Das neue Tool yu.my macht den Linktausch auf lokaler Ebene möglich

Ein neuer Linktauschdienst? Aber nicht irgendeiner.. yu.my von Patrick Schubert und Stefan Strohmer aus Wien macht den lokalen, ortsgebundenen Austausch von Links jeglicher Art möglich. In einem Interview verraten die beiden Gründer mehr über ihr Konzept:

Yu.my dürfte der wohl erste Linktauschdienst auf lokaler Basis sein. Wie genau funktioniert das Onlinetool?

yu.my basiert im Backend auf der HTML5 Geolocation-API, IP Tracing und anderen Techniken. All diese Infos werden an einen eigens geschriebenen Algorithmus übergeben der dann für jeden User individuell die jeweils perfekt zugeschnittene Linkliste errechnet und an das Frontend übergibt. Durch konsequenten Einsatz von AJAX und Javascript (genauer JQuery) auf der gesamten Seite erreichen wir ein Maximum an Usability für den User. Sämtliche Tätigkeiten die der User auf yumy durchführen kann geschehen komplett ohne Seiten-Reloads.

Für welche Anwendungsfälle ist euer Dienst hauptsächlich gedacht, könnt ihr uns hier ein paar Anwendungsbeispiele nennen?

Der perfekte Use-Case sieht unserer Ansicht nach wie folgt aus: Man stelle sich ein Brainstorming in einer beliebigen Abteilung eines größeren Unternehmens vor. Alle Beteiligten recherchieren im Internet nach passenden Informationen zum jeweiligen Thema. Sobald ein Mitarbeiter einen für alle Anwesenden interessanten Link gefunden hat, musste dieser bisher an alle Beteiligten per E-Mail oder Messenger versendet werden. Dazu müssen aber von sämtlichen Personen alle E-Mail Adressen bekannt sein und ausgetauscht werden. Nach spätestens der 5. Rundmail ist das Informationschaos komplett.

Genau hier kommt yu.my ins Spiel. Mit yu.my lässt sich dieser Prozess nicht nur um ein Vielfaches vereinfachen, sondern auch deutlich beschleunigen. Benutzt das Team yu.my als Link-Sharing Platform, so postet jeder Beteiligte die interessanten Links einfach auf yu.my und all diese Links erscheinen sofort auf allen Geräten (PC, Mac, Smartphones, Tablets) der Personen im Raum, wenn sie selbst yu.my im Browser aufrufen. Dabei ist keine umständliche Installation, Registrierung oder sonstiger Aufwand notwendig.

Welche weiteren Pläne habt ihr mit eurem Linkdienst, oder macht gerade das schlichte Prinzip den Reiz von yu.my aus, so dass ihr gar nicht viel daran ändern wollt?

Für die nahe Zukunft ist unter anderem ein Ausbau auf Bilder, Videos und normalen Plain-Text geplant. Wird also beispielsweise ein Youtube-Video via yu.my geshared, so erscheint in Zukunft für die User in der Umgebung nicht nur der jeweilige Link sondern auch das Video selbst samt einiger Details direkt auf der Page.

Selbiges gilt für Bilder. Plain-Text kann dann auch direkt in das jetzige Linkeingabe Feld gepastet oder direkt reingetippt werden. yu.my erkennt dann direkt ob es sich um einen Link oder einfach nur Text handelt und behandelt den Input entsprechend. Weiters ist für die kommenden Monate ein großes Featurepaket geplant. Dazu möchten wir allerdings noch nicht zuviel verraten! ;)

Der Dienst ist von Anfang an konsequent international ausgerichtet. Erschwert dies das Marketing im deutschsprachigen Raum?

Dies würden wir verneinen. Dadurch dass unsere Zielgruppe wohl eher aus in gewisser Weise technikaffinen Leuten besteht gehen wir davon aus, dass die Englische Sprache kein Problem darstellt. Dazu kommt noch, dass die gesamte Webapp mit relativ wenig Text auskommt da wir viel mit einfach zu verstehenden Icons und Buttons arbeiten.

yu.my war, ist und wird weiterhin international ausgerichtet bleiben, wobei wir durchaus davon ausgehen zu einem späteren Zeitpunkt eine Lokalisierung für die wichtigsten Sprachen durchzuführen. Dies wird dann Deutsch natürlich mit einschließen.

Wir freuen uns immer, wenn wir ein neues StartUp aus Österreich vorstellen dürfen. Yu.my sitzt in Wien, konzentriert sich die Gründerszene ähnlich wie in Deutschland hauptsächlich auf einige wenige Regionen wie die Hauptstadt?

Dies lässt sich klar bestätigen. Auch in Österreich gilt, dass der Mammutanteil der StartUps ihren Sitz in Wien haben. Ob dies auch beispielsweise auf Salzburg zutrifft können wir allerdings nicht beurteilen.

Ein paar Worte zu den Personen hinter dem StartUp?

yu.my bestand und besteht derzeit auch nach wie vor aus nur zwei Personen: Stefan Strohmer und mir selbst (Patrick Schubert). Die Idee hinter yu.my entstand wie so oft schlichtweg aus dem Gedanken heraus „Wir hätten gerne eine App die genau dies und das tut – Wieso gibt es sowas noch nicht?“. Den ersten Grundstein für yu.my legten wir im Jänner dieses Jahres. Danach kam langsam das Design und viele weitere Detailideen dazu bis wir schließlich im Juni bei der fertigen Beta Version angelangten. Bis heute finanzierten wir yu.my komplett aus eigener Tasche und bauten alles ohne fremde Hilfe auf, wobei wir derzeit auf Investoren-Suche sind.

Zurück zu den beiden Gründern: Stefan und ich kennen uns schon seit einigen Jahren und studieren beide in Wien, wobei Stefan durch seinen BSc Abschluss in Management and Business Administration den mehr business-orientierten Part übernimmt. Derzeit studiert er Business Information Systems an der Hauptuni in Wien. Ich selbst beende in ein paar Monaten meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieur an der TU Wien. Durch meine relativ frühen Gehversuche mit Photoshop und einfachem Webdesign übernehme ich so ziemlich alles was in irgendeiner Weise mit Design zu tun hat.

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