Schluss mit „verpassten Chancen“: Startup Gründung kennt kein Alter

Ü40 Gründer Startup

Immer wieder wird berufliche Neuorientierung als Privileg der jungen Generation verstanden.

Ab einem Alter von etwa vierzig Jahren, so heißt es oft, sind die potenzialreichsten Züge längst abgefahren und Männer sowie Frauen müssen sich mit dem bisher Erreichten zufriedengeben.

Dass das jedoch nicht im Geringsten der Wahrheit entspricht, schafft neue Perspektiven und bildet die Basis für frischen Mut zur Gründung. Wer auch im Herbst des Berufslebens noch einmal neu beginnen möchte, sollte dennoch nicht vergessen: Zielgruppen haben sich gewandelt und es gilt, neue Kanäle zu beherrschen.

Warum die Generation Ü40 besonderes Gründer-Potenzial hat

Ein Startup zu gründen, ist ein großer Schritt in Richtung Unabhängigkeit und Innovationswille.

Häufig steht hinter dem eigenen Vorhaben eine Idee, die bisher dagewesene Angebote übersteigt, ergänzt oder gar ganz auf den Kopf stellt. Was ein solches Unternehmen also braucht, sind nicht zwingend junge Gründer, sondern solche, die sich dem schnelllebigen Markt mit all seinen Herausforderungen bewusst und gekonnt stellen.

Gründer ab vierzig hatten genug Zeit, eine stabile Vision zu entwickeln.

Genau an dieser Stelle hat die Generation 40plus die Nase vorn. Schließlich verfügen die meisten Männer und Frauen zu diesem Zeitpunkt über langjährige Berufserfahrung und konnten in zahlreichen Bereichen neue Erkenntnisse sammeln.

Diese Basis fehlt besonders jungen Gründern oftmals, weswegen Fehler bei der Finanzplanung, Führung und Aufrechterhaltung des unternehmerischen Kurses für den Untergang zahlreicher Startups sorgen. Gründer im fortgeschrittenen Alter gehen oft besonnener mit der Etablierung ihres Unternehmens um und können eigene Ressourcen einbringen.

Dass die Generation Ü40 auch in der Startup-Szene durchaus ihre Daseinsberechtigung hat, zeigt auch der Bundesverband Deutscher Startups e.V. mit seinem Startup Monitor 2016.

Auch wenn ein Großteil der Unternehmer in der Startup-Szene zwischen 25 und 34 Jahren alt war, kristallisierten sich die stärksten Veränderungen im Bereich der Personen über 45 Jahren heraus.

Ihr Anteil nämlich stieg zwischen 2013 und 2016 von knapp 9,6 auf ganze 19,7 Prozent an. Gründer und Jungunternehmer über vierzig befinden sich daher auch im Bereich der Startups in bester Gesellschaft.

Herausforderung: Zielgruppen brauchen passende Impulse

Wer ein Startup gründet und dauerhaft konkurrenzfähig bleiben möchte, muss seine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse kennen. Auch die passenden Werbemaßnahmen spielen hier eine entscheidende Rolle, denn Zielgruppen wollen so direkt wie möglich angesprochen werden.

Ein kraftvolles Schlagwort in diesen Zeiten ist hier „Social Media“. Die verschiedensten Kanäle sind längst keine Domäne junger Menschen mehr, denn in Zeiten der „Silver Surfer“ „Best Ager“ und „Mid-Ager“ erleben Facebook, Instagram und Co. eine fast schon altersunabhängige Beliebtheitssteigerung.

Welche Kanäle schon 2015 besonders beliebt waren, zeigt der Social Media Atlas von Faktenkontor. Als am stärksten frequentiert galten hier die Kanäle:

  • YouTube,
  • Facebook
  • WhatsApp

Startup-Gründer tun also gut daran, sich insbesondere mit diesen Kanälen zu beschäftigen und ihre unternehmerischen Möglichkeiten detailliert auszuloten. Sich allein auf die drei genannten Kanäle zu fokussieren, wird der schnelllebigen Welt des WWW jedoch nicht gerecht.

