Bist du bereit für ein Gastronomie Startup?

Restaurrant eröffnen

Für viele ist die Vorstellung einen eigenen gastronomischen Betrieb zu führen ein verlockender Gedanke. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, wie die Geschmäcker. Ob Trend-Burgerladen, Café oder vegane Snackbar, noch nie war das kulinarische Angebot in Deutschland so vielfältig wie heute.

Blauäugig solltest du dich aber keineswegs in das Abenteuer Selbstständigkeit begeben. Eine gute Vorbereitung und Planung sind wie bei jeder Existenzgründung das A und O.

Was also musst du alles bedenken, wenn es darum geht, deine gastronomischen Vorstellungen Realität werden zu lassen?

Bloß keine falschen Vorstellungen 

Gründungen in der Gastronomie sind alles andere als eine Seltenheit.

Jedes Jahr gibt es tausende Neueröffnungen, doch viele der Lokalitäteen überleben nicht einmal das erste Jahr.

Die Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich, von unzureichender Finanzplanung über wenig durchdachte Konzepte bis hin zur Geschäftsaufgabe aufgrund falscher Vorstellungen ist hier alles vertreten.

Du solltest dir also genau überlegen, ob du wirklich für die Sache brennst oder nur von einer kurzfristigen Idee begeistert bist.

Wenn du nicht bereits Erfahrungen vorzuweisen hast, oder gar aus der Branche kommst, ist es wichtig zunächst einmal in die Gastronomie hineinzuschnuppern, bspw. durch ein Praktikum.

Denn oftmals gehen die Vorstellungen von Theorie und Praxis in der Gastronomie weit auseinander. Nur wenn du über einen längeren Zeitraum echte Praxiserfahrung sammeln kannst, lässt sich beurteilen, ob die Gastronomie wirklich eine langfristige Option für dich ist. 

Alles steht und fällt mit dem Konzept 

Am Anfang jeder Existenzgründung geht es darum, einen soliden Businessplan auf die Beine zu stellen. Hierbei geht es zunächst darum, dass du Ideen zu Papier bringst, Argumente sammelst, und wesentliche, für die Gründung wichtige Aspekte (Standortfragen, Zielgruppe etc.) berücksichtigst.

Der Erfolg einer Geschäftsidee ist immer eng mit dem Konzept verknüpft. Wenn du dich beispielsweise mit einem Food-Truck selbstständig machen möchtest, zählen Industrie- oder Gewerbegebiete sicherlich zu den bevorzugten Standorten. Wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Nobelrestaurant zu eröffnen, muss jedoch ein anderes Umfeld gefunden werden. 

Von zentraler Bedeutung ist selbstverständlich die Finanzierung.

Auch hier hängt vieles vom Konzept ab, ein Food-Truck benötigt naturgemäß weitaus niedrigere Investitionen als ein Ladengeschäft. Entscheidend ist zunächst einmal das dir zur Verfügung stehende Eigenkapital.

Wenn dieses nicht ausreicht, um dein Projekt zu realisieren, musst du das Konzept entweder abändern oder dich um eine Fremdfinanzierung bemühen. Die wenigsten Gründer kommen auch in der Gastronomie ganz ohne Fremdkapital aus. Hier solltest du dich nicht alleine auf Banken beschränken. Bei einem ausgefeilten Businesskonzept stehen gastronomischen Gründern gerne auch Brauereien als Partner zur Seite.  

Strenge Vorschriften und Auflagen 

Im Zusammenhang mit der Führung eines gastronomischen Betriebs musst du strenge Vorschriften einhalten. Neben Hygienezertifikaten und Genehmigungen müssen zudem diverse Bestimmungen beim Küchenaufbau eingehalten werden.

Wenn du als ungelernter eine Gastronomie eröffnen möchtest, musst du zunächst einmal an der sogenannten Gaststättenunterrichtung teilnehmen und einen Nachweis erwerben. Diese Unterrichtung wird von der Industrie- und Handelskammer angeboten.

Darüber hinaus musst du dich einer Belehrung in Sachen Hygiene unterziehen. Dies kann bei einem Amtsarzt oder dem Gesundheitsamt erfolgen. Bei der Gründung eines gastronomischen Betriebs darf diese Belehrung nicht länger als drei Monate in der Vergangenheit liegen. 

Da es sich bei einem gastronomischen Betrieb in den meisten Fällen um ein erlaubnispflichtiges Gewerbe handelt, musst du neben der Gewerbeanmeldung auch eine Konzession beantragen.

Diese wird vom zuständigen Ordnungsamt erteilt und ist nicht nur an dich als Person geknüpft, sondern auch an die Lokalitäten und das Konzept. Solltest du dich bspw. kurzerhand entschließen doch keine Bar, sondern ein Lokal zu eröffnen, muss dafür eine neue Konzession erteilt werden. Um den Betrieb tatsächlich zu eröffnen, müssen im Regelfall weiterhin die folgenden Dokumente vorliegen: 

  • polizeiliches Führungszeugnis
  • steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung 
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister 
  • ggf. Kopien des Miet- oder Pachtvertrags 
  • ausführliche und vollständige Beschreibung der Räumlichkeiten 

Ausstattung und Einrichtung 

Unabhängig von der Ausrichtung des gastronomischen Betriebs ist die Ausstattung ein zentrales Element.

Egal ob Frittenbude, Szene-Café oder Restaurant – nichts geht ohne Küche. Je nach Ausrichtung und Konzept musst du hier unterschiedliche Geräte einplanen, spezialisierte Händler wie etwa Gastprodo haben dabei alles im Sortiment, was du für eine perfekte Gastro-Küche benötigst. 

Welche Einrichtung du darüber hinaus favorisierst, kommt ganz auf dein Konzept an. Es ist wichtig, dass die Einrichtung zum Gesamtkonzept passt und gleichzeitig funktionell ist.

Bei der Qualität solltest du darauf achten, dass Stühle, Tische, Geschirr und Co. auch  geeignet sind, den hohen Beanspruchungen und der Belastung der Gastronomie standzuhalten. Bei der Ausgestaltung und Auswahl der Einrichtung musst du selbstverständlich auch die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen. 

Qualität setzt sich immer durch 

Gerade in der Gastronomie entscheidet die Qualität über Erfolg oder Misserfolg.

Mit einem schlüssigen Konzept, einer disziplinierten und professionellen Herangehensweise sowie einer entsprechenden Qualität der angebotenen Speisen und Getränke hast du gute Chancen dich langfristig in der Gastronomie zu etablieren.

Selbstverständlich müssen dabei Finanzierungs- und Standortfragen berücksichtigt werden sowie bürokratische Hürden bewältigt werden.  Halbherzig ist dies ebenso wenig erfolgversprechend, wie eine Selbstständigkeit in jeder anderen Branche. Wenn du jetzt immer noch Lust auf einen eigenen Gastro-Betrieb hast, solltest du die Vorstellungen konkretisieren und dich an die Ausarbeitung eines Konzepts machen. 

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