Social Media für Startups – große Wirkung für kleines Geld

Social Media - No Budget Marketing

Fachbeitrag von Keyvan Haghighat Mehr, Gründer der Hamburger Agentur media by nature:

Startups stehen von Beginn an unter großen Druck. Es gilt die Zielgruppe, Geschäftspartner und gegebenenfalls Investoren zufriedenzustellen – und auch die Finanzen müssen stimmen.

Damit sich der Erfolg möglichst bald einstellt, muss die Zielgruppe natürlich davon erfahren, dass es das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung überhaupt gibt.

Marketing ist dabei ganz entscheidend. Vor allem soziale Medien sind ein wichtiger Schlüsselfaktor, um Startups zum Durchbruch zu verhelfen.

Der perfekte Einstieg ins Low-Budget-Marketing

Ob Facebook, Twitter, Google+, YouTube oder Bildernetzwerke, wie Pinterest und Instagram: Social Media bietet insbesondere für Startups große Chancen.

Während andere Werbeformen große Budgets benötigen, um Erfolg zu bringen, sind soziale Profile einfach und kostenlos eingerichtet – gleichzeitig bringen sie die Möglichkeit:

  • den direkten Kontakt zu Kunden zu suchen
  • von ihnen zu lernen und sie besser zu verstehen
  • die Streuverluste der Marketingmaßnahmen zu minimieren

Um all das zu schaffen, reicht es natürlich nicht „einfach ein wenig Facebook zu machen“. Entscheidend ist eine Strategie, welche die Einzelschritte in einem Konzept zusammenfasst.

Die Idee, die hinter all dem steckt, ist der wichtigste Punkt beim Social Media Marketing – sowohl für Startups, als auch alle anderen Unternehmen.

Social Media Marketing: Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Social Media Marketing hat immer eine kleine spielerische Komponente an sich – und die verleitet dazu, das Thema nicht all zu ernst zu nehmen.

Ein großer Fehler, denn: Social Media bietet ungeahnte Chancen. Und das nicht erst seit heute. Wichtig ist also, eine „echte“ Strategie zu entwickeln und an dieser festzuhalten. Ein kleiner Spickzettel reicht dafür nicht.

Um das Konzept auf die Beine zu stellen, sind einige wichtige Kennzahlen notwendig. Wer seine Zielgruppe und deren Charakteristiken, die Konkurrenz und den Markt, oder die eigenen Ziele nicht wie aus dem Effeff kennt, hat weder im Social Web noch im echten Leben eine Chance zu bestehen.

Erst, wenn diese Informationen bereitstehen, geht es an das Konzept. Wichtig Fragen, die hier gestellt und beantworten werden, sind:

  • Auf welchen sozialen Netzwerken ist meine Zielgruppe unterwegs?
  • Wie stark ist meine Konkurrenz bei Facebook & Co. aufgestellt?
  • Was sind meine Ziele?
  • Wie sehen meine Inhalte aus?

Sind die Fragen beantwortet und in einem Konzept eingebettet, kann es losgehen. Wer nun aktiv dranbleibt und die Strategie Schritt für Schritt optimiert, wird die Vorteile des Social Media Marketings für Startups schnell erkennen.

3 gute Gründe, warum Startups noch heute mit Social Media anfangen sollten

Vor allem für Startups bietet Social Media große Chancen, ohne dafür Millionen investieren zu müssen – das gilt auch, wenn ein externer Dienstleister als Berater auftritt, denn: Social Media Marketing ist bis zu einem bestimmten Punkt skalierbar.

Das bedeutet, dass der Auftritt selbst bei kleinem Budget zum Erfolg beitragen kann. Neben der Skalierbarkeit sind diese drei Gründe die Hauptargumente, noch heute die ersten sozialen Profile einzurichten:

Sichtbarkeit – online und offline

Vor allem für Gründer ist die Brand Awareness zu Beginn (und vor allem ohne Investor) ein Problem. Niemand weiß vom Angebot und kann es deshalb auch nicht kaufen. Ein Teufelskreis, aus dem man erst einmal herauskommen muss. Soziale Medien können genau das leisten, indem die Präsenzen für einen höheren „Radius“ der eigenen Aktivitäten sorgen.

Neben der Webseite sind die Profile weitere Knotenpunkt in der Gesamtstrategie, die Zugang zur Zielgruppe verschaffen. So ist es durchaus legitim die ersten Fans über Family and Friends aufzubauen, also das persönliche Netzwerk zu nutzen, um die Reichweite und damit die Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens zu erhöhen.

Durch entsprechende Inhalte werden weitere Fans und Follower gewonnnen, die langfristig – wenn die Strategie stimmt – ebenfalls für die Vergrößerung der Sichtbarkeit sorgen, indem sie mit dem Content des Startups interagieren. Im Idealfall passiert das nicht nur online, sondern auch bei Gesprächen abseits von Internet und sozialen Medien.

