Nachgehakt bei: Isabel Tesch und dem Hochzeitsportal Zankyou

Vor etwa anderthalb Jahren durften wir hier auf MeinStartup.com über die schöne Gründung bzw. das deutschsprachige „Spin-off“ von Zankyou berichten. Wie es der Existenzgründerin Isabel Tesch seither ergangen ist, das verrät Sie uns in einem neuen Interview:

Frau Tesch, wie hat sich Ihr Portal seit unserem letzten Gespräch entwickelt?

Sehr gut! Der Traffic unseres Online Hochzeitsmagazins steigt stetig, so dass wir mittlerweile ein eigenes Redaktions-Team, sowie einen Vertriebsmitarbeiter für die Firmenkundenbetreuung (Werbeeinbindung) einstellten konnten. Unser Service der Hochzeitshomepages und des Online Hochzeitstischs hat sich auch stark entwickelt, unser IT -Team hat auf Hochtouren gearbeitet und z.B. viele neue Webtools entwickelt, die den Brautpaaren bei der Hochzeitsorganisation helfen.

Der Online Hochzeitstisch mit Bargeldauszahlung wird immer beliebter auch bei den deutschen Brautpaaren, da er einfach der Zeit entspricht, das heißt Paare, die heute heiraten, leben bereits zusammen und haben einen komplett ausgestatteten Haushalt. Zankyou bringt Freiheit in die Geschenkewelt der Hochzeiten, denn das Brautpaar erhält den Geschenkewert auf sein Konto ausgezahlt.

Wie steht ZankYou Deutschland denn im internationalen Vergleich da, ist die Online-Hochzeitsvorbereitung hierzulande ein ebenso gefragtes Unterfangen wie etwa in Spanien oder im englischsprachigen Raum?

Zankyou ist mittlerweile in 20 Ländern vertreten; im internationalen Vergleich liegt Zankyou Deutschland im guten Mittelfeld. Dass Zankyou Deutschland nicht an der Spitze steht, liegt zum einen daran, dass die Internetpräsenz in anderen Ländern zeitlich früher lanziert wurde und zum anderen, dass das Produkt „Online Hochzeitstisch mit Bargeldauszahlung“ einfach bekannter und verbreiteter ist in Ländern, wie z.B. Grossbritannien oder Frankreich. Wir sind aber optimistisch, dass Zankyou Deutschland im Jahr 2013 in die Top 5 aufrückt.

Seit dem Bericht haben wir immer wieder von ähnlichen Geschäftsideen bzw. Nachahmern gehört, die an den Start gegangen sind. Haben Sie mit diesem zunehmenden Wettbewerb zu kämpfen, oder nehmen Sie diese Herausforderung eher sportlich?

Wir nehmen die Herausforderung sogar positiv, denn wir wissen zum einen von unseren Stärken: wir decken mit unseren Produkten genau die Anforderungen/Bedürfnisse der Brautpaare und bieten einen hervorragenden Kundenservice an. Weitere Anbieter ermöglichen den Kunden einen Vergleich, den wir nicht scheuen, sondern sogar wünschen.

Zum anderen helfen uns weitere Firmen mit derselben Geschäftsidee das Produkt „Online Hochzeitstisch“ auf dem deutschen Markt bekannter zu machen: entdeckt ein Brautpaar einen (anderen) Anbieter, ist es in der Regel so, dass es sich auch über weitere Anbieter informiert und dann automatisch auch zu Zankyou gelangt. Und wie gesagt, im Vergleich schneidet Zankyou einfach besser ab :-)

Haben Ihnen Medienberichte wie der unsere neue Kontakte im B2B- oder aber auch B2C-Umfeld gebracht, wie sehen Sie hier die Rolle der Pressearbeit als Säule einer neuen Gründung?

Gerade für neu gegründetete Unternehmen ist PR und ein exzellenter Ruf sehr wichtig. Die Kunden von heute informieren sich vor der Nutzung des Services ausgiebig im Internet über das Unternehmen (Kundenmeinungen, Sicherheit im Falle von Zahlungsunfähigkeit,…). Medienberichte in professionellen und gut recherchierten Portalen wie meinstartup helfen ungemein, den (potentiellen) Kunden Sicherheit zu geben.

Wie blicken Sie generell auf die letzten anderthalb Jahre zurück, was können Sie angehenden Gründern aus Ihrer Erfahrung heraus raten, oder was hat vielleicht auch eher nicht funktioniert?

Es ist sehr wichtig in der Anfangsphase auf Reserven zurückgreifen zu können und diese sollten nicht zu knapp bemessen sein. Die Planung sollte ambitioniert sein, aber realistisch. In der Durchführung können immer wieder unerwartete Probleme auftreten, die das Unternehmen einen Schritt zurückwerfen. Wichtig ist es auch, stets im Kontakt mit dem Kunden zu sein: das Produkt/Dienstleistung ist für den Kunden gedacht. Der Kunde ist der erste, der dem Unternehmen Rückmeldung darüber geben kann, was gut läuft und – noch viel wichtiger – was eben noch verbesserungswürdig ist.

Ausserdem rate ich Gründern, viele Kontakte in der Branche zu knüpfen, um aus den Erfahrungen der „Alteingesessenen“ zu lernen. Ein Grossunternehmen oder finanziell gefestigte Unternehmen können sich Fehler erlauben, auch mehrere. Für ein Start-up kann es das direkte Aus bedeuten.

1 Kommentar zu "Nachgehakt bei: Isabel Tesch und dem Hochzeitsportal Zankyou"

  1. Habe durch die Seite von Eurem Geschäftskonzept erfahren und finde es sensationell (habe auch mit 5 Sternen gevoted).

    Ich habe gedacht, es gibt schon alles, aber die Hochzeitsunterstützung durch Euch ist echt toll…. Super Sache… Viel Erfolg!

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