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anythinx: Online News Service für Dinge will zentraler Anlaufpunkt für Produktinformationen werden

anythinx - Internet der Dinge

Was haben Google Alerts und anythinx gemein? Nutzer können das Internet mit beiden Diensten nach Neuigkeiten zu jedem x-beliebigen Schlagwort durchforsten und bekommen eine Benachrichtigung, wenn etwas Aktuelles gefunden wird. Warum der vor wenigen Wochen gestartete Online News Service anythinx zukünftig die Nase vorn haben möchte und wie genau das Geschäftsmodell funktioniert, erklärt Adrian Thomys im Gründerinterview:

Wie lässt sich Eure Geschäftsidee in wenigen Sätzen beschreiben?

anythinx ist der erste Online News Service für Dinge. Das Prinzip ist super einfach: Du nennst uns Dinge, die du besitzt oder die dich interessieren – und wir versorgen dich zu diesen „Thinx“ mit den wichtigsten Neuigkeiten.

Dazu durchforsten wir das Netz nach frisch veröffentlichten Texten, Bildern und Videos und schicken sie direkt auf dein Smartphone, dein Tablet oder deinen PC.

Wann und wo wurde das Unternehmen offiziell an den Start gebracht und wie viel Vorlaufzeit hat es gebraucht?

Die allererste Idee ist bereits 2011 in einem gemeinsamen Urlaub von Erik und mir entstanden. “Ein Facebook für Dinge” müsste es geben – so der Gedanke damals.

2012 haben wir angefangen, hobbymäßig einen ersten Prototyp zu entwickeln. Im Fokus stand der Austausch der User untereinander zu Produkten, für die sie sich interessieren.

Nach ca. eineinhalb Jahren, in denen wir vieles ausprobiert hatten, sind wir mit einer ersten Version online gegangen. Wir haben dann schnell gemerkt, dass noch Hausaufgaben zu machen sind und wir uns stärker fokussieren müssen.

Anfang 2014 haben wir uns im Bereich Design, Usability und Kommunikation professionelle Unterstützung geholt und anythinx zu dem gemacht, was es jetzt ist – mit einem klaren Mehrwert für unsere User und dem Fokus auf das Wesentliche.

Seit dem 1. November 2014 sind wir online!

Was genau war der Auslöser für die Umsetzung des Online News Service?

In der Hektik des Alltags und bei der Fülle an Informationen im Web fällt es schwer, den Überblick zu behalten und genau das zu finden, wofür man sich interessiert.

Vor allem dann, wenn es darum geht, immer auf dem Laufenden über seine Lieblingsprodukte zu bleiben: ein Softwareupdate für die Kamera, ein cooles neues Gadget für den Laptop, Ideen fürs nächste Handy oder ein abgefahrenes Video zu dem Auto, das man im Auge hat.

Das ist mit überschaubarem Aufwand kaum machbar. Genau dieses Problem wollten wir lösen. Mit einem Team, dass neben Job und Familie zusätzlich etwas eigenes auf die Beine stellen möchte und in der Selbstständigkeit weniger die Risiken als vielmehr die Chancen sieht.


Warum sollte ich nicht ganz einfach Google Alerts nutzen? Was genau macht anythinx anders?

anythinx ist nicht nur ein Hilfsmittel, das mich auf neue Artikel im Netz zu einem bestimmten Suchbegriff hinweist. Viel mehr verbindet anythinx die User mit Ihren Lieblings-Produkten – auf einen Schlag sieht der User alle wichtigen News zu seinen Dingen.

Im ganz persönlichen News-Stream trennt anythinx relevante Information von unwichtigen Beiträgen – und schlägt abhängig von den eigenen Interessen weitere spannende Produkte vor. Zusätzlich werden sich die User zu den einzelnen Dingen austauschen und darüber fachsimpeln können.

anythinx ist die zentrale Anlaufstelle für Produkt-Informationen und verbindet den Ansatz der Google Alerts mit einem ansprechenden Design sowie Usability à la Flipboard und den Kommunikations-Möglichkeiten von Facebook.

Welche Zielgruppe wollt Ihr mit Eurer unabhängigen Plattform ansprechen?

Jeder Vierte deutsche Online-User folgt Marken oder Produkten in sozialen Netzwerken – über Zweidrittel der Online-User informieren sich im Netz vor dem Kauf anhand von Testberichten und Rezensionen über das Produkt.

Die Nachfrage nach produktspezifischen Informationen wird immer größer – anythinx zieht Produktinformationen und News aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammen  und verpackt sie in ein einheitliches Erscheinungsbild.

Was Verbraucher bislang in aufwendigen Web-Recherchen selbst aus vielen Portalen zusammensuchen und qualifizieren mussten, erhalten sie bei uns aus einer Hand.

Wie viel Geld ist bis zum Start bereits investiert wurden und wird aktuell noch frisches Kapital benötigt?

