Das erste eigene Büro: Verwaltungsräume für das StartUp müssen gut geplant sein

Planung Startup-Büro

Kein Unternehmen kommt ohne Büroräume aus. So manches StartUp wird zwar am Schreibtisch in der Studentenbude ausgeheckt und gepäppelt, irgendwann ist der aber nicht mehr groß genug.

Außerdem braucht jede Firma eine Geschäftsadresse, und die sollte vielleicht nicht gerade in der WG liegen …

Das Büro will allerdings gut geplant sein, von der Lage über die Größe bis hin zur Ausstattung. Ein Großraumbüro kann oft eine gute Lösung sein, birgt jedoch auch einige Nachteile. Und natürlich gehören auch so einige Verträge dazu.

Lage hat Einfluss auf Kosten – und darauf, wie das Unternehmen wahrgenommen wird

Büroräume in Vororten, kleinen Städten oder auf dem Land kosten in der Regel nicht viel Miete. Sie können großzügig ausgestattet sein, über eine wunderschöne Aussicht verfügen und trotzdem preiswert sein.

Warum?

Weil sie nicht leicht erreichbar sind. Wer wirklich nur Verwaltungsräume sucht, selten Kunden, Geschäftspartner oder Investoren empfängt und die Mitarbeiter aus der Region mit Dienstwagen versorgt, wird sich daran nicht unbedingt stören.

Oder, um es ganz platt auszudrücken: Wer einfach nur Lagerräume und Platz für einen Computer benötigt, um den Internet T-Shirt Versand zu managen, der ist mit einem Büro in ländlicher Lage vermutlich gar nicht schlecht beraten. Immerhin kann das die Kosten minimieren.

Anders sieht das aus, wenn viel Kontakt zu anderen Unternehmen besteht, ständig Investoren und Geschäftspartner empfangen werden müssen und die Kundschaft gegebenenfalls auch selbst vorbeischaut.

Wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für In-House Fortbildungen auch zu eher ungewöhnlichen Zeiten anwesend sein sollen und die normale, städtische Infrastruktur mit öffentlichem Nahverkehr, Restaurants und Freizeitangeboten für nach Dienstschluss benötigt werden.

Dann muss das Büro leicht erreichbar sein und idealerweise an einer prestigeträchtigen Adresse in der Innenstadt liegen. Das ist zwar nicht kosteneffizient, aber beispielsweise in B2B oft doch sinnvoll.

Die Ausstattung muss stimmen

Kein Büro ohne Hochleistungsinternetanschluss. Die schnelleren Leitungen sind allerdings auch wieder nur in Innenstadtlage verfügbar, und das nicht einmal in jeder Stadt. Welche Übertragungsgeschwindigkeiten wo verfügbar sind, kann im Vorfeld online abgebrüht werden.

Und noch etwas Wichtiges sollte online überprüft werden: Welche Stromanbieter an der Adresse zur Verfügung stehen. Denn die Strompreise unterscheiden sich stark, sie kommen als monatliche Fixkosten zu Miete, Internet, Wasser und Abfallgebühren dazu.

Verschiedene Rechner online ermöglichen die Überprüfung, in welcher Stadt welche Anbieter agieren und wie die Tarife sind.

Da ein Büro heutzutage größtenteils digital funktioniert, sind die Stromkosten zusammen mit den Internetgebühren ein wichtiger Punkt und sollten vorher, beispielsweise über Portale wie Toptarif, verglichen werden.

Um die städtische Müllabfuhr und die städtischen Wasserwerke dagegen kommt man nicht herum, die müssen einfach hingenommen werden. Die Kosten müssen aber in der Gesamtkalkulation und schon im Businessplan so weit wie möglich berücksichtigt werden.

Alles Bio oder was?

Es mag für ein StartUp unwichtig erscheinen, aber Öko boomt. Und das gilt nicht nur für die tatsächlich vertriebenen Produkte, sondern auch für das gesamte Unternehmen. Vom Recyclingtoilettenpapier über das papierfreie Büro bis hin zum Ökostrom und zum Dienstfahrrad statt Dienstauto kann in dieser Hinsicht viel getan werden.

Und das ist bei der Wahl des Büros hinsichtlich der Lage, des Vermieters und natürlich auch des Stromanbieters durchaus wichtig. Es ist zwar nicht unmöglich, aber doch schwierig, später auf Ökostrom zu wechseln. Ein Marketingargument ist dagegen allemal.

Will man sein StartUp also bei der entsprechenden Zielgruppe etablieren, sollten derartige Überlegungen von Anfang an einbezogen werden. Besonders interessant wird es, wenn die Büroräume selbst auch noch energieeffizient oder gar autark sein sollen.

Mit Sonnenkollektoren und anderen Maßnahmen ist das schon möglich, aber eben auch nicht an jedem Standort.

Übrigens sollten Büroräume, neben dem eigentlichen Bürokonzept, so gewählt werden, dass sie innerhalb der nächsten paar Jahre nicht gleich zu klein werden, der Belegschaft ausreichend Kurzweil und Wohlfühlatmosphäre bieten und dem Potential des jungen Unternehmens nicht im Weg stehen.

Wer also von Anfang an die doppelte Anzahl Schreibtische einplant, eine Ruhezone mit Sofas und Entspannungsmöglichkeiten schafft und vielleicht sogar für sanitäre Anlagen wie einen Duschraum sorgt, wird langfristig davon profitieren.

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