Tipps für Expansion und erfolgreiches Gründen im Ausland

Auslandsgründung

Sich selbstständig zu machen oder ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen, kann diverse Herausforderungen mit sich bringen: Überprüfung von Geschäftsmodellen, Potenzialanalysen, Marketingstrategie und Co.

Was aber tun, wenn es um Expansion oder Gründung im Ausland geht? Als Business-Newbie ist das oft gar nicht so leicht, weswegen wir dir da eine grundlegende Übersicht liefern.

Trend: Selbstständigkeit

Seit den Neunzigern nimmt die Zahl der Selbstständigen Jahr für Jahr zu. Knapp 1,5 Millionen Menschen verdienen sich insgesamt ihre Brötchen als Gründer, Unternehmer oder Freiberufler – auf die Besonderheit als Kleinunternehmer gehen wir nicht ein.

Dahinter stecken oft diverse Gründe, aber möglich macht es die seit einigen Jahren wachsende Startup-Kultur. Du hast eine Idee, mit der du Geld verdienen möchtest?

Hier werden von der bürokratischen Seite wenige Steine in den Weg gelegt: Bis zur Gründung gibt es einen vorgeschriebenen Fahrplan. Erst die Frage nach Investoren ist knifflig, wenn du nicht über ausreichend Eigenkapital verfügst.

Firmengründung im Ausland – so geht´s

Manchmal geht es sogar noch einen Schritt weiter: Du gründest nicht oder nicht nur in Deutschland, sondern möchtest direkt im Ausland gründen, wie zum Beispiel bei einer Firmengründung in Frankreich. Dann treffen natürlich diverse Gesetzeswelten aufeinander, die erst einmal für sich betrachtet werden müssen.

Willst du im Ausland gründen, gilt das dortige Gesetz sowie im späteren Verlauf die Versteuerung deines Umsatzes vor Ort. Aber Achtung: Wer im Ausland erworbenes Kapital zurück nach Deutschland bringt, muss dieses unter Umständen erneut versteuern. 

Vor der ersten Steuerzahlung vergeht allerdings eine Weile, in der du mit Gründung und Co. beschäftigt bist. Darauf musst du achten, wenn du ein Unternehmen im Ausland gründen möchtest:

  • Informiere dich über das Land deiner Wahl: Kultur, wirtschaftliche und politische Lage, Zugangsbestimmungen für Ausländer, Potenzial, besondere Geschäftspraktiken?
  • Lasse die arbeitsrechtlichen Grundlagen checken: Internationale Abkommen, rechtliche Bedingungen, benötigst du selbst eine Arbeitserlaubnis, Steuer-, Zoll- und Handelsbeschränkungen, Wohnsitzpflicht?
  • Wähle die richtige bzw. passende Unternehmensstruktur: Es muss nicht sein, dass die in Deutschland geltenden Firmierungen 1 zu 1 im Ausland existieren.
  • Hole dir fachmännische Unterstützung für alle Behördengänge, bürokratische Anforderungen etc.

Recherche ist natürlich das A und O – Für detaillierte Auskünfte stehen die Auslandshandelskammern stets zur Verfügung. Hier werden die wichtigsten Fragen beantwortet. Im Zweifel sollte allerdings ein Fachjurist oder -ökonom hinzugezogen werden, um keinen Fehler zu machen.

Top 5 Gründe für eine Firmengründung im Ausland

Was sind die häufigsten Beweggründe, eine Firma im Ausland zu gründen? Wir haben dir die Top 5 zusammengestellt:

  • Du sicherst dir einen Wettbewerbsvorteil gegenüber deinen Konkurrenten: Vielleicht bist du näher an den benötigten Ressourcen oder Zulieferern?
  • Du reduzierst in vielen Ländern die eigene Steuerlast (Achtung Doppelbesteuerung)
  • Du schützt dein privates Vermögen besser.
  • Der Einkauf wie bei Lizenzen ist im Ausland günstiger.
  • Du hast einen besseren Zugang zu neuen Märkten (Standortvorteil).

Handel im Ausland – das ist zu beachten

Wer nicht gründet, sondern im Ausland handeln möchte, hat natürlich nicht den Aufwand, sich über alle relevanten arbeitsrechtlichen Vorgaben informieren zu müssen – außer du möchtest eine Zweigstelle eröffnen. Dennoch gibt es auch beim Handel ins Ausland diverse Vorschriften (Handelsabkommen) und Co. zu beachten.

Die wesentlichen Punkte für den Bereich E-Commerce bzw. Online-Handel haben wir für dich zusammengestellt. Beim grenzüberschreitenden Versandhandel – egal, ob per Post oder elektronisch – gilt es, sich zu folgenden Punkten vorab zu informieren:

  • Sicherheitsvorgaben und -normen
  • Regulierungen und Verbote
  • Verpackungsrichtlinien (Recyclingvorschriften)
  • Gewährleistungspflicht
  • Kennzeichnungspflicht
  • Warenrücksendungsbestimmungen.

Das sind die im wesentlichen zu klärenden Punkte, sowohl bei Verkäufen innerhalb der Europäischen Union (EU) als auch außerhalb der EU. Achte zudem auch stark auf das Thema Zoll (Ein- und Ausfuhr von Waren) sowie Versteuerung. 

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