Vertrauensaufbau durch Community Management:

Kunden kaufen nur, wenn Sie sich gut aufgehoben fühlen und dem Unternehmen vertrauen – vor allem Startups müssen sich das immer wieder vor Augen halten.

Team und Produkt sind noch jung und ganz neu am Markt. Es gibt keine Testberichte und Kundenmeinungen, also gilt es, dem Startup auf den Zahn zu fühlen, Fragen zu stellen. Und genau dafür sind soziale Netzwerke da:

  • Potenzielle Kunden stellen Fragen, bevor sie kaufen.
  • Sie erwarten eine Reaktion (und zwar prompt), die ihre Fragen beantwortet.
  • Und sie wollen mehr über die Hintergründe des Startups erfahren.

Vor allem Letzteres ist ganz entscheidend: Über Social Media haben Startups die Möglichkeit sich nach außen zu präsentieren und gleichzeitig wichtige Einblicke hinter die Kulissen zu gewähren.

Das ist nicht nur ein schöner Mehrwert, sondern eine wichtige Maßnahme des Vertrauensaufbaus.

In Kombination mit einem zeitnahen hilfreichen Feedback zu Fragen, Anmerkungen oder auch zur einen oder anderen Kritik, schöpfen potenzielle Kunden sehr viel schneller Vertrauen. Und werden so zu zahlender Kundschaft.

Haargenaues Targeting und Minimierung der Streuverluste:

Nichts ist ärgerlicher, als verschwendetes Geld – vor allem Gründer kämpfen zu Beginn mit Geldproblemen, und so ist jeder Euro weniger auf dem Konto ein echtes Problem.

Kleinere Investitionen sind jedoch nicht zu vermeiden. So macht es beispielsweise Sinn, Anzeigenformate bei Facebook zu nutzen, um die Reichweite zu erhöhen und schnell neue Zielgruppen zu erschließen. Entscheidend ist dabei:

  • Facebook weiß sehr viel über seine Nutzer.
  • Dieses Wissen können Werbekunden nutzen, um die Anzeigen nur an diejenigen auszuspielen, die tatsächlich interessant sind.
  • Je genauer das Targeting, desto geringer sind die Streuverluste.

Wo andere (vor allem klassische Werbeformen) nur durch Reichweite glänzen, kombinieren Facebook-Anzeigen Reichweite mit sehr genauem Targeting. Im Umkehrschluss bedeutet das: Jeder investierte Cent hat einen direkten Nutzen.

Ergebnisse der richtigen Strategie

Mehr Aufmerksamkeit, mehr Sichtbarkeit, mehr Reichweite, weniger Streuverluste – und im Idealfall mehr Kunden, Umsätze und Gewinne. So sieht der ideale Weg aus, wenn Startups Social Media für die Unternehmenszwecke nutzen.

Perfektionieren lässt sich die Strategie natürlich nur, wenn der erste Schritt tatsächlich gewagt ist. Und dann heißt es dranbleiben, denn: Der Erfolg kommt auch bei Social Media nicht über Nacht.

Autorenprofil:

Gründer der Hamburger Agentur SocializeKeyvan Haghighat Mehr ist der Gründer der Hamburger Social Media und Content Marketing Agentur Socialize.

Als waschechter Hamburger Jung (auch, wenn der komplizierte Name erahnen lässt, dass seine Wurzeln im Morgenland liegen) und großer Fan von innovativen und modernen Marketingstrategien ist Keyvan nach sechs Jahren als „Kreativer“ in Hamburgs Agenturen fast den Langeweile-Tod gestorben: Starre Strukturen, festgefahrene Lösungsansätze und engstirnige Chefs. So entstand 2012 Socialize.

Transparentes Social Media und Content Marketing, das selbst bei kleineren Budgets, die gewünschten Erfolge bringt. Das funktioniert, denn die Maßnahmen sind (zumindest bis zu einem bestimmten) Punkt skalierbar – auch, wenn das sonst keiner zugegeben will.

Weitere Informationen zum Unternehmen und zur Autor finden Sie unter: www.mediabynature.de

 

2 Kommentare zu "Social Media für Startups – große Wirkung für kleines Geld"

  1. erik@einfachstartup.de | 21. Juli 2015 um 21:02 | Antworten

    Hallo Keyvan,

    was hältst du von Customer Audience bei Facebook? Würdest du noch bezahlte Werbung bei Facebook machen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
    Beste Grüße

    Erik

    • Hallo Erik,

      sorry für meine späte Antwort – Anzeigen über Facebook? Unbedingt! Ich bin ein großer Fan von den Targeting und Retargeting Möglichkeiten. Custom Audiences sind ein tolles Mittel, um genau diejenigen zu erreichen, die man erreichen will, ob über Maillisten, Webseitentraffic oder andere Wege. Entscheidend ist, dass die Zielgruppe ganz genau festgelegt wird, um die Streuverluste zu maximieren. Dann lassen sich auch mit wenigen Euro großartige Erfolge erzielen.

      Viele Grüße
      Keyvan

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