Sharing Economy – Kinder lernen spielend teilen mit LEGO-Verleih Bauduu.de

LEGO Star Wars, LEGO Technic oder LEGO Friends – diese Bausteine begeistern Kinder von 8 bis 88 Jahren. So auch Tizian, Sohn der Gründerfamilie Zimmermann. Doch der Spielzeugklassiker ist teuer und manches Set war bereits nach einmal aufbauen und kurzem Spiel uninteressant. Doch dann entwickelten die Eltern mit Bauduu.de eine Internet-Geschäftsidee. Seitdem ist Tizian im Nebenjob Produkttester und fest im Team:

Wie funktioniert der Service, der hinter Ihrem Angebot steckt?

Wir bieten drei verschiedene Paketgrößen an, die abhängig von der Bausteinzahl der Sets sind.

Der Kunde wählt ein Paket aus, stellt seine Ausleihliste zusammen und bucht das Paket. Nach Aktivierung des Pakets geht das erste Set raus. Der Kunde muss nur noch bauen.

Die Versandkosten übernehmen wir und das Retourenlabel wird sofort mitgeliefert.

Wann und wo wurde das Unternehmen gestartet?

Wir sind im November 2013 gestartet. Im März 2014 wurde dann die Bauduu GmbH gegründet, klassisch im Wohnzimmer, so wie es Startups meistens tun.

Was waren die Beweggründe zur Gründung eines eigenen Business?

Wir haben einen kleinen Sohn, der ein Kinderzimmer voll mit Spielzeug hat.

Oftmals werden die Spielsachen schnell uninteressant und sie liegen ungenutzt herum.

Er hat eine besondere Affinität zu LEGO und davon besonders viel. Leider ist es jedoch nicht gerade günstig und daher haben wir uns überlegt, dass es möglich sein sollte, dieses zu leihen.

So entstand die Idee zu Bauduu.

Was sind die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale von Bauduu?

Wir sind der erste LEGO-Verleih Deutschlands. Es gibt kein anderes Unternehmen in Deutschland, dass ein so breites Angebot an LEGO Sets hat, wie wir.

Wer sind Ihre Wunschkunden? Haben Sie die Möglichkeit zu erkennen, ob statt der Kleinen, doch eher die großen Kinder die Legoausleihe nutzen?

Wir haben das Konzept für Kinder entwickelt, jedoch haben wir im Laufe des Jahres festgestellt, dass vor allem Erwachsene unseren Service nutzten.

Das liegt zum einen daran, dass bei diesen der Bauspass wichtiger ist als das Besitzen und zum anderen ist hier die Ersparnis gegenüber dem Kauf besonders hoch, da diese Kunden die größten und damit im Handel teuersten Sets bestellen.

Was waren die größten Herausforderungen, die es seit dem Start zu bewältigen galt?

Die Finanzierung und die Platzierung am Markt sind die größten Herausforderungen, die ein Startup meiner Meinung nach bewältigen muss.

Wie verdienen Sie Geld und wie skaliert Ihr Geschäftsmodell?

Wir generieren unseren Umsatz zum einen mit der Verleihgebühr und zum anderen mit dem Verkauf von gebrauchten Sets.

Seit kurzen können auch Unternehmen für Veranstaltungen LEGO Steine leihen. Demnächst soll ein Shop das Konzept abrunden.

Alle unsere Prozesse von der Bestellung bis zur Rechnungsstellung sind digitalisiert und unsere Sortier- und Reinigungsprozesse sind bereits jetzt standardisiert.

Sie sind als Familienunternehmer abgehoben. Wie viel eigenes Geld ist bis dato in das Projekt geflossen und wofür soll das Kapital aus der FunderNation-Finanzierung genutzt werden?

Ich bekomme den Mindestlohn ;-)

Unsere bisherige Finanzierung wird durch einen Bankkredit und eine Mikromezzanin-Finanzierung gedeckt.

Für beide Finanzierungen bürgen wir als Privatpersonen. Mit Haus und Hof sozusagen.

Das Kapital der FunderNation-Kampagne geht primär in das Marketing und in neue LEGO Sets.

Von allen Marketing- und PR-Aktivitäten die bis jetzt durchgeführt wurden, waren am Erfolgreichsten?

Wir bieten eine Dienstleistung an, die sehr viral ist. Vor allem die Mundpropaganda und die damit verbundenen Erfahrungen schaffen bei den Kunden Vertrauen.

Unsere Dienstleitung ist eine neue Sparte der Share Economy und Spielzeug ein empfindliches Thema bezüglich Reinigung und Kindern.

Als Mutter ist es mir sehr wichtig, dass mein Kind bedenkenlos bauen kann. Daher kann man nicht genau sagen, welche Aktivitäten besonders erfolgreich sind.

Lediglich bei einem Artikel der BILD Zeitung konnte ein direkter Zusammenhang zwischen Artikel und Bestellungen hergestellt werden.

Wohin soll sich der Lego-Verleih in den kommenden Jahren entwickeln und gibt es eine Schlagzeile, welche Sie gern über sich oder Ihr Unternehmen lesen würden?

Wir würden es uns wünschen, wenn der Service ein fester Bestandteil des Kaufverhaltens der Kunden wird, da es eine gute Möglichkeit ist, Geld zu sparen.

Die Schlagzeile „ Bauduu.de ist aus der Share Economy nicht mehr weg zu denken“ wäre super.

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Bauduu-Team


Bauduu-Gründerehepaar Zimmermann (4. und 5. v.l.)

Abschließend möchten wir noch etwas über die Gründerfamilie erfahren und wie sie sich im Team ergänzen?

Das Gründerteam besteht aus Patrick und mir, Lea Zimmermann, mit Unterstützung durch unseren Sohn Tizian.

Patrick Zimmermann ist Informatiker und der kreative Kopf von Bauduu. Programmierung, Grafik und alles, was sonst so damit zu tun hat, geht über seinen Tisch.

Ich konzentriere mich auf die Zahlen. Der ganze wirtschaftliche und rechtliche Bereich ist mein Part.

Unser Sohn Tizian wirkt als Produkttester und Einkäufer mit. Jeder von uns hat seine Stärken, die er voll ins Unternehmen einbringt.

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