Tipps zur Existenzgründung – wie mache ich mich erfolgreich selbstständig?

Tipps Existenzgründung

Deine Geschäftsidee hat sich herauskristallisiert und du fragst dich, welche Schritten die nächsten sind, um richtig loslaufen zu können?

Wo finde ich Hilfe bei der Existenzgründung?

Optimalerweise solltest Du im Vorfeld deiner Selbstständigkeit für die Vorbereitung und den Start ca 3 – 6 Monate einplanen, je nach Umfang deines Gründungsvorhabens.
Diese Vorbereitungszeit ist notwendig.

Denn neben der Planung des eigentlichen Business müssen auch die organisatorischen Abläufe eingehalten werden.

Deshalb sollte neben den notwendigen Behördengängen in einem ersten Step ein ausreichender Zeitpuffer für die Beantragung von möglichen Fördermitteln eingeplant werden.

Beachte: Noch vor dem eigentlichen Start in die Selbstständigkeit solltest Du dich in der Regel um mögliche finanzielle Zuschüsse bemühen.

Zur staatlichen Starthilfe zählt der Gründungszuschuss, welcher über die Agentur für Arbeit vergeben wird.

Dieser Zuschuss unterstützt speziell Unternehmensgründungen „aus der Arbeitslosigkeit“ heraus und kann bis zu 15 Monate gewährt werden. Voraussetzung hierfür ist ein tragfähiges, Erfolg versprechendes Unternehmenskonzept, für das zwingend ein aussagekräftiger Businessplan erstellt werden muss.

Dieser dient der Prüfung und Vorausplanung der eigenen Selbstständigkeit und hilft beim späteren Abgleich der selbst gesteckten Ziele. Daher sollte der Businessplan auch entsprechend umfangreich und mit ausreichendem Zahlenmaterial untermauert werden, damit man als Gründer eine solide Basis für sein eigenes Unternehmen legen kann.

Natürlich bieten die einzelnen Bundesländer auch diverse Fördermittel für Existenzgründer an.

Für viele Jungunternehmer stellen zudem Gründerberatungen und Gründercoachings eine erste wichtige Anlaufstelle dar. Der Vorteil ist eine professionelle und individuelle Beratung für jegliche Gründungsvorhaben.

Auch hierfür gibt es verschiedene Fördertöpfe.

Auch wenn Berlin hierzulande schlechthin als das Gründermekka gilt, solltest du dein Hauptaugenmerk nicht nur dorthin richten. Denn unsere Hauptstadt scheint mittlerweile ein wenig überschwemmt von Startups, allem voran in der digitalen Branche.

Blicke deshalb immer über den Tellerrand, denn auch andere Regionen und Großstädte können für Gründer noch echte Geheimtipps sein, da sie aktuell noch weitaus weniger gesättigt und daher in der ein oder anderen Sparte vielleicht attraktiver sind.

Hierzu zählt gerade auch Köln am Rhein, wo aus einer Vielzahl an Gründungsexperten gewählt werden kann. Diese haben sich auf Existenzgründer spezialisiert und stehen, wie bspw. die Steuerberaterin Baron aus Köln, ihren Mandant*innen mit professioneller Unterstützung jederzeit zur Seite.

Explizit Gründer ohne spezielles betriebswirtschaftliches Know How sollten sich professionelle Unterstützung hinsichtlich Buchführung, Jahresabschluss, Businessplan, Lohnsteuerjahresausgleich, etc. einholen.

Mit diesen Spezialisten kann man sich vom Start weg voll und ganz auf die eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und verschwendet keine wertvollen Ressourcen.

Welche juristischen und behördlichen Vorkehrungen müssen getroffen werden?

Die folgenden Behördengänge solltest Du bei deiner Unternehmensgründung an den Anfang deiner ToDo-Liste stellen.

