Crowdfunding im Produktbereich und für neue Erfindungen am Beispiel Baxterboard

Die Baxterboard GmbH aus Leverkusen entwickelt und produziert innovative Notebook Accessories. Wachsen möchte das junge Unternehmen über eine Crowd-Finanzierung auf der Plattform Innovestment.

Darüber sowie über das für viele StartUps relevante Thema „Innovationsschutz“ sprachen wir mit einem der beiden Geschäftsführer Richard Spiegelburg:

Ihr StartUp hat eine Kombination aus Laptoptasche und Tischsystem entwickelt, das als Konsumer-Produkt im Bereich Notebook-Zubehör auf den Markt kommen soll. An welche Zielgruppe richtet sich ihr Produkt primär?

Im Prinzip wollen wir mit dieser Entwicklung all diejenigen ansprechen, die ihr Notebook auch mal abseits vom Schreibtisch nutzen möchten – sei es auf Reisen oder einfach auf dem Sofa – ohne dabei auf den Komfort der üblichen Arbeitshaltung am Tisch verzichten zu müssen.

Derzeit läuft eine Finanzierungsrunde für Ihr Unternehmen bei Innovestment. Wie weit ist die Entwicklung Ihrer Geschäftsidee denn bereits, und wie soll diese mittels der Finanzspritze ausgebaut werden?

Der serienreife Prototyp ist bereits entwickelt. Momentan wird mit Hochdruck an der Fertigung der erforderlichen Werkzeuge und Spritzgussformen für die Massenproduktion gearbeitet. Diese werden bis Mitte August fertig sein; dann fällt auch der Startschuss für die eigentliche Produktion.

Genau für diesen Zweck benötigen wir die Finanzspritze und die hoffen wir mit Hilfe der Crowd-Funding Plattform innovestment.de zu generieren.

Mit welchen Partnern wollen Sie die Produktion des Baxterboard umsetzen?

Gemeinsam mit einem erfahrenen Partner aus Hongkong realisieren wir die Entwicklung des Serienmodells sowie die Produktion des Boards. Unser Partner hat sich vor allem auf das Gebiet von Laptoptaschen spezialisiert und ist langjähriger Zulieferer für viele hama-Produkte.

Bei innovativen Produkten immer ein Thema: Wie schützt man sich idealerweise vor möglichen Nachahmern?

Dieses Thema ist in der Tat sehr komplex und entwickelte sich für uns ebenso kosten- wie zeitintensiv. Im ersten Schritt haben wir Gebrauchsmuster und das Patent für den deutschen Markt angemeldet. Mit unseren globalen Partnern, also vor allem China, haben wir zusätzlich Geheimhaltungsabkommen abgeschlossen.

Entscheidend für unseren Erfolg ist jedoch unsere Position als Pionierunternehmen. Diesen Entwicklungsvorsprung wollen wir nutzen, um auf lange Sicht immer ein Schritt vor der Konkurrenz zu sein und mit innovativen Ideen Trends zu setzen.

Wann soll das Baxterboard auf den Markt kommen, und mit welchen Absatzzahlen rechnen Sie in etwa in den ersten Monaten und Jahren?

Das Baxterboard wird ab Herbst 2012 rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf dem deutschen Markt erscheinen, zunächst mit einem Testlauf von 3.000 Taschen. Die Distribution für die bekannten Retailketten Mediamarkt und Saturn übernimmt dabei die Hama GmbH & Co. KG. Für die kommenden Jahre streben wir Absatzzahlen von anfänglich 25.000 bis später 40.000 Stück an.

Ein paar Worte zu Ihnen und dem Team hinter Baxterboard?

Richard Spiegelburg

Die Gründer des StartUp sind Richard Spiegelburg und Matthias Sajjaa. Die Idee zum Board hatten wir während unseres Studiums als Ingenieure für Medientechnologie in Köln.

Zusammen haben wir einen ersten Prototyp von Hand gefertigt und nach professionellen Partnern für die Umsetzung gesucht. Mit Hilfe der NRW.BANK kam schließlich der Kontakt zur SSL Business Development Holding GmbH zustande. Sie hat optimale Verbindungen zu Produktionsfirmen im asiatischen Raum und verfügt ferner über weitverzweigte Vertriebskanäle im Bereicht IT und Kosumerelektronik.

1 Kommentar zu "Crowdfunding im Produktbereich und für neue Erfindungen am Beispiel Baxterboard"

  1. Guter Artikel, Crowdfundung ist eine sehr spannende Finanzierungsmöglichkeit in diesen Tagen

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