Mehr Umsatz erzielen – 4 Tipps für einen optimalen Ladenausbau

Optimale Ladeneinrichtung

Der Handel befindet sich im Umbruch. Die Verbindung von E-Commerce und stationärem Einzelhandel steht zwar noch immer am Anfang, doch das Mobile-Shopping kombiniert und initiiert durch verschiedene Social-Media-Anwendungen wird auch zukünftig weiter an Zuspruch zulegen.

Shopkonzepte, die einmal sehr erfolgreich waren, haben aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks durch das Internet und mitunter zögerlichen Bestreben nach Weiterentwicklung an Stärke verloren.

Die klassische Markenloyalität, die über einen langen Zeitraum das Einkaufsverhalten der Konsumenten prägte, gibt es nicht mehr. Für den Kunden ist ein Produkt nur so gut, wie sein emotionales Marken- bzw. Einkaufserlebnis beim letzten Einkauf.

Will der Händler seinen Store fit für die Zukunft machen, muss er sich diesem veränderten Konsumentenverhalten stellen und diesen attraktiv gestalten. Doch wie kann das gelingen?

Diese 4 Tipps helfen dabei, damit dein Laden auch morgen noch läuft…

Worauf ist beim Ladenbau zu achten?

Bei der Gestaltung des Ladengeschäfts sollte zunächst ein ganzheitliches Einrichtungskonzept entwickelt und anschließend gezielt umgesetzt werden. Es geht darum, dem Kunden ein zusammenhängendes Einkaufserlebnis zu präsentieren.

Schaffe stets ein positives Einkaufs-Feeling

Das Wichtigste vornweg: Betrachte den Shop so oft wie möglich aus der Sicht des potentiellen Kunden.

Deshalb vermeide unbedingt eine Reizüberflutung. Dazu gehört insbesondere Konsistenz in der Warenpräsentation. Schaffe lieber Kontraste durch ruhige, weniger dicht gestaltete Zonen und solche mit hoher Angebotsvielfalt. Setze insgesamt auf wenige, aber dafür deutlich herausgestellte Akzente. Hier hilft es bspw. Neuheiten und Aktionen an maximal zwei, drei prägnanten Stellen im Geschäft auffällig zu präsentieren.

Wechselnde Themen und saisonale Sonderpräsentationen sorgen zudem für Abwechslung in der Wahrnehmung durch den Kunden. Wirkungsvoll sind Themen, welche sich wie ein roter Faden durch das Geschäft ziehen. Dafür ist es wichtig, dass der Kunde nach einem ersten Blick durch das Schaufenster schonmal über einen Kundenstopper stolpert und sich die beworbenen Produkte dann wiederholt an exponierten Punkten im Shop wiederfindet.

Grundsätzlich gilt immer: Klarheit und Einheitlichkeit in der Gestaltung unterstützen die Glaubwürdigkeit und schaffen Vertrauen zur Marke.

Orientiere dich unbedingt an deiner Käufergruppe

Die Ladengestaltung sollte sich in ihrem Design immer an der jeweiligen Zielgruppe orientieren.

Denn die Erwartungshaltung der Verbraucher an die Verkaufsfläche hat sich nachhaltig verändert. Während Konsumenten früher ein klares Bild von ihrer Brand im Kopf hatten und damit bereits vor dem Kauf definierten, welches Produkt von einer Marke erworben wird, fällt die Entscheidung heute meist erst direkt auf der Verkaufsfläche.

Der POS ist zum Brand bildenden Element geworden, denn Konsumenten bewerten eine Marke heute viel stärker als früher und wünschen sich immer mehr Möglichkeiten, daran teilzuhaben. Für den Käufer geht es um die Identifikation mit seiner Marke. Hierzu zählen gemeinsame Werte, Ziele, Erlebnisse, eine transparente Herkunft und auch die Geschichte dahinter.

Erfüllt das Ladenkonzept die Erwartungen der Zielgruppe, so steigen auch die Chancen auf mehr Umsatz.

