Geschäftsmodell Ticketsysteme ­- das Geschäft hinter dem Vergnügen

Geschäftsmodell entwickeln

Tickets für Konzerte, Festivals und sportliche Großereignisse kann man heutzutage bequem und unkompliziert online kaufen: Über das Internet braucht es nur wenige Klicks und man bekommt die Eintrittskarten komfortabel und ganz ohne lästiges Anstehen zugeschickt.

Doch wie das aufwändige Geschäftsmodell im Hintergrund strukturiert ist, ist dabei kaum jemandem bewusst.

Hinter den Kulissen der Ticketsysteme

Ein modernes Ticketsystem bietet weit mehr als nur den onlinebasierten Verkauf von
Eintrittskarten. Hinter bekannten Internetplattformen wie Eventim, Ticketbis oder
Eventbrite verbergen sich international tätige Konzerne mit einer unvorstellbar massiven
Infrastruktur.

Zum Geschäft gehören unter anderem:

● Onlineportal zum Kaufen von Tickets
● Druck und Versand der online verkauften Tickets
● IT­Strukturen für die zentrale Verwaltung des Sortiments und
● Kommunikation zwischen Vorverkaufsstellen und Zentrale
● lokale Vorverkaufsstellen in allen größeren Städten, teils auf internationaler Ebene
● technische Umsetzung und Betreuung individueller Onlineshops
● Zahlungsabwicklung
● Marketing und Medienkooperationen
● technische Organisation der Einlasssysteme am Veranstaltungsort

Einige Portale bieten ihren Kunden außerdem an, nicht mehr benötigte Tickets wieder zu verkaufen. Hat man zum Beispiel am Tag der Veranstaltung unerwartet einen wichtigeren Termin und möchte die Karte nicht ungenutzt verfallen lassen, kann man so legal und unkompliziert zumindest einen Teil des Neupreises wieder einnehmen.

Integration der Veranstalter und Vorverkaufsstellen

Damit ein solches System sinnvoll funktionieren kann, müssen natürlich auch die Veranstalter von Konzerten und Events mitspielen.

Und auch ein weitreichendes Netz an Vorverkaufsstellen abseits des Internetgeschäfts gehört zu einem runden Geschäftsmodell: In den Läden vor Ort können Kunden sich zum Beispiel individuell beraten lassen oder auch ohne eigenen Internetanschluss das Ticketsystem nutzen.

Damit die Systeme auf allen Plattformen problemlos funktionieren, sind sie meist browserbasiert und erfordern damit noch nicht einmal die Installation einer speziellen Software.

Für Veranstalter sind Ticketsysteme ein interessanter, neuer Vertriebsweg mit internationaler Reichweite. Nicht nur zeit­ und arbeitsintensive Aufgaben wie Kundenbetreuung und Verkäufe werden hiermit aus der Hand gegeben, auch die Werbung für Events gehört bei vielen Systemen zum Angebot:

Die Betreiber haben oftmals Kooperationen mit verschiedenen Medienpartnern und erhöhen ihre Reichweite so nochmals deutlich.

Für Vorverkaufsstellen sind solche Systeme ebenfalls praktisch. Zunächst ist der Einstieg in der Regel mit sehr geringen Kosten verbunden: Um Teil eines Ticketsystems zu werden, benötigt man vor Ort lediglich einen Computer mit Internetzugang und einen Drucker, mit dem man die Tickets für seine Kunden ausdrucken kann.

Bei vielen Systemen genügt ein gewöhnlicher Laserdrucker, wie man ihn eventuell ohnehin schon im Büro verwendet. Das gesamte Vertriebssystem wird zur Verfügung gestellt, sodass man sich tatsächlich nur noch um den Verkauf der Eintrittskarten zu kümmern braucht.

Verschiedene Systeme bieten sogar die Möglichkeit, einen komplett fertig eingerichteten
und benutzerfreundlichen Onlineshop passend zur eigenen Internetseite zu erhalten. So
können Vorverkaufsstellen ihren Kunden ohne Mehraufwand eine weitere Einkaufsmöglichkeit anbieten.

Außerdem ist man als Partner eines namhaften Konzerns automatisch Teil eines großen, oft international tätigen Netzwerks mit hoher Reichweite. Wie auch die Veranstalter der Events profitieren die Vorverkaufsstellen so zum Beispiel von der breit aufgestellten Werbung, die der Betreiber des Ticketsystems auf vielen verschiedenen Kanälen schaltet.

Natürlich ist dieser umfassende Service nicht ganz umsonst. Die Betreiber von Ticketsystemen lassen sich für ihre komfortablen Dienste meistens gut bezahlen und kassieren zum Beispiel einen festen Anteil der Vorverkaufsgebühren eines jeden verkauften Tickets ein.

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