friendsjob.de: Das Prinzip „Facebook“ für Personaler und Arbeitssuchende

Die Gründer Tomasz Dybal und Thomas Holstein aus München möchten mit friendsjob eine Personalagentur der besonderen Art schaffen, die konsequent auf Facebook als Plattform und Multiplikator setzt. Wie dies funktionieren soll, und welches Alleinstellungsmerkmal sich die beiden hiervon versprechen, unter anderem darüber sprachen wir mit Thomas Holstein:

Was will friendsjob anders machen, als „normale“ Personalagenturen?

Die Kernidee: Gute Jobs werden oft durch Freunde vermittelt. friendsjob will hier ansetzen und diesen Empfehlungsprozess verstärken und automatisieren. Konsequenterweise verwendet friendsjob dazu Facebook. friendsjob nutzt eine App, die basierend auf Empfehlungen und cleverem Matching Jobangebote an den richtigen Ort bringen möchte. Um den Empfehlungsprozess zu stärken, führt jede erfolgreiche Empfehlung zu einem wertvollen „Dankeschön“, zum Beispiel ein iPhone5.

Wann, wo und wie entstand Ihre Geschäftsidee?

Friendsjob wurde am 22.08.2012 in München notariell gegründet. Die Geschäftsaufnahme war am 03.09.2012. Bei friendsjob werden positive aber auch negative Erfahrungen unter Freunden weitergegeben. Das ist das Prinzip von Facebook. Die Menschen wollen sich mitteilen, Ihre Erfahrungen spiegeln, untereinander helfen. Erleben Menschen positive Erfahrungen, das kann beispielsweise ein zufriedener Friseurbesuch sein, wird dies sofort der besten Freundin mitgeteilt.

Warum sollte dieses Prinzip nicht auf das Thema „Arbeit“ übertragen werden können? Freunde teilen auch Ihre Arbeitsunzufriedenheit untereinander. Genau diese Information nutzen wir für unser Recruiting. Somit beziehen wir die passiven und unzufriedenen Arbeitnehmer mit ein, indem die Freunde aus Ihrer Freundesliste heraus Empfehlungen abgeben können und somit Ihre Freunde indirekt bewerben.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren konnten?

Bisher ist uns dies nicht bekannt. Es bestehen zahlreiche Karriereseiten und Jobbörsen, jedoch das Prinzip der Belohnung von Empfehlungen ist neuartig und einzigartig.

Über welche Alleinstellungsmerkmale verfügt das Konzept von friendsjob?

Facebook wird als Multiplikator genutzt, und somit eine große Reichweite erreicht. Des Weiteren binden wir, durch den Empfehlungsprozess, passive Jobsuchende mit in den Rekrutierungsprozess ein. Die Folge ist die Verstärkung und Automatisierung des Empfehlungsprozesses. Gleichzeitig wird eine erhöhte Beziehungsqualität der Ansprache durch den Personalvermittler aufgrund der persönlichen Empfehlung erreicht.

Welche Zielgruppen haben Sie im Blick, und wie soll friendsjob bekannter werden?

Branchenübergreifende Fach- und Führungskräfte in Deutschland werden angesprochen. Eine Zielgruppe in Form von Branchen oder Kunden zu definieren ist kaum möglich.

Wir sind ein Social-Media basiertes Unternehmen und setzen auch im Hinblick auf Werbung und Marketing auf diesen Kanal. Facebook-Marketing, Twitter-Posts, Affiliate-Programme, die Beteiligung an anderen Plattformen und die Zusammenarbeit mit komplementären Plattformen bzw. Unternehmen sind erklärte Marketingmaßnahmen von friendsjob. Also:

  • Social Media Marketing
  • Empfehlungsmarketing
  • Online Werbekampagnen
  • Hochschulmarketing
  • Virales Marketing

Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Thomas Holstein

Für die Gründer Tomasz Dybal (25) und Thomas Holstein (31) ist das Prinzip von friendsjob keine neue Vorgehensweise. Wir sind zwei Neulinge in der aufkommenden Start-Up Szene, jedoch nicht weniger erfahren.

