Changers.com: Solarstrom für alle. Die nachhaltige Revolution?!

.. oder an jedem beliebigen anderen Ort. Smartphone oder anderes Gerät anschließen, fertig.

Unterwegs per Solarenergie den eigenen Strom für Smartphone & Co. erzeugen, damit dürfte für viele ein Traum in Erfüllung gehen. Changers heißt das äußerst ambitionierte StartUp und die zugehörige Produktserie aus Berlin.

Der Name ist hierbei Programm und macht sofort klar, wofür die Gründer mit ihrer Idee stehen. Wir freuen uns sehr über ein Gespräch mit CEO Markus Schulz von Changers.com:

Den eigenen Strom für das Smartphone erzeugen, wo immer man sich gerade befindet. Wie entstand das Produkt Changers?

Ganz klar, ALDI! Ohne ALDI keine Changers. Wir saßen zusammen in der Küche hatten diskutiert über Solarmodule, erneuerbare Energie und eigentlich auch über die Ungerechtigkeit, dass uns Freunde vorgerechnet hatten, wie sie mit einer Solaranlage auf dem Dach in den nächsten 20 Jahren 1,2 Millionen Euro verdienen würden. Wir hatten dann gegoogelt und rausgefunden, dass dieses Geld eine Umlage ist, die direkt von allen Stromkunden mit der monatlichen Stromrechnung bezahlt wird.

Jetzt versteht mich bitte nicht falsch, denn einerseits brauchen wir jedes Watt erneuerbare Energie, andererseits fanden wir das alles andere als “sozial”. Und irgendwie kamen wir dann auf ALDI. Also für ALL DIE, die kein Geld und kein eigenes Dach haben und natürlich ALDI als Synonym dafür, dass aber auch jeder sich selbst versorgen könnte mit einem Solarcharger, den es im Supermarkt an der Kasse gibt.

Ihr Unternehmen bietet jedoch noch weit mehr als einfach „nur“ ein Solarpanel mit Akku, was ist die Mission Ihres StartUp?

Wir sind der Meinung, dass das was den Klimawandel verursacht hat ihn auch aufhalten kann und das ist unser aller Verhalten. Also haben wir einen Lifestyle Solarcharger entwickelt mit dem jeder bequem und effizient seine Energie für all die mobilen Geräte selbst erneuerbar erzeugen kann, die unser digitales Leben ausmachen.

Den eigenen Strom erzeugen im Zug..

Das Gerät kann aber noch viel mehr als nur Strom erzeugen und Handy’s laden. Es misst die genaue Menge erzeugter Energie und hierdurch eingespartem CO2. Es ist von „Geburt“ an mit einer sozialen Funktion ausgestattet und kann den persönlichen Beitrag gegen den Klimawandel auf Changers.com, Facebook und Twitter posten.

Auf Changers.com sieht man dann sowohl den eigenen Beitrag, den seiner Freunde, kann die CO2 Einsparungen seiner Stadt mit denen anderer Städte vergleichen und sieht natürlich auch die große Menge an von allen eingespartem CO2. CO2 Einsparung ist spätestens seit Kyoto ein weltweit anerkannter Wert. Wir ermöglichen es nun jedem diesen Wert eindeutig messbar herzustellen. Unser Gerät ist sozusagen eine kleine Fabrik zur Herstellung der weltweit ersten Ware mit gesellschaftlichem Nutzen – der CO2-Einsparung.

Diese Ware basiert wie alle Waren auf Arbeit. Gearbeitet hat nun allerdings die Maschine, der Mensch musste lediglich sein Verhalten ändern und seine Geräte nicht mehr an der Steckdose, sondern am Solarcharger Kalhuohfummi aufladen. Und da die so erzeugte CO2-Einsparung einen gesellschaftlichen Wert hat, erhält der User für jedes Gramm einen Changers Credit. Die Credits können auf unserem Marketplace gegen Waren und Dienstleistungen von Partnern eingetauscht werden.

Die Partner sind Unternehmen, die die Werte und Ziele der Changers teilen. Deren Produkte und Dienstleistungen tragen selbst dazu bei den Klimawandel und die fortschreitende Zerstörung unserer Umwelt aufzuhalten. Sie sind nachhaltig produziert, energieeffizient oder fördern den Ausgleich der bestehenden Ungleichgewichte in dieser Welt. Mit Changers.com stellen wir der Gesellschaft die Frage: Was ist persönlicher Beitrag zum Wohle der Gemeinschaft wert? Wir sind gespannt auf die Antworten.

