Cloud-Unternehmenssoftware sopen: Branchenlösung als Schlüssel zum Erfolg

Ein erklärungsbedürftiges IT-Produkt über die Crowd finanzieren? „Kein Problem“ sagt Franjo Winter, Geschäftsführer der sopen GmbH aus Herzogenrath:

Herr Winter, Sie entwickeln derzeit eine neue Cloud-Unternehmenssoftware für den Bereich CRM, Groupware und ERP. Etwas provokant gefragt: Was wird Ihr Werkzeug besser können als Salesforce & Co.?

Alles. Der Schlüssel zum Erfolg geht zumindest im deutschsprachigen Raum nur über die Branchenlösung. Durch die Branchenorientierung von sopen werden nicht nur sämtliche Prozesse in den Bereichen CRM, Groupware und ERP unterstützt und optimiert, sondern vor allem wird die von den Adressaten gewünschte Abbildungstiefe der branchenspezifischen Geschäftsprozesse, z.B. zum jetzigen Zeitpunkt bereits in den Branchen der Verbände und Werbeagenturen, erreicht. Kundenspezifische Anpassungen sind darüberhinaus dank der von sopen eingesetzten Open Source-Technologie sowohl auf Dienstleister- wie auf Kundenseite sehr leicht umsetzbar.

Die Entwicklung einer solchen Suite ist sehr aufwendig. Mit welchem Tema möchten Sie sopen umsetzen, und ab wann soll dieses in die Vermarktung gehen?

Klar, der Entwicklungsaufwand ist enorm. Da muß man wissen, worauf man sich einläßt. Und immer wieder müssen nicht nur in der Entwicklung Stolpersteine aus dem Weg geräumt, aber auch technische Irrwege erkannt und korrigiert werden. Das ist z.T. nur bedingt kalkulierbar. Aber es gilt, das Konzept durchzusetzen und langem Atem zu beweisen. Und den hat sopen.

Screenshot von sopen

Die Vermarktung hat bereits mit Gründung von sopen im Jahr 2009 begonnen. Die ersten Verträge mit Organisationen und Agenturen wurden im Jahr 20120 noch auf Basis von Softwaremodellen abgeschlossen. So ist das Softwaresystem sopen nicht am grünen Tisch entwickelt worden, sondern mußte sich frühzeitig in Teilproduktivschritten in den Unternehmen und am Arbeitsplatz der User bewähren. Das bedeutet, dass ab Mitte 2012 sopen nicht nur fertig und referenzierbar für die ersten Branchenausprägungen entwickelt ist, sondern bereits in der Praxis an hunderten von Arbeitsplätzen bei namhaften Organisationen und Werbeagenturen eingesetzt wird.

Für die Vermarktung wird neben der sopen-Präsenz auf Messen und Kongressen die gesamte Klaviatur des Online-Marketings eingesetzt werden. Neben den qualitativen Argumenten wird das browserbasierte Softwaresystem sopen auch ganz klar unter dem Aspekt der Kostenreduktion sowie der höheren Effizienz positioniert.

Wird die Software zunächst nur auf bestimmte Branchen ausgerichtet, oder welche Zielmärkte möchten Sie ansprechen?

Ja, zunächst sind die Branchen der „Verbände“ und der „Werbeagenturen“ als Nischenmärkte im Fokus. Weitere Branchenlösungen sind derzeit in der Vorbereitung. Ab 2013 wird dann auf Basis der bestehenden Branchenlösungen der Einritt in den CRM/ERP-Markt für KMU mit dem Schwerpunkt „Dienstleister“ als Software-as-a-Service (SaaS) erfolgen.

Es gibt immer mehr Cloud-Lösungen, auch im B2B-Umfeld. Dennoch gehen Sie hierbei nach wie vor von einer Unterversorgung aus. Was veranlasste Sie hierzu, bzw. mit welchem Potenzial rechnen Sie?

Im Vergleich zu den USA hinkt der deutsche Markt den Cloud-Diensten noch stark hinterher. Der deutsche Branchenverband BITKOM sagt dem Markt für Cloud-Dienste allerdings ein jährliches Wachstum ab 2012 von über 40% in Deutschland voraus. Aufgrund der durch sopen gewählten Zielmärkte mit entsprechend hoher Affinität zu Online-Lösungen wird sopen sowohl im Projektgeschäft wie im SaaS-Modus noch bedeutend stärker wachsen als der allgemeine Markt der Cloud-Dienste.

Sopen wird über Innovestment finanziert. Wie bringen Sie dieses erklärungsbedürftige Produkt potenziellen Investoren näher?

Das war bislang überhaupt kein Problem. Nach den bisherigen Erfahrungen bringen die Investoren eine gewisse IT-Grundaffinität und Übersicht sowie ein relativ hohes Gesamtverständnis für den IT-Markt in der Regel mit.

Wofür werden Sie die Finanzmittel einsetzen?

Im wesentlichen für Marketing und Vertrieb sowie für die Entwicklung.

Ein paar Worte zu Ihnen und dem Unternehmen sopen?

Franjo Winter

Die Gründer kennen den Softwaremarkt aus ihrer langjährigen Consultant-Tätigkeit gut. Die Gründer der sopen GmbH sind Franjo Winter (Staatlich geprüfter Betriebswirt und Industriekaufmann) und Guido Breuer (Diplom-Kaufmann und Bankkaufmann).

Sie sind beide als Gesellschafter-Geschäftsführer tätig sein und verfügen beide über die entsprechende langjährige Fach- und Führungserfahrung in den Bereichen IT-Konzeption und -Beratung, IT-Vertrieb, Geschäftsprozess-Analyse, Projekt-Management und IT-Applikationsarchitektur. Unterstützt werden die Partner durch fest eingebundene freie IT-Entwickler und Programmierer.

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