  • Gewerbeamt Der erste Weg führt einen Jungunternehmer zum örtlichen Gewerbeamt, wo der Gewerbeschein beantragt werden muss. Damit ist dein Gewerbe offiziell angemeldet. Das Amt leitet die Gewerbeanzeige automatisch an alle zuständigen Ämter und Stellen weiter, so dass du dich darum nicht mehr explizit kümmern musst.
  • Finanzamt Mit der Gewerbeanmeldung informiert das Gewerbeamt auch das Finanzamt automatisch über die Gewerbeanzeige. Dir wird eine Steuernummer zugeteilt und du bekommst einen Fragebogen, welcher gewissenhaft auszufüllen ist. Denn anhand deiner Angaben legt das Finanzamt fest, ob dein Unternehmen umsatzsteuerpflichtig ist, in welcher Höhe du Steuervorauszahlungen leisten musst und wann Steuern fällig werden.
  • IHK Auch die Industrie- und Handelskammer wird über die Gewerbeanzeige informiert und alsbald wird durch die automatische Mitgliedschaft die erste Beitragszahlung fällig. Willst du hingegen ein handwerkliche oder eine handwerksähnliche Tätigkeit aufnehmen, ist die Handwerkskammer dein Ansprechpartner. Dort musst du dich in der Handwerksrolle oder das Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe eintragen lassen.
  • Notar Je nachdem, für welche Rechtsform (eG, UG, OHG, GmbH, oder AG) du dich bei der Gründung deines Unternehmens entscheidest, wird auch der Gang zu einem Notar notwendig. Neben der Beglaubigung der Satzung deiner neuen Gesellschaft, kümmert er sich auch um die Anmeldung beim Handelsregister. Es geht natürlich auch etwas einfacher: Kleingewerbebetriebe und Gesellschaften des bürgerlichen Rechts (GbR) müssen nicht im Handelsregister eingetragen sein.
    Berufsgenossenschaft Als Unternehmer bist du verpflichtet, dich unmittelbar nach der Gewerbeanmeldung mit der Berufsgenossenschaft in Verbindung zu setzen. Diese ist der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und für die Sicherheit am Arbeitsplatz zuständig. Hast du also vor Arbeitnehmer einzustellen, musst du in der Regel Mitglied der Berufsgenossenschaft werden.
  • Arbeitsagentur Für die Einstellung neuer Mitarbeiter, benötigst du gleichzeitig eine Betriebsnummer. Diese achtstellige Nummer wird dir auf Antrag von der Arbeitsagentur zugeordnet. Du brauchst sie auch, wenn eine Unfallanzeige an die Berufsgenossenschaft weitergeleitet werden muss und sie ist ebenso für die reibungslose Kommunikation mit den Sozialversicherungen notwendig.

Willst Du hingegen als Freiberufler selbstständig tätig werden, musst Du kein Gewerbe anmelden. Hier reicht es aus, wenn du dich innerhalb eines Monats nach dem Start deiner selbstständigen Tätigkeit an das Finanzamt wendest.

Gibt es branchenspezifische Fallstricke, die bedacht werden sollten?

Bei einigen Tätigkeiten ist der Start in die Selbstständigkeit mit einer Erlaubnispflicht verbunden. Die Gewerbeordnung unterscheidet in diesem Zusammenhang zwischen erlaubnispflichtigen, genehmigungspflichtigen und überwachungsbedürftigen Tätigkeiten (siehe §§ 29 ff. der Gewerbeordnung).

Für ein erlaubnispflichtiges Gewerbe benötigst du als Jungunternehmer zudem ein behördliches Führungszeugnis und musst deine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen.

Hierfür solltest du dich an das zuständige Amtsgericht wenden, wo du in der Regel einen Auszug aus dem Schuldnerverzeichnis bzw. dem Insolvenzregister erhältst.

Je nach geplanter Tätigkeit kann außerdem eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Gesundheitsamt oder ein Nachweis über die Teilnahme an einem Seminar zur Hygiene und zum Umgang mit Lebensmitteln bei der IHK notwendig sein.

Bist du dir nicht sicher, ob und welche Genehmigungen und Unterlagen du für den Start ins eigene Businessleben benötigst, sind das jeweilige Gewerbeamt bzw. die IHK deine ersten Ansprechpartner.

Wie den richtigen Standort für die Existenzgründung finden?

Jedes Startup bzw. jeder Selbständige benötigt zudem einen geeigneten Standort. Dieser sollte so ausgewählt werden, dass dieser entweder dauerhaft ist oder nicht gleich mit dem ersten Wachstumsschub gewechselt werden muss.

Denn jeder Standortwechsel ist in der Regel mit enormen Aufwand und Kosten verbunden, welche besser in den Ausbau und Stärkung der eigentlichen Unternehmensaktivitäten investiert werden sollten.

Natürlich ist die Standortwahl auch abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell. Willst du bspw. Waren herstellen, dann benötigst du in aller Regel eine Produktionsstätte und zusätzlich Lagerfläche. Als Einzelhändler ist hingegen ein Verkaufsraum notwendig und je nach Angebot kommt mitunter nur eine 1A-Lage in Betracht.

Folgende Kriterien solltest du zwingend bei der Standortwahl berücksichtigen:

  • Anzahl potentieller Wettbewerber
  • optimale Verkehrsanbindung
  • Struktur des unmittelbaren Umfeldes
  • Dauer des Mietvertrages mit Nebenkosten
  • rechtlichen Beschränkungen
  • Bevölkerungsgröße bzw. Einzugsgebiet

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