Mindmaps helfen, Gedanken zu ordnen und zu visualisieren

Gedanken visualisieren

Produktive Mindmap Tipps

Mit Mindmaps lassen sich die eigenen Gedanken oder die Ideen einer Gruppe einfach in einer bildlichen Übersicht visualisieren. Da manche Menschen Mindmaps nicht richtig anwenden und die Übersicht darunter leidet, geben wir hier einige Tipps um beim Erstellen einer Mindmap planvoll und zielorientiert vorzugehen.

Der Begriff Mindmap stammt aus dem Englischen und bedeutet „Karte der Gedanken“. 

Was ist eine Mindmap?

Bei einer Mindmap werden die Gedanken und Ideen zu einem Topic oder einer Frage bildlich zusammengestellt. Das Hauptthema wird in der Mitte auf der Tafel oder dem Flipchart notiert. Von dort werden verschiedene Verknüpfungen zu Unterthemen mit Linien eingezeichnet.

Die Unterthemen entstehen als Stichpunkte um das Hauptthema herum. Auch von den neuen Stichpunkten können nun weitere Unterpunkte mit entsprechender Linienverbindung entstehen, um die neu gewonnenen Gedanken festzuhalten.

Über diese Methode entsteht nach einiger Zeit eine bildhafte Übersicht aller aufgetauchter Gedanken. Alle niedergeschriebenen Stichwörter haben einen gedanklichen einem Bezug zueinander und wenn man alle Linien zurückverfolgt, landet man letztendlich wieder beim Hauptthema, mit dem alles anfing.

Kreative nutzen die Methode des Mindmappings dazu, neue Ideen zu finden. Jeder neue Unterpunkt kann der Startpunkt für weitere Gedanken sein und soll neue Ideen generieren. Gleichzeitig ist das Mindmapping eine bewährte Technik, seine Gedanken zu sortieren und übersichtlich darzustellen.

Vorteile beim Mindmapping

Ohne strukturiertes Vorgehen werden Notizen üblicherweise nur bruchstückhaft und zusammenhanglos notiert. Das hat zur Folge, dass bei späterer Betrachtung der Notizen der Überblick fehlt oder nicht mehr nachvollzogen werden kann, was genau mit einzelnen Begriffen gemeint war.

Über die Technik des Mindmapping ist es möglich, genau diese Probleme zu vermeiden. Mindmaps sind ideal um auch komplexe Zusammenhänge visuell darzustellen und unterstützen dabei, dass neue Gedanken zwanglos entstehen können.

Mindmaps bringen Dinge auf den Punkt 

Statt lange Sätze aufzuschreiben, beschränkt man sich hier auf kurze Gedankenblitze und konzentriert sich damit auf das Wesentliche. Über die visuellen Verknüpfungen der Mindmap ist gewährleistet, dass die Zusammenhänge auch nach einer längeren Pause noch nachvollzogen werden können.

Außerdem ist eine Mindmap jederzeit ausbaufähig und kann um weitere Gedanken ergänzt werden, die später auftauchen.Prinzipiell sollte darauf geachtet werden, die Zeichenfläche nicht mit zu vielen Wörtern zu überladen. Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit könnten verlorengehen, insbesondere wenn Dritte später versuchen sollen die Zusammenhänge zu verstehen.

Die Mindmap ersetzt kein Protokoll des Meetings und deswegen sollten sich notierte Gedanken auf jeweils ein Wort beschränken. 

Mindmaps und Farben

Gerade bei einer komplexen Mindmap mit vielen Punkten und Unterpunkten kann die Übersicht schon mal unter dem Gewirr von Gedankenblasen und Verknüpfungslinien leiden.

Insbesondere, wenn Unterpunkte erst später dazukommen und nicht mehr direkt neben dem Oberbegriff platziert werden können, müssen die Augen erst die Linien entlangwandern, um den gedanklichen Zusammenhang zu finden.

Für Hilfe kann man sorgen, indem die Linien und Blasen mit verschiedenen Farben gezeichnet werden. Dafür sollte für jeden Oberbegriff, der sich direkt an das Hauptthema anschließt (1 Ebene) eine andere Farbe gewählt werden. Die gewählte Farbe muss dann für alle folgenden Unterpunkte auf dem entsprechenden Zweig weiter verwendet werden.

Der Moderator sollte darauf achten, dass er immer den passenden Stift zur Hand nimmt, bzw. dem Teilnehmer die richtige Farbe in die Hand drückt, wenn dieser etwas hinzufügen möchte. 

Mindmaps und Bilder

Mindmaps müssen nicht nur aus Wortblasen bestehen. Gut zu wissen, dass das Gehirn in der Lage ist, Bilder viel schneller aufzunehmen und sich zu merken, als geschriebene Wörter. Skizzen oder Bilder lockern die Mindmap auf, lassen sie übersichtlicher erscheinen und bleiben besser im Kopf.

Zeichnen statt schreiben führt auch dazu, dass andere Gehirnareale angeregt werden und neue Schübe an kreativen und innovativen Ideen zu Tage treten. Bilder sind auch über alle Sprachgrenzen hinaus verständlich. Wer also mit einem internationalen Team arbeitet, wo die Verständigung etwas holpert, könnte versuchen, die ganze Kommunikation innerhalb der Mindmap über Bilder aufzubauen. 

Anlegen mehrerer Mindmaps

Das Team entwickelt zu viele Ideen zu einem bestimmten Thema? Dann sollte man davon Abstand nehmen, gleich alle Gedanken auf nur einer Mindmap abbilden zu wollen. Merkt der Moderator, dass das Hauptthema eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Unterthemen produziert, sollten die vom Hauptthema abzweigenden Oberbegriffe als neue Topics für weitere Mindmaps herhalten.

Auf diese Weise wird es möglich, in die Tiefe zu gehen, ohne Gedanken zu verlieren und ohne die Mindmap visuell zu überladen. Am Ende der Session ist es sinnvoll, die einzelnen Mindmaps übersichtlich anzuordnen und eine Metamap zu erstellen, die die Verbindungen der einzelnen Mindmaps zueinander zeigt.

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