Feedback geben: Das sollten Gründer beachten

Feedback aber Richtig

Feedback kann einen Großteil zur Entwicklung eines Mitarbeiters beitragen.

Doch nicht immer fällt es Menschen leicht, Feedback zu geben. Schließlich möchte man dem gegenübersitzenden Gesprächspartner keine negativen Gefühle bescheren oder dafür verantwortlich sein, dass sich dieser nicht wohl fühlt.

Es können Unsicherheiten entstehen, wie man dem Mitarbeiter konstruktive Kritik übermitteln kann, ohne dass sich dieser verletzt fühlt oder zwischenmenschliche Spannungen entstehen, bei denen die Gefahr besteht, dass sie sich negativ auf die Produktivität und Leistung des betroffenen Mitarbeiters auswirken.

Doch wie vermeidet man unangenehme Situationen, wenn es darum geht, professionell Feedback zu geben, um die Entwicklung des Mitarbeiters in Gang zu bringen, ohne dass sich dieser abgewertet oder gekränkt fühlt?

Im folgenden Text wird ausführlich erläutert, was beim Rückmelden über erbrachte Leistungen und gezeigte Stärken und Schwächen berücksichtigt werden sollte, damit der Mitarbeiter die geäußerte Kritik möglichst gut annehmen und im Anschluss auf ihr basierend an sich arbeiten kann, ohne sich gedemütigt oder nicht wertgeschätzt zu fühlen.

Wer sich regelmäßig darin übt, Feedback zu geben, trainiert dies übrigens automatisch, sodass es in Zukunft leichter fällt, konstruktiv zu kritisieren und in angemessenem Rahmen zu loben.

Wozu dient Feedback überhaupt?

Wer Feedbackgespräche als unangenehm empfindet, hat möglicherweise bereits darüber nachgedacht, auf diese zu verzichten. Dies ist nachvollziehbar, jedoch wird dadurch Potential verschenkt, da auf der Basis von Feedback Entwicklungen in Gang gesetzt werden können, die nicht nur dem Mitarbeiter an sich zugutekommen, sondern auch dem Unternehmen und dem wirtschaftlichen Erfolg von eben diesem.

Feedback nützt also nicht nur dem Mitarbeiter, sich und seine Arbeit zu reflektieren.

Darüber hinaus kann es dazu dienen, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu fördern, da der betroffene Mitarbeiter auf der Basis des erhaltenen Feedbacks eine Entwicklung durchleben kann, die sich positiv auf seine Leistung und seine Arbeitsmoral auswirkt. Damit dies eintrifft, sind jedoch einige Aspekte zu beachten, die erheblichen Einfluss auf die Wirkung des Feedbacks haben können.

Was sollte beim Feedback berücksichtigt werden?

Beim Geben von Feedback sollte auf einige Faktoren geachtet werden, um eine zielführende Wirkung zu erhalten.

Zuerst gilt es darauf zu achten, dass das Feedback dazu dient, eine Reflexion zu gewährleisten, die eine folgende Verbesserung nach sich zieht. Eine Beurteilung über Aspekte, die nicht im Zusammenhang mit der Arbeit stehen, sind nicht relevant.

Doch welche Bedingungen sollte ein gutes Feedback erfüllen?

Der Zeitpunkt des Feedbacks ist relevant

Nicht nur wie, sondern auch wann die Rückmeldung an den Mitarbeiter getragen wird, ist entscheidend.

Ein häufiger Fehler von Gründern und Vorgesetzten ist es, das Feedback zu allgemein zu halten, sodass der Mitarbeiter kaum eine Chance hat, die Rückmeldung nachvollziehen zu können. Sinnvoll ist es daher, die Rückmeldung bezüglich einer Situation zu geben.

Ist ein Projekt erfolgreich abgeschlossen worden, bietet sich direkt im Anschluss an den Abschluss des Projektes eine Gelegenheit, mit dem verantwortlichen Mitarbeiter über die erbrachte Leistung zu sprechen. Welche Dinge sind besonders positiv verlaufen und welche Aspekte gilt es in Zukunft intensiver zu berücksichtigen?

Wenn sich das Feedback auf eine konkrete Situation bezieht, kann der Mitarbeiter dieses leichter annehmen.

Die Art der Rückmeldung sollte passend gewählt werden

Über ein Feedback, welches nicht nur durch den Vorgesetzten erfolgt, bietet sich das sogenannte 360 Feedback an.