Neben der Zusammenarbeit mit den Design- und Kommunikations-Experten von St. Thomas und den PR-Fachleuten von Dr. Haffa & Partner ist für das Marketing ein nicht unerhebliches Budget notwendig.

Das Projekt ist bis dato aus eigenen Mitteln finanziert, im August diesen Jahres haben wir eine GmbH gegründet.

Um unsere Idee weiter auszubauen und um die Marketing- und Vertriebs-Aktivitäten zu intensivieren brauchen wir Anfang 2015 frisches Kapital in sechsstelliger Höhe. Wir sind überzeugt, dass wir starke Partner finden, die diesen Weg mit uns gehen möchten.

Wie wollt ihr mit der Plattform Geldrückflüsse generieren – für User ist sie ja kostenlos?

Ja, und das ist uns besonders wichtig: Der User soll in den Genuss von anythinx kommen, ohne für diesen Service bezahlen zu müssen. Wir verfolgen ein Geschäftsmodell, welches die Finanzierung über Produkthersteller, produktbezogene Webportale und Werbekunden sichert.

So wird es beispielsweise für Hersteller spezielle Premium-Accounts geben, über die sich etwa per Chatfunktion direkt Kontakt mit der Zielgruppe aufnehmen lässt.

Langfristig können wir Thementrends und Userverhalten erkennen, diese Informationen bereiten wir für Unternehmen für ihr Marketing auf.

Im ersten Schritt kooperieren wir zudem mit einem Affiliate-Marketing-Spezialisten, der mit allen Affiliate-Netzwerken im deutschsprachigen Raum zusammenarbeitet. Damit haben wir direkten Zugang zu namhaften Partnerprogrammen etwa von amazon, ebay oder dem Apple-Store. Das bedeutet: maximale Reichweite mit überschaubarem Aufwand – auf einen Schlag.

Welche langfristige Vision verfolgt Ihr und welche Schlagzeile würdet Ihr gern in einem Jahr über Euch lesen?

Die Schlagzeile “Produkt-Vermarktung durch anythinx maßgeblich verändert” würde uns gefallen.

Langfristig wird anythinx in vielen Ländern die Anlaufstelle für Produktinformationen sein. Produkthersteller stellen ihr Marketing dahingehend um, dass News bei anythinx platziert werden. Produktblogs werden durch anythinx weiter Fahrt aufnehmen.

Gibt es bereits erste wichtige Meilensteile bzw. Erfolge bis zum heutigen Tag zu vermelden?

Ein wichtiger Meilenstein war das Treffen mit St. Thomas im Februar diesen Jahres. Mit dieser Agentur haben wir den Kern von anythinx ausgearbeitet und den Service auf den Kundennutzen hin optimiert.

Im April haben wir bei dem Online-Wettbewerb der Aufschwung-Messe den 2. Platz erreicht und uns die Teilnahme bei dieser Messe als Aussteller gesichert.

Durch viele gute Investoren-Gespräche konnten wir unser Geschäftsmodell auf Herz und Nieren prüfen und im Nachgang optimieren. Am 01.11. sind wir online gegangen und freuen uns seitdem täglich über neue User, die unseren News-Service nutzen.

Welche Empfehlung würden drei junge Gründer anderen Gründern unbedingt mit auf den Weg geben?

Man muss eine Idee frühzeitig anhand von Interviews oder kleineren Studien überprüfen. Ist das Problem, welches man lösen möchte, wirklich vorhanden?

Zudem lohnt es sich, frühzeitig Experten einzubeziehen, die in den Bereichen unterstützen und beraten, in denen das Team keine  ausreichende Erfahrung hat.

Drittens: Immer den Kundennutzen in den Vordergrund stellen. Und es ist absolut notwendig, die Usability einer Webseite regelmäßig von Nicht-Team-Mitgliedern bewerten zu lassen.

Zudem hat es uns geholfen, frühzeitig ein Netzwerk im Bereich der Startup-Szene aufzubauen. So kann man von den Erfahrungen anderer profitieren.

Abschließend noch ein paar Worte zu den drei Köpfen, die anythinx ins Leben gerufen haben?

Wir haben uns bei einem international tätigen Technologieunternehmen kennengelernt.

Wir sind zwar alle Ingenieure, sind aber auf ganz unterschiedliche Bereiche spezialisiert. Das macht uns zum perfekten Team für die Arbeit an unserem Startup.

Bernd Graef ist seit Jahren erfolgreich in der Technologieentwicklung und deshalb der Technologische Leiter der Plattform. Erik Lesser, Chefanalytiker und Trendscout bei anythinx, verfügt über tiefe Erfahrung im strategischen Portfoliomanagement. Ich bin Spezialist für Business Development und übernehme als Leitender Geschäftsführer Planung und Finanzen von anythinx.

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