Tomasz Dybal war vor seiner Selbständigkeit mit friendsjob jahrelang für den kompletten Recruiting-Prozess namhafter Firmen im Dienstleistungs-Umfeld verantwortlich. Empfehlungen von Beratern und Kandidaten führten oftmals zum erklärten Ziel und geschäftlichen Erfolg.

Thomas Holstein dagegen, der selbst aus dem E-Business – Umfeld stammt, ergänzt seinen Geschäftspartner durch sein kaufmännisches Wissen kombiniert mit innovativen Ideen, die er nicht zuletzt durch sein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt „E-Entrepreneurship“ gewinnen konnte.

Wo soll Ihr StartUp in einem Jahr stehen?

Ziele von friendsjob sind unter anderem die Etablierung der Empfehlung als Recruiting-Instrument und die Verbesserung des Recruitingprozesses im Allgemeinen. Friendsjob möchte in diesem Ansatz den Vorteil als first-mover ausnutzen und beispielhaft vorangehen.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Wir befinden uns derzeit in der Aufbauphase unseres Unternehmens und suchen aktuell keine Mitarbeiter. Auf der anderen Seite können sich Start-Ups und Firmen melden, denen unser Geschäftsmodell gefällt und die bereit sind eine Kooperation einzugehen, die Sinn für beide Beteiligten macht. Zum Beispiel Affiliate-interessierte Unternehmen mit Bezug zur Personalbranche; Unternehmen, die Bedarf an qualifizierten Personal haben; sowie Unternehmen aus dem Online Umfeld, die Bezug zur Personalberatung haben.

5 Kommentare zu "friendsjob.de: Das Prinzip „Facebook“ für Personaler und Arbeitssuchende"

  1. Die Idee ist sicherlich gut! Ich finde es aber gefährlich, wenn man dann z.B. auf Facebook setzt. Die wird es nicht ewig geben. Man schaue sich studiVZ, myspace, yahoo usw. an! Man profitiert vom viralen Faktor, jedoch nur so lange, wie es das Netzwerk geben wird.

  2. Guten Tag die Herren
    Mal abgesehen von dem iPhone 5, wer muss wieviel fuer die erfolgreiche Vermittlung bezahlen?
    MfG, Klaus Kramer

    • @Klaus Kramer:
      Das iPhone erhält derjenige, der eine Empfehlung abgibt, die zu einem Vermittlungserfolg führt.
      Die Kosten für eine Vermittlungt trägt allein das Unternehmen, also der Endkunde. Dem Bewerber entstehen keinerlei Kosten.

      Mit den betsen Grüßen,
      Ihr,
      Thomas Holstein

      • Hallo Herr Holstein,

        um die Frage von Herrn Kramer nochmal aufzugreifen – wieviel muss für eine erfolgreiche Vermittlung bezahlt werden? (Prozent? Fixpreis?). Und wann wird die Vermittlungsprämie fällig?

        Die nächste Frage wäre die Absicherung wenn der von Ihnen vermittelte Mitarbeiter in den ersten Wochen wieder kündigt, bekommt der Kunde dann sein Geld zurück oder sorgen Sie für Ersatz?

        Grundsätzlich ist Ihre Idee SocialMedia als Katalysator zu verwenden sehr gut, werde Ihr Unternehmen im Auge behalten.

        Viel Erfolg
        O. Wiesman

        • Hallo Herr Wiesmann,

          bitte haben Sie Verständnis, dass ich über öffentliche Portale keinerlei Finanzierungsfragen beantworten kann.
          Gerne können Sie sich persönlich mit mir in Kontakt setzen.

          Mit den besten Grüßen,

          Ihr,
          Thomas Holstein

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