Bei dieser Methode geht es darum, mehrere Personen bezüglich eines Mitarbeiters anhand von Fragebögen zu befragen. Die Fragebögen können exemplarisch mithilfe des 360 Grad Tools erstellt und ausgewertet werden.

Das 360 Feedback bietet den Vorteil, dass durch das Befragen mehrerer Personen ein möglichst umfassendes und objektives Ergebnis erzielt werden können.

Bekommt der Mitarbeiter lediglich vom Vorgesetzten Feedback, kann der Mitarbeiter das Gefühl bekommen, der Vorgesetzte „hätte bloß etwas gegen ihn“, statt die Rückmeldung konstruktiv anzunehmen und auf ihr basierend eine Entwicklung in Gang bringen zu können.

Auf dem mettl blog können weitere Informationen zum Ablauf des 360 Feedbacks nachgelesen werden.

Das Feedback bietet Training zur Selbstreflexion

Wenn regelmäßig Feedback gegeben wird, trainieren Gründer zusätzlich ihre Kommunikationsfähigkeiten, was ihnen auch in Verhandlungen mit Geschäftspartnern oder Kunden zu Gute kommen kann.

Gründer, die in der Vergabe von Feedback geübt sind, sind eher dazu in der Lage, selbstbewusst aufzutreten und Erwartungen auszusprechen, ohne dabei forsch oder unhöflich zu wirken.

So kann beispielsweise das 360 Feedback zu Mitarbeitergesprächen führen, in denen Gründer nicht nur ihre Mitarbeiter besser kennenlernen, sondern zudem trainieren, welche Art von Kommunikation am zielführendsten ist.

Gleichermaßen kann der Mitarbeiter, der das Feedback erhält, durch die im 360 Feedback erhaltenen Ergebnisse reflektieren, inwiefern sich seine Selbsteinschätzung mit der Fremdwahrnehmung deckt oder unterscheidet. So kann die Wirkung auf andere optimiert werden und eine individuelle Entwicklung stattfinden, die der Produktivität und den vorliegenden Kompetenzen förderlich ist.

Möglicherweise erkennt der Mitarbeiter durch die Auswertung des 360 Feedbacks, dass es sinnvoll für ihn wäre, gewisse Schulungen oder Fortbildungen zu besuchen, um sich zu verbessern und Fähigkeiten auszubauen und zu entwickeln.

Das Fazit

Feedback zu geben, kann, wenn es richtig umgesetzt wird, erheblich dazu beitragen, eine Verbesserung für das Unternehmen herbeizuführen.

Auf der einen Seite kann der Mitarbeiter, der die Rückmeldung erhält, davon profitieren, indem er Stärken und Schwächen durch das konstruktive Feedback erkennt und seine bisherige Leistung reflektieren kann. Doch nicht nur für den Mitarbeiter bietet Feedback eine Basis für eine persönliche sowie berufliche Entwicklung. 

Auch für Gründer bringt es Vorteile mit sich, Gespräche, in denen sie Feedback übermitteln, zu führen.

Sie trainieren hierbei nämlich ihre Kommunikationsfähigkeit, welche ihnen auch in anderen Bereichen entscheidende Vorteile verschaffen kann. Zudem kann die regelmäßige Gabe von Rückmeldungen dazu führen, dass die allgemeine Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten beziehungsweise Gründern erheblich verbessert wird, da über potentielle Schwierigkeiten und Probleme gesprochen werden kann, bevor diese eskalieren und weit schwerwiegendere Konsequenzen nach sich ziehen.

Im Gesamten betrachtet ist Feedback ergo nicht nur wirtschaftlich rentabel, da Mitarbeiter Potentiale und Fähigkeiten ausbauen und künftig in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich einsetzen können, sondern auch auf sozialer Ebene wünschenswert, da Konflikte gelöst oder sogar verhindert werden können. 

Folglich bietet Feedback wertvolle Gelegenheiten, die sich positiv auf die Produktivität der jeweiligen Mitarbeiter, sowie auf das Arbeitsklima und die Personalentwicklung auswirken, wenn einige Aspekte berücksichtigt werden und das Feedback situativ geschickt und konstruktiv entgegengebracht wird, sodass der Mitarbeiter dieses leicht annehmen kann.

Kommentar hinterlassen on "Feedback geben: Das sollten Gründer beachten"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Diese Website nutzt Google Analytics. Möchtest Du nicht weiter getrackt werden, Klicke hier!