Online Startup Umweltdeal.de: Gegen die „Geiz ist geil“ – Mentalität

Sogenannte „Deals“-Portale sprießen derzeit fast schon wie die Pilze aus dem Boden, da ist Umweltdeal.de erfrischend anders und einzigartig.

Mit Geschäftsführer und Chefredakteur Marcus Noack sprachen wir über diese „grüne“ Online-Shopping-Alternative aus Hamburg:

Herr Noack, wer hatte die Idee zu dem Portal, und wie entstand dieses?

Die Idee entstand im Team und natürlich aus dem Betrieb der Plattform Umwelthauptstadt.de. Mit beiden Portalen möchten wir nachhaltigen Unternehmen optimale Präsentationsmöglichkeiten bieten, die von den Kunden nicht als störende Werbung wahrgenommen werden.

Neben attraktiven und sozialverträglichen Angeboten finden die User nützliche Informationen für einen nachhaltigen Lifestyle. Alle Umweltdeals werden ausschließlich von nachhaltig arbeitenden Unternehmen bereitgestellt und sind von hoher Qualität. Wir wehren uns vehement gegen die „Geiz ist geil – Mentalität“, da diese auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen wird.

Unser Ziel ist es, mehr Menschen durch einmalig günstige Preise für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu begeistern und vom „Junk-Produkt“ hin zum Qualitätsprodukt zu führen.

Ihre Produkte – wie „grüne“ Produkte allgemein – sind naturgemäß nicht gerade extrem preiswert, und locken in der Regel eine eher qualitätsbewusste Käuferschicht an. Passt dies zusammen mit den „Deals“?

Das passt absolut zusammen, denn Umweltdeals sollen ja primär ein Vehikel für die Steigerung des Bekanntheitsgrades der werbenden Unternehmen sein und vielleicht sogar zusätzlich als Verkaufsförderungsinstrument dienen.

Den Käufern soll nicht suggeriert werden, dass es diese qualitativ hochwertigen Produkte und Dienstleistungen dauerhaft zu einem „Schnäppchenpreis“ gibt. Wir richten unser Angebot primär an die Zielgruppe der LOHAS und Umweltinteressierten, die nicht von der Schnäppchenjägermentalität geprägt ist. Daher möchten wir unseren Umweltdeal-Partnern wiederkehrende Kunden, im Idealfall sogar „Lifetime-Customers“ generieren.

Wie reagieren Ihre ersten Kunden auf den Onlinedienst, und gibt es bereits die ersten Stammkäufer?

Bis jetzt haben wir durchweg positives Feedback erhalten. Den Käufern gefallen die Angebote und den werbenden Unternehmen die Plattform und die treue Zielgruppe der LOHAS. Im April starten wir eine Kooperation mit einer großen Berliner Tageszeitung und werden hierüber unsere innovative Umweltdeal-Plattform noch bekannter machen.

Neben den Deals finden die User auf der Schwesterplattform Umwelthauptstadt.de nützliche Informationen zu den Deal-anbietenden Unternehmen, Tipps und interaktive Austauschmöglichkeiten. So können die Kunden beispielsweise in direkten Kontakt mit den Unternehmen treten und Fragen zur Herstellung etc. stellen.

Nach welchen Kriterien werden die Umweltdeals ausgewählt?

Wir akzeptieren nur Produkte und Dienstleistungen von nachweislich nachhaltig arbeitenden Unternehmen. Wichtig hierbei ist, dass das Unternehmen Themen wie CSR und Umweltschutz für sich als elementare Bestandteile der Leistungserstellung erkannt und in seine Unternehmensleitlinien mit aufgenommen hat.

Mittelfristig möchten wir gerne ein Zertifikat in Zusammenarbeit mit einer Universität entwickeln und befinden uns hierzu bereits in ersten Gesprächen.

Wer oder was versteckt sich hinter Umwelthauptstadt.de?

Hinter Umwelthauptstadt.de stecken drei passionierte und leidenschaftliche Jungunternehmer aus Hamburg. Die Plattform haben wir vor 1 ½ Jahren anlässlich des Umwelthauptstadtjahres in Hamburg ins Leben gerufen.

Das Umweltdeal.de-Team

Durch das überaus positive Feedback haben wir schnell erkannt, dass Umwelthauptstadt das Potenzial zur deutschlandweiten Nachhaltigkeitsplattform hat, über die wir ständig neue thematisch passende Angebote präsentieren. Um die vielen neuen Ideen umsetzen zu können, vergrößern wir uns derzeit personell und holen Investoren mit ins Boot.

Auf welche weiteren ambitionierten Projekte dürfen wir uns in naher Zukunft aus Ihrer Ideenschmiede freuen?

Umwelthauptstadt.de wird eine neue große Säule hinzubekommen. Wir werden in den nächsten Wochen eine Jobbörse anbieten mit ausschließlich Stellenangeboten von nachhaltigen Unternehmen. Diese Jobangebote werden einen besonderen Focus haben, den es so noch nicht gibt am Markt. Mehr verraten wir derzeit nicht, aber Sie dürfen gespannt sein.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Ich bin gebürtiger Berliner, habe Bürokaufmann gelernt, teilweise in Spanien als Kaufmann gearbeitet, in Valencia (Spanien) Betriebswirtschaft Internationales Management studiert und bereits zum dritten Mal mit einem E-Business gegründet.

Ich würde mich selbst als Unternehmer durch und durch bezeichnen, der sich der damit verbundenen Vor- und Nachteile sehr bewusst ist und dem es großen Spaß bereitet, neue Ideen in erfolgreiche Geschäftsmodelle umzusetzen.

Unser Team ergänzt sich toll, da wir BWLer und ITler in unseren Reihen haben und mittlerweile auch über Kontakte zu sehr guten Beratern verfügen. Nichts desto trotz freuen wir uns immer über attraktive Bewerbungen und Angebote.

2 Kommentare zu "Online Startup Umweltdeal.de: Gegen die „Geiz ist geil“ – Mentalität"

  1. Offen gesagt; mir wird etwas schwindlig beim Zusehen wie die „einzigartigen neuen Pilze“ aus dem Boden schiessen…aber trotzdem viel Glueck bei der Ernte !

    Folgendes Zitat aus: http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13430516/Warum-die-Deutschen-Vorreiter-beim-Oekowahn-sind.html

    „Echte Hardcore-Ökos der ersten Stunde würden solche Produkte niemals kaufen.“ Trotzdem finden sie reißenden Anklang bei Kunden, die beim Einkauf zwar Wert auf nachhaltige und soziale Produkte legen, die Definition von Nachhaltigkeit aber nicht so eng sehen: die Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability).

    • was hat denn nachhaltigkeit mit echten hardcore-ökos zu tun? was gibts denn gegen nachhaltige produkte zu sagen und was stört dich an plattformen, die so etwas anbieten? dieses engstürnige gelaber von manchen zum thema öko is echt nervig und von vorgestern!

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