fbpx

Print wirkt: Warum Digitalwerbung allein nicht reicht

Digital vs. Print

In vielen Unternehmen liegt der Fokus seit Jahren auf der Digitalisierung. Auch im Bereich Werbung.

Die Metaanalyse „The Power of Print“ zeigt anhand der Ergebnisse aus über 300 internationalen Studien, dass trotz der digitalen Entwicklung kein erfolgsorientierter Werbender auf Printwerbung verzichten sollte. Zu groß ist die Macht der multisensorischen Eigenschaften. 

Selbst reine Internetunternehmen greifen auf Papier zurück, um Neukunden zu gewinnen und zu binden. Willst Du ein Startup gründen, solltest Du dir das Potenzial gedruckter Werbung zunutze machen und eine crossmediale Strategie anstreben.

Drucken bleibt attraktiv

Ein Messeauftritt ohne Banner, Prospekte, Flyer? Professionelle Akquise ohne überzeugende Visitenkarten und Broschüren?

Diese und viele weitere geschäftliche Gelegenheiten scheinen ohne Druckartikel undenkbar. Auch das zunehmende Angebot an Online-Druckereien deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Printmedien auch in Zeiten von digitalem Business nicht zu unterschätzen ist.

Zudem ist es das beste Beispiel dafür, dass sich Print und Digital keinesfalls ausschließen. Die Tatsache, dass viele Internetdruckereien inzwischen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis vorzuweisen haben, trägt ebenfalls zur Nutzung entsprechender Werbeträger bei.

Anbieter wie HelloPrint bieten ein umfassendes Sortiment vom Falzflyer bis zur Beach Flag für die Außenwerbung und versprechen schnelle Lieferung sowie günstige Preise. Auch auf individuelle Beratung müssen Unternehmer dabei nicht verzichten, da ein gut erreichbarer Kundenservice längst als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt wird. 

The Power of Print: Metaanalyse bringt es auf den Punkt

Doch nicht nur preiswerte Angebote mit attraktiven Serviceleistungen und eine schnelle Realisierbarkeit sprechen für Printwerbung. Auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bestätigen dessen Bedeutung.

Die Redaktion des Nachrichtenportals für Marketingentscheider und Werber W&V berichtete Anfang April 2019 von der Metaanalyse „The Power of Print“ und gewährte spannende Einblicke in die praxisrelevanten Erkenntnisse aus mehr als 300 Studien zur Werbewirkung von Print und Druckveredelung.

Bereits der markante Titel der von der Creatura-Initiative beauftragten Analyse, der weltweit ersten Metaanalyse dieser Art, lässt jeden Fan von Digitalwerbung aufhorchen. Die vom Multisense Institut für sensorisches Marketing über ein Jahr analysierten Studien brachten wertvolle Informationen zur Wirkungsweise von Print zum Vorschein.

„So machen laut Analyse gedruckte Anzeigenblätter weiterhin bis zu 60 Prozent des Kommunikationsmix von Handelsunternehmen aus und auch Kataloge sind bislang nicht von der Bildoberfläche verschwunden“, fasst W&V zusammen.

Insbesondere die psychische Wirkung gedruckter Werbung wurde in der Metaanalyse untersucht.

Eine der Kernaussagen: Aufgrund multisensorischer Eigenschaften hat Papier einen größeren Einfluss auf das menschliche Gehirn. Informationen werden in gedruckter Version besser verstanden als mittels Bildschirmen. Auch das Gedächtnis kann sie sich besser merken, sich an gedruckte Inhalte eher erinnern. 

Eine markante Rolle spielt der Tastsinn. Die Oberflächenstruktur von Werbemitteln hat großen Einfluss darauf, wie der Mensch diese wahrnimmt.

Minderwertiges Papier wird mit schlechter Qualität assoziiert. Sparen Werber am Material, müssen sie mit Imageverlusten rechnen. Hochwertiges Papier und Veredelungen tragen hingegen dazu bei, dass das Vertrauen seitens Verbrauchern gegenüber Unternehmen, Marken und Produkten steigt.

In einer der Studien, die im Rahmen der Creatura-Metaanalyse untersucht wurden, bewerteten Teilnehmer einen Laufschuh robuster, wenn das Produkt auf einem rauen Papier beworben wurde und nicht auf glattem. Die strukturierte Oberfläche wurde durch den Tastsinn mit Stabilität in Verbindung gebracht.

Düfte wecken Erinnerungen

Ein überzeugendes Beispiel dafür, wie machtvoll sensorisch optimierte Werbung für den Wiedererkennungswert sind, liefert ein Direct Mailing, das die Reederei Aida Cruises an Kunden verschickte. Im Kuvert befand sich eine Mini-Variante des für die Marke bekannten Handtuchs.

Der Clou: Das textile Extra duftete nach Sonnencreme und rief damit bereits erlebte Kreuzfahrten ins Gedächtnis. Das Direct Mailing sprach mehrere Sinne gleichzeitig an.

Sowohl die Haptik als auch Augen und Geruchssinn wurden zur physiologischen Wahrnehmung herangezogen. Diese Mischung macht Werbung erlebbar. Gegenüber den Standard-Mailings konnten sich 22 Prozent mehr Empfänger an die sensorisch optimierte Ausführung mit dem Duft-Handtuch erinnern. Die Reisebuchungen des Kreuzfahrtanbieters legten um 30 Prozent zu.

Haptische Reize im Marketing-Mix

Keinesfalls solltest Du die Ergebnisse der Metaanalyse jedoch falsch interpretieren und dich künftig ausschließlich auf Print fokussieren. Das wäre genauso fatal wie vollständig auf Printwerbung zu verzichten und nur digital zu werben.

Für erfolgreiche Werbekampagnen braucht es eine crossmediale Strategie, die verschiedene Kanäle sinnvoll miteinander kombiniert.

Eine Studie des Wirtschaftsprüfunternehmens Deloitte bestätigt, dass digitale Angebote zunehmen, Print aber stabil bleibt. Das Interesse an Zeitschriften ist laut der Media Consumer Survey 2018 beispielsweise ungebrochen.

Wie das Fachportal für die Druckindustrie Print erklärt, „ist die Popularität seit 2016 unverändert.“ Von Wachstum geprägt, sind digitale Angebote wie E-Paper, die altersübergreifend an Bedeutung zunehmen.

Fest steht, dass Seitenbesuche, Klicks auf Werbebanner und Likes bei sozialen Netzwerken allein nicht reichen, um Werbebotschaften nachhaltig zu verankern.

Da Menschen multisensorische Wesen sind, braucht es multisensorische Lösungen. Es braucht haptische Reize, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu schaffen.

Hinzu kommt, dass durch positive Erlebnisse über den Tastsinn der Besitzwunsch bei Konsumenten aktiviert werden kann. Das Geheimnis erfolgreicher Werbung besteht im Wecken von Emotionen. Emotionslose Inhalte erreichen unser Gehirn nicht wirksam. Sie erwecken nicht die gewünschte Aufmerksamkeit.

Print hat dahingehend im Vergleich zu digitalen Maßnahmen klar die Nase vorn. Außerdem ist die Akzeptanz für gedruckte Werbung beim Verbraucher größer und wird in der Regel als weniger störend empfunden.

Kommentar hinterlassen on "Print wirkt: Warum Digitalwerbung allein nicht reicht"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.