Student, Startup-Gründer & Digitaler Nomade – das spannende Experiment von Joel Monaco

Experiment Digitaler Nomade

Der Co-Gründer von Swapper startet Montag mit einem spannenden Experiment. Er wird sein Darmstädter Büro für die nächsten Monate verlassen, um zu testen, wie smart er sein Business von überall her steuern kann.

Hierfür will er als digitaler Nomade die Welt bereisen und gleichzeitig sein Startup von den unterschiedlichsten Orten der Welt aus leiten. Natürlich soll sein Studium auch nicht vollständig ruhen, so das er versucht, nebenbei mit dem Laptop auch noch die ein oder andere Vorlesung seiner Hochschule zu verfolgen.

Vor dem Start der Reise nach Thailand möchte uns Joel in einem ersten Vorbericht mitteilen, was seine Beweggründe für dieses Experiment sind.

[Zum Einstieg ist hier die Digital Nomad Videobotschaft kurz vor Reisebeginn.]

Vom Gründer zum Digitalen Nomaden

Beginnen wir mit einer Definition.

Laut Wikipedia ist „.. ein digitaler Nomade ein Unternehmer oder auch Arbeitnehmer, der fast ausschließlich digitale Technologien anwendet, um seine Arbeit zu verrichten und zugleich ein eher ortsunabhängiges beziehungsweise multilokales Leben führt.“

Klingt cool, dachte ich mir…das versuch’ ich auch mal!

Mein Name ist Joel Monaco, ich bin 20 Jahre alt. Ich komme aus Darmstadt und studiere “hauptberuflich” Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt, arbeite jedoch “nebenberuflich” die meiste Zeit an meinem StartUp.

Ende 2016 habe ich gemeinsam mit meinem Co-Gründer Julius Kaden die Swapper GmbH gegründet. Sie ist benannt nach unserem gleichnamigen Produkt.
Swapper ist ein Marktplatz für gebrauchte Artikel, auf dem durch einen Matching Algorithmus schnell und einfach passende Tauschpartner zusammengebracht werden können. Diese Vorgehensweise haben wir uns bei der Dating-App Tinder abgeschaut.

Durch ein einfache Likes oder Dislikes wird ermittelt, ob von zwei Seiten Interesse an einem Tausch der angebotenen Artikel besteht. Ist das der Fall, kommt es zum Match. Jetzt können die Nutzer unserer App im fest integrierten Chat über den Tausch verhandeln und ihn letztlich ganz einfach abschließen.

(Hier geht es direkt zum MeinSTARTUP-Gründerinterview mit dem Swapper-Gründer Joel Monaco)

Von der Idee zum fertigen Produkt und erste Erfolge

Die Idee zu unserer App kam uns relativ spontan.

In das Produkt selbst floss dann jedoch unglaublich viel Herzblut und Schweiß, denn bereits seit April 2016 tüfteln wir an unserer mobilen App. Mal waren es nur 6, mal 10, mal 15 Stunden am Tag und die Arbeit hört nie auf.

Als Gründer merkt man zwar recht schnell, dass es nie so läuft wie man es plant.

Dennoch konnten wir bereits eine Menge Erfolge verzeichnen – Presseartikel in bekannten Magazinen (Die Welt, Wirtschaftswoche, Huffington Post), diverse Erwähnungen im TV und vor allem eine treue und engagierte Nutzercommunity deutschlandweit. Natürlich haben wir das jetzige Produkt zum ursprünglichen Prototypen auch stark verbessern können.

Als Gründer bedarf es harter Arbeit und einer Menge Durchhaltevermögen

Durch all die Fernsehshows hat man man heutzutage oftmals ein verzerrtes Bild junger Gründer vor Augen, welche über Nacht schnell reich geworden sind und ihr Leben nun wie Rockstars führen.

Doch gerade in der ersten Gründungsphase (Early Stage) hat das Ganze nicht viel damit zu tun. Vielmehr war es so, dass all meine Freunde nach dem Abitur nach Australien, Thailand oder Indonesien gereist sind, um die Welt zu erkunden und die verrücktesten Abenteuer zu erleben.
Ich hingegen saß zuhause ich vor meinem PC Bildschirm und habe versucht erste Screenshots von Swapper zusammen zu basteln.

Doch schlagen wir die Brücke zurück zum Anfang.

Es ist noch nicht so lange her, da bin ich auf die Arbeitsweise der Digitalen Nomaden gestoßen. Reisen und gleichzeitig arbeiten, nur mit einem Laptop und Rucksack bewaffnet und einer (hoffentlich) halbwegs guten Internetverbindung.

Es sind oftmals Freelancer, die sich dafür entscheiden und letztlich nur auf sich alleine gestellt sind. Doch ist es auch als Gründer und CEO eines StartUps möglich für eine begrenzte Zeit so zu leben?

Einen Versuch ist es wert dachte ich und habe es mir nun zum Ziel gemacht ab Montag durch Südostasien zu reisen. Von unterwegs will ich meine Arbeit an Swapper verrichten und gleichzeitig über meine Erfahrungen und Eindrücke vloggen.

Das Motto hinter dem Experiment? Why Not.

Aktuell sehe ich es als einzige Möglichkeit, mal wieder das Büro zu verlassen. Nur so kann ich neue Orte entdecken und zwar ganz ohne Swapper vernachlässigen zu müssen.

Natürlich muss sich erst noch zeigen, wie sich das Ganze auf das Team, unseren Fortschritt und meine Arbeitsweise auswirkt. Doch ich bin mir sicher, dass es eine sehr Lehrreiche Zeit sein wird. Jetzt werden wir sehen, wie gut die Prozesse bereits passen und die Kommunikation mit den Kollegen verläuft.

Natürlich möchte ich mir auch die Chance nicht entgehen lassen, neue Kontakte an neuen Orten zu knüpfen, welche uns vielleicht einmal voranbringen.

Um jetzt als Digitaler Nomade meine Erfahrungen sammeln zu können, bedarf es natürlich auch einiges an Unterstützung. Hier muss ich mich bei AirFrance, hotels.com & Expedia.de bedanken, die mich unterstützen und es ermöglichen, regelmäßig im VLog darüber zu berichten.

MeinSTARTUP hält euch in einer losen Folge von den Höhepunkten seiner Reise auf den Laufenden und wir sind natürlich gespannt, was er alles zu berichten hat.

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