So trägt bspw. auch die richtige Beleuchtung zu einem positiven Einkaufserlebnis bei und erhöht die Verkaufschancen nicht unwesentlich. Backwaren erfordern eine andere Lichtfarbe als frisches Obst und Gemüse. Der stationäre Modehandel wiederum setzt auf warmes weißes Licht und erzielt so ein angenehmes Ambiente.

Es geht immer darum, das Warenangebot so attraktiv wie möglich zu präsentieren, um so die Verweildauer des Kunden und dadurch die Verkaufschancen zu erhöhen.

Funktionalität beachten & Ladenfläche effizient nutzen

Vor Allem ist es wichtig, auf eine gute Funktionalität in allen Räumlichkeiten zu achten. Die Kundschaft muss sich zwischen dem Warenangebot wohl fühlen und dieses auch unkompliziert erreichen können. Nicht weniger wichtig sind optimale Laufwege für die Belegschaft, um alle Handgriffe so effizient, als möglich erledigen zu können.

Gerade bei der Gestaltung eines neuen Ladenlokals sollte Barrierefreiheit für ältere Menschen und Behinderte eine Selbstverständlichkeit sein. Ein gutes Kundenleitsystem bewirkt manchmal wahre Wunder.

Und Minimalismus zahlt sich aus: Vollgestopfte Regale bis unter die Decke, unübersichtliche Wegführung und kunterbunte Farben sind nicht mehr gefragt. Achte bei der Möblierung auf Übersichtlichkeit und klare Strukturen. Die Gangbreiten sollten in einem passenden Verhältnis zur Größe des Stores stehen. Um die Neugierde des Kunden zu erwecken, bietet sich der Eingangsbereich ebenso wie das Schaufenster optimal zur Platzierung von Aktionen oder auch Produktneuheiten an.

Wichtig: Auf kleiner Fläche solltest Du zu hohe Möbel vermeiden. Solch eine überproportionierte Ladeneinrichtung wirkt eher störend auf das eigentliche Angebot. Setze stattdessen auf eine hohe Wandregalierung für die Warenpräsentation.

Fördere mehr Emotionalität & spreche alle Sinne an

Versuche eine Geschichte zu erzählen. Denn mit einer spannenden Story und einem gut durchdachten Shopkonzept lassen sich die Kunden auf einer emotionalen Ebene abholen und intensiver an Deine Brand binden.

Gutes Storytelling bedeutet, die Fantasie des Kunden durch Geschichten und visuelle Elemente so anzuregen, dass sich dieser in die Produktwelt hineinversetzen kann und das Nutzenversprechen bestenfalls emotional erlebt. Je mehr die Sinne angesprochen werden, desto wirkungsvoller erscheint die Botschaft und bewegt deinen Kunden zu einem Kauf. Die richtige Kombination aus Tasten, Riechen, Schmecken, Sehen und Hören bildet hier den Schlüssel zum Erfolg.

Ein Verkaufsraum indem es nach frischen Brötchen und Kaffee duftet, erscheint durch diese wohltuenden Gerüche wesentlich attraktiver und nicht selten bewertet ein potentieller Kunde das Preis-Leistungs-Verhältnis dadurch auch positiver.

Zudem holen sensorische Reize und eine griffige Haptik einen Kunden an einem Punkt ab, an dem er oftmals noch gar nicht weiß, dass er ein neues Produkt wirklich benötigt. Schlussendlich kannst Du durch zu einem Produkt passende Zusatzangebote die Verweildauer deiner Kunden erhöhen und dich von direkten Mitbewerbern abheben.

Fazit:

Der erste Eindruck zählt immer und ein Laden muss zum Stöbern und Kaufen einladen.

Dabei muss sich das Shoppen über unterschiedliche Kanäle keineswegs ausschließen. Vielmehr bestehen durch die Hinzunahme neuer Technologien und Gadgets immense Möglichkeiten, sich gegenseitig zu ergänzen. Das ist eine Riesenchance für den Handel vor Ort, der sich sicherlich weiter in Richtung emotionsweckender Showroom entwickeln wird.

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