8 Tipps: So gewinnen Startups mit wenig Geld neue Kunden

Neukunden gewinnen

Fachbeitrag von Peter Schmidt – tätig im Bereich Marketing bei der Deutschen Medien Verlag GmbH:

Rund 915.000 Unternehmer beschritten 2014 den Weg in die Selbständigkeit, berichtet der aktuelle KfW-Gründungsmonitor 2015. An Startups mangelt es der deutschen Wirtschaft also nicht. Erfolgreiche frühere Startups wie SAP oder Google hatten eines mit den heutigen Gründern gemeinsam: eine innovative Idee, aber nur ein kleines Startbudget.

Doch auch damit können Unternehmen Kunden gewinnen, wie die folgenden 8 Tipps zeigen…

1. Den Kundennutzen kommunizieren

Neu gegründete Unternehmen können nur dann überleben, wenn sie möglichst rasch ihre Bekanntheit steigern. Nur so gelingt es, Kunden zu gewinnen oder Aufträge an Land zu ziehen. Bei allen Aktivitäten geht es strategisch immer auch darum, den Kundennutzen im Fokus zu behalten.

Sobald die Aufmerksamkeit eines potenziellen Kunden geweckt ist, gilt es, in der Kommunikation den Nutzen des neuen Produktes oder der neuen Dienstleistung herauszuarbeiten. Noch besteht nämlich weder ein Vertrauensvorschuss noch ein Informationsvorschuss wie bei bekannten Marken.

2. Starke Partner nutzen

Wer sich selbst keinen großen Bekanntheitsgrad in der Kürze der Zeit erarbeiten konnte, der kann vom Ruf anderer profitieren. Strategische Partnerschaften bei gemeinsamen Projekten, Startup-Wettbewerbe oder Crowdfunding-Kampagnen bieten ideale Möglichkeiten, quasi nebenbei in die Öffentlichkeit zu treten.

Wettbewerbe und Crowdfunding-Plattformen wie z.B. Kickstarter werden zudem von der Presse regelmäßig auf interessante Neuigkeiten und spannende Projekte durchsucht.

3. Im Internet gefunden werden

Sind Interessenten auf das Startup aufmerksam geworden, so werden diese im Internet nach mehr Informationen suchen. Wer dann nicht gefunden wird, hat schon verloren. Für eine gute Platzierung sind neben einem knackigen Domainnamen vor allem gut geschriebene und informative Inhalte auf der einen Website entscheidend, um zu den relevanten Schlüsselbegriffen gefunden zu werden.

Für viele Unternehmen ist es inzwischen also nicht mehr nur wichtig eine schöne Internetseite zu haben, sondern diese muss auch gefunden werden und die potenziellen Kunden, Presse und Investoren ansprechen.

4. Kundenempfehlungen, die beste Werbung

Empfehlungen zufriedener Kunden sind für Startups das Beste, was ihnen passieren kann. Kein noch so gutes Marketing kann eine persönliche Empfehlung ersetzen. Über Bewertungen auf der Firmenhomepage und Onlineshops funktioniert das auch bei Menschen, die sich nicht persönlich kennen.

Auch das klassische Marketinginstrument der Freundschaftswerbung hat seine Berechtigung. Wer belohnt wird, wenn er einen Neukunden gewinnt, gibt seine Empfehlung umso lieber ab.

5. Neugierde bei Interessenten wecken

Schneeball-Effekte bei der Interessenten- und Kundengewinnung sind der Traum eines jeden Startups. So schrieb das Magazin t3n vor einiger Zeit, wie zwei US-Firmen bereits vor dem Launch ihrer Websites Nutzer und Newsletter-Abonnenten gewannen.

Hierbei konnte zum Beispiel ein persönlicher Account nur dann freigeschaltet werden, wenn sich andere Nutzer unter einem entsprechenden Link vorab registrieren ließen. Von dem Account versprachen sich viele einen so hohen Nutzen, dass sie Freunde mit Begeisterung aufforderten, sich ebenfalls registrieren zu lassen.

6. Moskito Marketing: Schwächen der Großen nutzen

Moskito Marketing zielt darauf ab, das unflexible Auftreten großer Unternehmen zu nutzen, um die eigenen Stärken zu betonen.

Insbesondere kleinere Unternehmen können durch geschicktes Reagieren auf das (teilweise ungeschickte und träge) Vorgehen größerer Unternehmen und die daraus resultierende Reaktion der Kunden Kosten minimieren und ihre Marktanteile vergrößern. Besonders in Nischenbereichen sind die Kosten dabei oft sehr günstig, was auch besonders das Marketing betrifft.

7. Lass andere für dich sprechen

Ob Kunden-Testimonial, Demo-Tester oder klassische Öffentlichkeitsarbeit – je mehr Menschen über ein Startup sprechen, desto eher wird es bekannt. Wer andere in die eigene Kommunikation einbindet, sollte jedoch stets die Zielgruppe für sein Produkt oder seine Dienstleistung im Auge haben und die Art der Unterstützung darauf abstimmen.

Fragen wie „Welches Medium nutzt meine Zielgruppe?“ und „Mit welcher Information könnte ich bei meiner Zielgruppe punkten?“ helfen bei der Fokussierung.

8. Selbst Sonderkonditionen nutzen

Als Startup ist man selbst auch oft Neukunde bei anderen Unternehmen und kann Einsteiger-Angebote nutzen. Zum Beispiel bietet Google Adwords neuen Kunden ein Werbeguthaben von aktuell 75 Euro (Stand Herbst 2015), wenn sie Adwords in Höhe von 25 Euro buchen.

Solche und ähnliche Angebote gibt es auch in zahlreichen anderen Bereichen, mit denen man als Startup vergünstigst Werbung für sein eigenes Unternehmen machen kann.

Autorenprofil:

Peter Schmidt vom Deutschen Medien Verlag GmbH aus Cottbus ist seit vielen Jahren im Bereich Marketing tätig. Er beschäftigt sich seit 2001 mit dem Thema Wirtschaft und Industrie.

Im Unternehmen betreut er unter anderem das Projekt „IndustryStock“.

Dabei handelt es sich um eine der führenden internationalen Firmensuchmaschinen mit mehr als 900.000 Unternehmen aus Deutschland sowie 14 weiteren Sprachregionen. Mehr dazu unter: www.industrystock.de

Weitere Informationen zum Autor finden Sie unter: www.deutscher-medien-verlag.de

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