann auf die Idee gekommen, unsere Produkte auch in Pulverform herzustellen. 

Was macht das Geschäftsmodell einzigartig – was ist der USP?

Wir ermöglichen es unseren Kunden ihren gewohnten Lebensstil beizubehalten und trotzdem ohne Verzicht einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Wo siehst Du die Zielgruppe bzw. wer sind die Wunschkunden?

Unsere Zielgruppe ist aktuell überwiegend weiblich, sportlich aktiv, im Alter von 25-45, welche ein Bewusstsein für Natur und Umwelt haben. 

Da Körperpflege in Deutschland jeden betrifft möchten wir in Zukunft auch für alle Kunden und Kundinnen eine passende Lösung anbieten. 

Wie viel Geld wurde bis zum Start investiert und wie lange war die Vorlaufzeit?

Vor unserem ersten Produkt Launch hatten wir eine Entwicklungszeit von etwa 6 Monaten. In dieser Zeit konnten wir neben den passenden Formulierungen auch gleichzeitig noch eine Crowdfunding-Kampagne erfolgreich abschließen. Bis zum offiziellen Verkaufsstart Anfang Dezember haben wir in das Projekt etwa einen mittleren 5-stelligen Betrag investiert. 

Wie sieht es mit der Einnahmeseite aus – auf welchem Weg werden Geldrückflüsse erzielt?

Aufgrund der aktuell COVID – 19 Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns, sind wir ziemlich stark auf den Bereich E-Commerce fokussiert. Aber auch das Thema Unverpackt – Läden und Handel spiele für uns eine wichtige Rolle.  

Welche Werbe- bzw. PR-Aktion hat bis dato für den größten Bekanntheitsschub gesorgt?

Den größten und wirklich auch spürbaren Schub bei der Bekanntheit hat der Bericht im TV gebracht. 

Welche Vision verfolgst Du und welche Schlagzeile würdest Du gern mal über das Unternehmen lesen?

Meine Vision ist es aktiv an einer sauberen Zukunft zu arbeiten. Der Status Quo ist irgendwo zwischen 1980 und 1995 stecken geblieben – das möchte ich ändern. 

Sowas wie „Der Less Waste Club revolutioniert den Körperpflegemarkt“ wäre mal ein Sache. 

Auf welche 3 Tools/Apps kannst Du bei der täglichen Arbeit keinesfalls verzichten und warum?

Slack: Es ist die einfachste und effizienteste Möglichkeit im Unternehmenskontext zu kommunizieren. Alles hat hier seinen Platz und jeder ist auf dem aktuellsten Stand. 

MIRO: Miro bietet uns auch Remote die Möglichkeit gemeinsam an Whiteboards zu arbeiten und Ideen zu entwickeln. Es ist super intuitiv und strukturiert jedes Video Meeting!

Timer & Sleep Modus: Ich arbeite gerne in 25 Minuten Blöcken. Das hilft mir mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und schaltet alle Störfaktoren ab. 

Was bedeutet für Dich persönlich Erfolg – worauf kommt es wirklich an?

Für mich persönlich bedeutet Erfolg, einen positiven, spürbaren  Beitrag leisten zu können. Erfolg bedeutet aber für mich auch bei Themen zu helfen, die oft nicht wahrgenommen werden (wollen). Viele haben nicht das Privileg wie wir in einem sicheren Land mit guter Versorgung geboren zu sein.

Welchen Fehler würdest Du aus der eigenen Erfahrung heraus jungen Gründern ersparen?

Zu Beginn war ich immer super zurückhaltend. Gerade als Frau muss man mal das Ruder in die Hand Nehmen. „Frau“ hat als Gründer*in eigentlich auch nicht viel zu verlieren. Also nicht lange warten sondern sich gleich von Anfang positionieren. 

Welche Frage sollte sich eine Gründerin bzw. ein Gründer mindestens einmal gestellt haben?

Bin ich von meinem Produkt so überzeugt, dass ich bereit bin, die ersten Jahre des Unternehmens komplett dem Thema Gründung zuzuschreiben. 

Mit welchen drei Worten würdest Du dich selbst beschreiben?

Risikobereit, ausdauernd, optimistisch 

Kommentar hinterlassen on "Less Waste Club – Nachhaltige Körperpflege in Pulverform"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Diese Website nutzt Google Analytics. Möchtest Du nicht weiter getrackt werden, Klicke hier!