Changers hatte schon kurz nach dem Start mit einigen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen, da Ihnen ein Investor verloren gegangen ist. Viele unserer gründenden Leser wird sicherlich interessieren: Wie haben Sie diese schwierige Zeit überstanden?

Die Insolvenz der Changers GmbH hatte nichts mit der Idee oder dem Produkt zu tun. Wir wurden Ende 2010 von einem der größten Player im Solarmarkt gefundet. Mitte 2011 kam die gesamte PV-Industrie in große Bedrängnis und so leider auch unser Investor. Der wollte dann schneller raus aus dem Equity als es uns möglich war einen Ersatz zu finden. Uns traf dieser Umstand leider mitten zum US Launch unserer Produkte Ende 2011.

Wir, die zwei Altgründer Daniela Schiffer und Markus Schulz, sowie Kushtrim Xhakli, ein “digital nativ” und “serial entrepreneur”, sowie Dr. Andreas Rückemann, der industrie-erfahrene ehemalige CEO der Heliatek haben dann gemeinsam das Unernehmen Blacksquared GmbH gegründet und zum 01. März die Assets, sowie alle Rechte, die zur Weiterführung der Idee Changers notwendig war von der insolventen GmbH übernommen.

Welche Lehren konnten Sie aus diesem Ereignis ziehen, und wie steht Ihr Unternehmen heute da?

Wir haben zum einen erfahren was es heißt insolvent zu werden und tun sicherlich alles dafür, diese Erfahrung nicht noch einmal zu machen. Zum anderen haben wir aber auch nie den Glauben an uns und die Idee der Changers verloren. Wir kamen mit unserer kleinen Nußschale einfach in einen tobenden Branchen-Orkan, in dem wir keine Chance hatten. Unser Investor selbst, dem wir nach wie vor sehr dankbar sind für sein geleistetes Funding, hat nun seinerseits im Juni Insolvenz angemeldet.

.. oder an jedem beliebigen anderen Ort. Smartphone oder anderes Gerät anschließen, fertig.

Changers gehört heute der Blacksquared GmbH. Wir haben gebootstrapped und uns auf die eigenen Kräfte besonnen. Das kleine Team besteht aus sehr erfahrenen, professionell und effizienten arbeitenden Leuten. Auch Geschwindigkeit ist nicht mehr alles, obwohl wir erst vor ein paar Wochen Changers.com in Japan gelauncht haben. Das allerdings konnten wir auch nur Dank eines großen weltweit agierenden Partners vor Ort. Damit haben wir ein Unternehmen in dem die Sonne niemals untergeht. Überhaupt ist Collaboration, die Zusammenarbeit mit Partnern in allen Unternehmensbereichen der Schlüßel für weiteres Wachstum und Expansion.

tand eine Finanzierung via Crowdfunding ebenfalls zur Diskussion?

Crowdfunding ist klasse, wir sind auch aktuell mit einem Anbieter im Gespräch und werden schauen, ob wir diese Form des Fundings, das wie wir meinen, auch hervorragend zur Changers Idee passt, in Kürze einsetzen.

Auf welche Neuerungen dürfen wir uns in den nächsten Monaten bei Changers freuen?

In diesem Monat haben wir bereits in der Hardware eine Spider eingeführt, mit dem es den Usern möglich ist ein zweites Solarmodul an den Solarcharger anzuschließen, um damit der eigenen Energieerzeugung einen gehörigen boost zu geben. Die wohl wichtigste Neuerung aber wird Mitte August die Einführung des Changers Marketplace werden. Die User können dort erstmals Ihre Changers Credits, die sie für Ihre CO2 Einsparungen erhalten haben gegen Waren und Dienstleistungen von Partnern eintauschen.

Dies wird auch für uns ein sehr spannender Moment sein. Zur Zeit bekommen wir eine Menge Anfragen von Unternehmen aber auch von Privatpersonen, die sich dort mit Ihren Produkten einbringen wollen. Man darf gespannt sein.

1 Kommentar zu "Changers.com: Solarstrom für alle. Die nachhaltige Revolution?!"

  1. Ich glaube, das ist eine Geschäftsidee, die wirklich funktionieren kann. Strom ist die Zukunft, vor allem Strom aus der Sonnenenergie.

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