So rasch ein Portal oder Kanal an Beliebtheit gewinnt, so zügig verliert es auch wieder an Boden und wird von neuen und spannenderen Möglichkeiten übertrumpft.

Ein repräsentatives Beispiel hierfür ist die Social Media Plattform Instagram.

Eine Statistik untermalt die rasante Entwicklung der Plattform, denn verfügte Instagram im Januar 2013 noch über rund 90 Millionen aktive Nutzer pro Monat, erhöhte sich dieser Wert bis April 2017 auf ganze 700 Millionen weltweit.

Hier also schlummert auch für Unternehmer ein Potenzial, das es auszuschöpfen gilt.

Wichtige Hinweise hierzu liefert die Netzexperten GmbH in ihrem Artikel zu Instagram Business und macht darauf aufmerksam, dass sich der Kanal vor allem für Unternehmen eignet, die ihre Angebote in visualisierter Form zeigen können und eine relativ junge Zielgruppe ansprechen möchten.

Wer als Startup Gründer Social Media nutzen möchte, sollte daher die Altersstruktur der gewünschten Zielgruppe kennen und nach Plattformen suchen, auf denen die größtmögliche Anzahl an potenziellen Kunden angesprochen werden kann.

Ob das dann letzten Endes mit YouTube Videos, Webinaren, Facebook-Ads, Instagram Kanälen, Tweets oder auch einer Kombination aus all diesen Maßnahmen geschieht, obliegt ganz dem Planungsgeschick des Gründers.

Den Mobile-Trend nicht verpassen

Social Media, World Wide Web und Smartphones stehen heute in einem so engen Verhältnis zueinander wie nie zuvor. Auch heise.de berichtet über eine Umfrage, laut der alle Teilnehmer ein Smartphone zum Telefonieren nutzten.

68 Prozent der Befragten gaben außerdem an, ihr Smartphone für Soziale Netzwerke zu nutzen, während 79 Prozent das Gerät als Suchmaschine verwendeten. Angesichts der riesigen Anzahl an Smartphone-Nutzern in Deutschland – sie liegt laut Heise bei rund 64 Millionen Menschen – offenbart sich ein ungeahntes Potenzial für Startups.

Wie jedoch lässt sich dieses Potenzial bestmöglich ausnutzen?

Die Antwort auf diese Frage ist keinesfalls eindimensional, sondern betrifft zahlreiche Faktoren. Schon mit einer Unternehmenswebseite, die für mobile Endgeräte optimiert wurde, können Gründer ihre Attraktivität und Sichtbarkeit im WWW steigern.

Findet sich der Nutzer dank der vereinfachten Darstellung leichter zurecht, kommt es häufiger zu Kaufabschlüssen und Kundenanfragen, während nicht optimierte Seiten viele Besucher abschrecken und zur Konkurrenz treiben.

Darüber hinaus können sich Startups auch mit der Teilnahme an Social Media Kanälen zu mehr Präsenz auf Smartphones und Tablets verhelfen. Der potenzielle Kunde hat diese kleine Werbetafel stets bei sich und kann sehr zielgerichtet und teilweise auch ortsabhängig angesprochen werden.

Personalisierte Werbung ist einer der wohl wichtigsten Grundpfeiler des heutigen Marketings, wenn es um Smartphones und das Internet geht.

Letztlich obliegt es dann dem Gründer selbst, wie stark er sich auch im Mobilbereich etablieren will. Weitere Optionen wie beispielsweise das Entwickeln und Bereitstellen einer unternehmenseigenen App mit Zusatznutzen für den Anwender können das Zünglein an der Waage darstellen, wenn es um Aufmerksamkeit und Sympathiepunkte geht.

Fakt ist letztendlich

Startup-Gründer der Generation Ü40 profitieren von langjähriger Erfahrung und ihrer beruflichen Vergangenheit, sollten jedoch nicht den Anschluss an moderne Medien und Kanäle verpassen. Nur so lässt sich das eigene Unternehmen langfristig stabil und zukunftsfähig positionieren.

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